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Monday, February 25, 2013

Zukunft beginnt im Gestern

http://bit.ly/13HuB4k
Die Wissenschaftliche Tagung "Zukunft der Industriearchitektur - Industriearchitektur der Zukunft" am vergangenen Freitag in einer der Industriearchitekturglanzpunkte Dresdens, den ehemaligen Ernemann Kamerawerke AG, hätte einen besseren Ort nicht wählen können. Ist doch die Transformation von der ehemaligen Produktionsstätte von Filmvorführapparaten und Kameras in ein über die Grenzen Dresdens bekanntes Technikmuseum überaus gelungen.

Die rund 70 Teilnehmer zu denen auch die interessierte Öffentlichkeit zählte (kurz vor Beginn der Tagung wartete rund ein Dutzend nicht angemeldeter Besucher auf die Möglichkeit des Einlasses) konnten den Charme des museumseigenen Kinosaals erspüren. Man konnte erahnen, dass so manches Industriegebäude nur noch auf die wachküssende Muse wartet - oder auch Macher wartet.

Einige Highlights des Tages seien an dieser Stelle besonders erwähnt:

Der oberste Denkmalschützer der Landeshauptstadt Dresden, Dr. Bernhard Sterra, erläuterte eingangs, wie aus seiner Sicht künftiges Zusammenwirken von Eigentümer, Denkmalbehörden und potentiellen Nutzern erfolgreich den Erhalt und künftige Nutzung ermöglicht. Dass dies in Dresden bereits erfolgreich gelungen ist im Falle eines stillgelegten und ursprünglich außerhalb der Sanierungsgrenzen liegenden Volksbad im Stadtteil Löbtau lässt sich am neuen Theaterkindergarten FunkeldunkelLichtgedicht ablesen.

Dr. Matthias Baxmann, Fachreferent Praktische Denkmalpflege im Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum, regte mit seinem aus dem Publikum kommenden Kommentar über die Speicher in Wittenberge und die Rolle von Facebook und Twitter sowie den entstandenen "Shitstorm"an, auch über die Nutzung neuer Medien im Bereich Denkmalpflege nachzudenken und diese entsprechend zu nutzen. Inzwischen ist vom ursprünglich beabsichtigten Abriss der drei Getreidespeicher am Hafen Wittenberge nicht mehr die Rede und eine Sicherung in Aussicht.

http://tapetenwerk.de/
Dass insbesondere kleinere Industriedenkmale, auch wenn man sie anhand der Fassade nicht als solche zunächst erkennen würde machte Architektin Jana Reichenbach-Behnisch in ihrem Vortrag deutlich, dass eine alte Tapetenfabrik zu einem Kreativmagnet werden kann. Die Geschichte dieses Ortes insbesondere seit 2007 zeigt deutlich, welche Potentiale offengelegt werden können, wenn die Vision des Ortes zahlreiche unterschiedliche Akteure der von Richard Florida "Creative Class" genannten Bevölkerung anzieht und (fast) Unmögliches zur Realität werden lässt.

Alles in allem eine gelungene Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung "INDUSTRIEARCHITEKTUR IN SACHSEN", die vom 07. Oktober 2012 - 24. Februar 2013 in den Technischen Sammlungen Dresden zu sehen war.

Ein persönliches Fazit wie stets von einer Tagung in vier kurzen Fragen bzw. Antworten:

Gut - Inspirierender Ort mit Geschichte, Vorträge mit praktischer Relevanz
Tricky - (noch) fehlendes WLAN und Stromversorgung, ein Tag kaum ausreichend für das Thema
Learned - Speicherrettung in Wittenberge, Einsatz von Twitter/ Facebook für Rettung von Denkmalen
Action - Mehr über Industriekultur-In-Sachsen erfahren


Wednesday, August 22, 2012

The Best Way to Create a Future of Abundance is to Create it Yourself

Heute wurde in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden (man bezeichnet bekanntlich diese Region als Silicon Saxony, ob ihrer ungebrochenen Innovationskraft) ein Innovationsprogramm der Bundesregierung vorgestellt. Genauer gesagt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung wie auf den Seiten von Unternehmen Region zu erfahren ist.

Der "Oiger", AKA Heiko Weckbrodt, berichtete bereits auf seinem Blog darüber. Details waren im Vorfeld bis heute morgen nicht zu erfahren auch nicht über die Pressekonferenz, noch wo sie genau stattfand.

