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Friday, June 8, 2012

Der Panometer ROM 312


Im Panometer Dresden kann sich der neugierige Besucher noch bis zum 2. September 2012 in der Ausstellung „Rom 312“ auf eine Zeitreise in das damalige Rom zur Zeit Kaiser Konstantins begeben.  

http://media-cdn.tripadvisor.com/media/photo-s/02/3a/a3/b1/asisi-rom312-panorama.jpg
Der Blick durch das Rund des ehemaligen Gasometers, mit ca. 30 m Durchmesser, verdeutlicht eindrucksvoll, wie Kunst und Technologie durch die vom Künstler Yadegar Asisi
geleistete umfangreiche Recherchearbeit  miteinander verwoben sind. 

Ohne es zu bemerken, findet man sich im vom Künstler kreierten Panorama komplett eingetaucht. Die kaiserlichen Paläste, die römischen Gebäude, die Straßen, die Pflanzen und die Blumen werden lebendig wie die Männer, die Frauen und die Kinder. Das Leben im Jahr 312 fließt vor den Augen des Betrachters vorbei, jedes Detail offenbart sich den Augen des Neugierigen.

Das 360° Panorama zeigt die ganze Schönheit Roms in den unterschiedlichen Lichtstimmungen, gleichzeitig wird man von der wunderbaren Musik von Eric Babak davongetragen.
http://www.dresden01.de/wp-content/uploads/2011/12/4_EroeffnungRom_Vogelperspektive.jpg
Dank einer 4-stöckigen Plattform, die in der Mitte des Panometers steht, kann man dieses riesige Kunstwerk in seiner ganzen ausdrucksstarken Fülle bewundern.
Im Panometer ROM 312 erlebt man sozusagen eine Zeitreise in die Vergangenheit und gleichzeitig eine Reise außerhalb der aktuellen Zeit.  
Das Besuch schenkt eine volle Menge verschiedener Gefühle. 

Im Asisis Panometer werden die Pracht und die Schönheit der Vergangenheit dank der Nutzung moderner Informationstechnologien zu neuem Leben erweckt.

Im Gespräch mit Yadegar Asisi (Schöpfer des Panometers)



Wie sind Sie zur Idee gekommen, Pano-
meter zu realisieren? 
Mein Weg zum Medium Panorama ist eine lange Entwicklung seit meiner Kindheit. Mich hat schon das Zeichnen und die Darstellung von Raumtiefe auf dem zweidimensionalen Blatt interessiert. Und Anfang der 1990er Jahre entdeckte ich die Riesenrundbilder für mich, die ja im Grunde die Königsdisziplin von perspektivischer Darstellung sind. Der Begriff Panometer ist eine Erfindung von mir, die sich aus dem Medium Panorama und dem Ausstellungsort Gasometer ergibt.

Wie wählen Sie das Thema der Panoramen?
Ich habe viele Themen und Fragestellungen im Kopf, die mich faszinieren und davon lasse ich mich leiten. Wie Sie bestimmt wissen, bin ich auch Architekt und liebe es, mir Städte und Stadtlandschaften von oben anzuschauen. Mich fasziniert die Antike und nach ROM 312 und PERGAMON im Jahr 129 will ich mich noch anderen antiken Metropolen widmen. Aber auch die europäische Stadt im Barock ist ein Thema, das mit Dresden (DRESDEN 1756) für mich nur einen Anfangspunkt hat und allein durch Canalettos Schaffensorte weitere Stationen mit sich bringt. 

Mich fesseln aber auch Naturräume wie AMAZONIEN, das wir ab Juni wieder in Leipzig zeigen, oder die Gipfel des Himalaya, die mich Anfang der 2000er Jahre zum meinem allerersten Riesenrundbild und der Idee des Panometers im Gasometer in Leipzig bewegt haben. Ich stelle mir viele Fragen zu den menschlichen Grundzügen und mein geplantes Panorama zur Berliner Mauer soll auch thematisieren, wie so eine grausame Grenze zum Teil unseres Alltags wird. Ein Stück weit spiegelt jedes Panorama die Frage: Wie wollen wir miteinander leben.  

Wo sammeln Sie alle Infos für die Realisierung des Panoramas?
Natürlich sind Foto- und Recherchereisen vor Ort sehr wichtig für die Konkretisierung meiner Bildideen. Ich war oft in Rom oder Pergamon, bin viermal in den Amazonas-Regenwald gereist und 2002 auch am Everest geklettert. Für jedes Projekt suche ich mir dann Fachberater, mit denen sich immer ein intensiver Dialog entspinnt und die bei vielen Bilddetails wichtige Quellen besteuern. So war z.B. die Entstehung von PERGAMON ein beispielhafter Dialog zwischen mir als Künstler und den Archäologen der Antikensammlung derStaatlichen Museen zu Berlin, den es in dieser Form viel zu selten gibt. Ich arbeite also sehr interdisziplinär und lerne mit jedem Projekt unglaublich viel dazu. 