Foto: Angela Incampo
Erreicht es wirklich die Creative Class, die kreativen Köpfe, die in Sachsen teilweise das Unmögliche möglich machen, wenn diese nicht bereits bestehenden Forschungsclustern, Universitäten oder universitätsnahen Institutionen angehören?

Wie können 500 Millionen Euro die Neuen Bundesländern zu nachhaltig prächtig blühenden Landschaften gestalten, und dabei anderen europäischen Volkswirtschaften wie Griechenland helfen?

Ein tieferer Blick in das Programm Zwanzig20 bringt ein wenig mehr Aufschluss über den Weg der Zielerreichung (Welches ist das Ziel? Wie erfolgt die Messung des Erfolges?) und Mindestanforderungen:

  • eine unabhängige Jury (Wer?) bewertet die eingereichten Konzepte
  • Kompetenz, Finanzkraft, Organisations-, Management-, Kooperations- und Leistungsfähigkeit, um das adressierte Problem gemeinsam lösen zu können (Wie können sich über Social Networks und Web Tools agierende Partner für Förderung qualifizieren?)
  • mindestens ein Partner in Westdeutschland (Kann auch einer/ mehrere Partner im Ausland sein?)
  • eine ausgearbeitete, technische, organisatorische und ökonomische Roadmap (Wie wird eine Initiative berücksichtig, die sich in schnellen iterativen Schritten dem Ziel anhand des Lean Startup und Lean Thinking ähnlich wie Toyota nähert?)
Abschließend der visionäre und doch nicht abwegige Wunsch, dieses Programm mit der X PRIZE Foundation von Peter H. Diamandis zu verknüpfen, um den Mitteldeutschland Jobs X PRIZE ins Leben zu rufen und lean zu starten, sowie exponentiell zu beschleunigen wie es Ray Kurzweil auf dem 4. Dresdner Zukunftsforum eindrucksvoll beschrieb.


Wednesday, May 11, 2011

Arts, Science & Business - brewing the future together

As I have written earlier in my posts around my personal experience at Semperoper (the local opera house in Dresden) performances, especially Semperoper Ballett performances, there is a strong connection between performing arts, science, and business (including education) and a "delicious" combination when put together right.

Arts is meant to be a "provoking and mind opening" facilitation ground to bring new thinking and innovation to kickstart. Semperoper intendant Dr. Ulrike Hessler in a recent interview given to Deutsche Welle Culture said, "If opera is good, that's the place to go if you want to experience strong emotions". "Strong emotions", that's when innovative thinking sneaks from the ground of hidden consciousness. Getting the thoughts across disciplinary boundaries and getting into the dialog beyond into the world that is outside the opera house, is what will bring future value in the community (and well beyond).

Recently this topic has been also taken into account in Silicon Valley, where BiblioTech2011 takes place and will be live-streamed and soon available on YouTube as Vivek Wadhwa a tech-entrepreneur and academic at Silicon Valley posted on Facebook and Twitter recently (check out his blog for more background on his work in the field).

Due to the fact that the ensembles of the science research institute and the ensembles of the internationally well known Semperoper ensembles (whether orchestra, singing or ballet dance) are pretty much multi-international set by members, I take the courage to bring this thought out in English. It may be disturbing the local crowd but isn't it "provoking" your emotions that makes us rethink our current actions and thinking?

The third part of the above "equation" of driving the future innovations in Saxony (or perhaps in more general terms anywhere around the globe) is engaging the business world. Here especially the local business on an SME size are the ones that will make the difference in the "game".

Tolerance - Talent - Technology - it's all here in Dresden, Saxony, as well as in Silicon Valley, and elsewhere whether India, Botswana (a dear friend is doing a great job over there transforming the country), or Australia (where gamification of business is strong). Only we have to put on the stove and get the menu out (TOGETHER).

Wednesday, March 23, 2011

technology - talent - tolerance

What is the asset that Dresden has which will make it strive forward into the time ahead of us?

RichardFlorida in a short interview on how the "Valley" can reinvent itself. This really can be applied to Dresden and the region in great part as well. You don't believe it? Just have a deeper look on what is cooking in this wonderful city.


What have you seen in the past years emerge in Dresden in this context?

Saturday, November 6, 2010

Ziehen von der Zukunft her - Reset!

Einige provokant klingende Werke hat RichardFlorida in die Welt gebracht, wie "The Creative Class", "Who's is Your City". Der umtriebige Wissenschaftler, der sich seit Jahrzehnten mit dem Phänomen nachhaltiger Stadtentwicklung für die zukünftigen Herausforderungen, beschäftigt war tief getroffen von Pittsburgh. Dort lehrte er an der renommierten Carnegie-Mellon-University und inzwischen an der Rotman School of Management der University of Toronto.

Nun ist sein neuestes Werk auch in Deutsch zu haben und ich habe es in einem (fast ;-)) Zug verschlungen - und wer JaneJacobs bereits kennt (seine langjährige Mentorin), der wird unwillkürlich sagen, "Das ist alles nichts Neues!"

Was für Dresden daraus mitgenommen werden kann, am Montag heißt es wieder Workshop im Rahmen der Prognos Studie zur Kultur- und Kreativwirtschaft in der Stadt Dresden. Ein paar Hintergründe sind auf dem KonzeptSpeicher von SebastianSchwerk zu finden.

Meine "provokanten" Fragen:

Wie sieht der Ablauf einer solchen Studie in Crowdsourcing aus?

Wie schnell ist die Studie erstellt, wenn alles über TitanPad abgewickelt wird?

Wieviel mehr Wirkung auf die Stadtplanung und Entrprepreneurship-Landschaft Dresden ergibt sich?

Wie lassen sich die zahlreichen CrowdFunding-Initiativen wie Seedmatch und StartNext aus Dresden integrieren?

Welche Relevanz und monetäre Auswirkung (in positiver Weise) zeitigt die frühzeitige Verknüpfung über Facebook und Twitter mit Initiativen wie z.B. CoWoDDev, NeonWorx, DresdenExists und  in anderen Städten, wie z.B. Graz wo bei der I-Know auch Communardo GmbH aus Dresden zugegen waren?

Wie relevant ist der Besuch von Gästen (CharlesVanDerHaegen und VilleKeraenen) von TeamAcademy am kommenden Dienstag, 09.11.2010, im CoOrpheum für die Gestaltung der Zukunft von Entrepreneurship in Dresden?

Lassen wir uns alle von den Ereignissen der nächsten Tage überraschen - Keep your Mind Open and Grab the Opportunity as it Approaches  :-)

Tuesday, June 17, 2008

Incentive paid for moving into old city housing - any good?

Just this morning the following grabbed my interest in the recent edition of the Dresdner Neueste Nachrichten (one of the two public newspapers based in Dresden, Germany):

"For moving into housing built before 1949 people will get a -one time based on the flat- bonus of 1.500 €. This is meant to encourage people from the outskirts of the cities into the closer city center areas." (article to be found here (in German))

In recent years just after the wall came down in 1989 there had been going on big discussions on how to renew the housing that had been sparsly renovated or kept intact during the GDR era. As there had been great need for housing in the early 90's most of the old housings in the city centers in Eastern Germany had been left alone in favor to renovate fairly newly built "Plattenbauten" (modern GDR-like flats) in the further out suburbs. As flat owner could earn money pretty fast in these renovated houses virtually nobody tended to move in the hold un-renovated houses in the traditional suburbs or the city centers. 

To foster the building of new housing in the traditional suburbs there had been established a special program in the last couple of years that allowed the owners of old buildings (often in the ownership of large exGDR building societies) to tear down these unrenovated buildings. For tearing down -sometimes even complete perimeter block developments quite intact despite ugly looking facades- these building societies could get tear-down bonuses as well as cancellation of the debts on these old housing.

Especially in the cities of the Eastern part of Germany that still have quite intact and dense old housing areas this practice had become quite common over the last 5-6 years.

The result was that people had to move into newer housing (even though just renovated housing from the 60's to 80's) way outside the city with the effect that they needed connection to public transport, supermarkets, etc.

Now the "fathers" of the former regulations have realized that it would be much wiser to make old housing areas to be more attractive for new movers and "make" owners willing to renovate their property in order to foster the "dying" city centers (and keep cost for transportation, shopping also lower as time needed for that as you live just around the supermarket or your workplace is saved a lot - doesn't that sound sustainable?).

I wonder whether this 1.500€ bonus paid to movers into old housing is enough to make these areas attractive to people behind the time of spending the 1.500€?

Richard Florida, a professor for business and creativity at the University of Toronto, favors strongly to keep the heritage (=old housings, company buildings) as this is the history of our present day and from where the future emerges.

Anyway, it is a first step to rething the planning of how a grown city can be fostered in the present and future.

What are your findings?