Wie lange dauert die ganze Arbeit (von der ersten Idee bis zur Fertigung)?
Jedes Panoramaprojekt bringt eigene Herausforderungen, Entscheidungswege und Arbeitsschritte mit sich, deswegen kann ich es schwer zeitlich eingrenzen. Aber zwischen drei und fünf Jahren dauert es erfahrungsgemäß von der ersten konkretisierten Idee bis zur Ausstellungseröffnung.  

Wie fühlen Sie sich am Ende der Arbeit, der Erste zu sein, der die Panoramen schaut?
Ich sehe das Bild das erste Mal in seiner richtigen Form, wenn es gehangen und rundum aufgezogen wird. Das ist ein bewegender und spannender Moment, denn erst dann weiß ich, ob es „funktioniert“. Natürlich entdecke ich auch kleine Fehler, die aber oft nur mir selbst auffallen. 

Was passiert mit dem Panorama, wenn die Ausstellung zu Ende ist?
Wenn ich denke, dass ein Panoramabild noch einmal überarbeitet werden muss, bevor ich es später noch einmal ausstelle, dann zerstöre ich es lieber. So war es mit meiner ersten Version von EVEREST, die wir ab 2003 gezeigt haben, oder auch mit meinem ROM 312-Panorama von 2006. Die aktuelle Version von ROM 312 hat sich stark verändert, z.B. habe ich 2011 den Vordergrund komplett umgestaltet und auch den Himmel so gestaltet, dass er die Bedeutung der Ereignisse im Bild unterstreicht.  

Haben Sie neue Projekte für Panometer schon in der Planung?
Natürlich arbeite ich mit meinem Team an neuen Panoramen, wie z.B. „LEIPZIG 1813 – In den Wirren der Völkerschlacht“, das wir ab Juli 2013 in Leipzig zeigen oder die Überarbeitung von DRESDEN. Ich habe jede Menge Ideen und ich weiß nicht, ob ich alt genug werde, sie alle umzusetzen. 

Ist das Panorama die komplette Erfüllung Ihres Arbeitsziels?
Ich bin sehr glücklich, dass ich auf das Medium Panorama gestoßen bin. Es entspricht mir und meinen künstlerischen Visionen sehr. Aber es interessieren mich noch einige weitere Felder… 

Die Idee, Kritike, Vorschäge der Besucher sind wichtig für Sie. Kann man sagen, dass der Panometer immer in Bearbeitung ist und die Besucher eine wichtige Rolle dabei spielen?
Die Rückmeldungen der Besucher sind mir wichtig und wir haben ja für die Überarbeitung meines Panoramas vom barocken Dresden einen Aufruf an die Dresdner gestartet, sich bei uns zu melden, wenn sie Ergänzungen oder Hinweise haben. Meine künstlerische Intention spricht natürlich immer das letzte Wort. 


Warum sollten die Menschen Ihre Panometer besuchen?
Es gibt natürlich viele Gründe, die sich aus dem Interesse am jeweiligen Thema ergeben. Aber vor allem ist es das besondere Seherlebnis im Panorama, das viele Menschen so fasziniert. Diese entschleunigte und sehr emotionale Art und Weise der Entdeckung von Welt passt sehr gut in unsere heutige Zeit.
Ich sage immer „Im Panorama ist jeder Betrachter sein eigener Regisseur“. Jeder entscheidet selbst, in welchem Rhythmus und wie intensiv er sich auf die vielen Details und Zusammenhänge im Riesenrundbild einlässt und in diesen Kunstraum eintaucht.  

Ihre Panometer sind alle in Deutschland zu sehen, haben Sie im Plan auch im Ausland sie zu installieren?
Ja, ich habe kürzlich asisi Panorama International gegründet. Hand aufs Herz: müsste man ROM 312 nicht auch in Rom zeigen? 

Saturday, June 18, 2011

Meeting different cultures opens your mind

A few days ago I was invited to take part to a meeting about the situation in Tunisia and in Syria. Two representative of these countries were there to give us an idea from the inside.

They explaned us that these revolutions were driven by common people, not belonging to the wealthy part of the society and that also women had an important role as men. Mothers, wifes, daughters next to men.

To the question, which was the role of internet in the revolution, they both answered that internet was strictly controlled, that a sort of "copy" of facebook was created to avoid that the information were widespread to the rest of the world.

An important difference between the two countries was made very clear by the Syrian representative. The great importance the media gave to the situation in Tunisia and the lack of interest given to Syria. Why something like this is happening? Is life more important in one country than in another? Why is life not prevented and protected everywhere?

Today a part of the world is fighting for freedom, to see their rights respected.
We are lucky, other peaple fighted for us, to let us live the life we have now. We must never forget that our freedom and our rights are not due, that we have to protect them, that everybody has the right to live the life he/she has alway dreamed about.