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Saturday, January 12, 2019

Carmen - A Ballet by Johan Inger

George Bizet's opera "Carmen" is well-known, and the music of Habanera almost every one of us may have hummed away either singing or whistling. It is about a strong woman finding her way in a patriarchal society with all its "unintended" consequences back in the time.

The opera, the voices and the play on stage is what (probably) comes to mind when we hear about "Carmen". Yet, there is another "Carmen". Swedish choreographer Johan Inger created in 2015 a full-evening ballet based on the story that underlies the traditional George Bizet production for the Compania Nacional de Danza in Madrid (Trailer). Only a year later he got the Prix Benois de la Dance, equivalent to an "Oscar of the Ballet World". For this season the artistic director of the Semperoper Ballett in Dresden, Aaron S. Watkin managed to bring this piece on stage at the Semperoper Dresden (Premiere is on January 25, 2019 - at the moment no tickets for that evening).

As always each ballet company with its diversity of cultures, experiences, and context interprets such a piece in very unique ways. Even though we still have to wait for another two weeks to see the piece on stage there has been a great opportunity this morning to dive into the "real thing". Usually twice per season, the Semperoper Ballett gives the opportunity to the general public to follow their training classes and rehearsals of upcoming pieces in their main studio; check for Public Ballet Rehearsals. Of course one never knows what to expect until the very moment when entering the studio and receiving the overview leaflet. So one has to be curious and eager to let oneself be surprised by what emerges on the studio floor.

So we found ourselves today for four hours following the dancers on what is going to be the next great ballet production in Dresden. To get a glimpse of what to expect here the first of "Making of 'Carmen'" videos:


More about "Carmen" (ticket availability, prices, cast, etc.) via the Semperoper website, Semperoper Ballett pages (Instagram, Youtube, Facebook) and of course via the official hashtag on Twitter #SODCarmenBallett.

Reflection on the hours of the morning, in the known and well used #PresencingStatus manner:
  1. Good - having decided for all four hour-long sessions today; experience the diversity of the dancers; getting more excited to see the upcoming; good to see Anna Merkulova back after such a long time; reminding myself of the first connection with the company during the training sessions back at the Open Day 2010 which pulled my interest
  2. Tricky - not having taken the bananas and water upstairs (there was literally no time to get it downstairs); little time to chat
  3. Learned - almost no known faces in the participants' rows (always tricky to make other people curious about something they have no real clue what to expect); people in the resale business who work on Saturdays just miss opportunities like these (we met a neighbour on our way to town in the morning, and he told us that he did not know about that opportunity); time is running pretty fast when you are literally in the "flow" (four hours felt like nothing); ballet is always a place of learning more about human dynamics, and system dynamics in practice
  4. Action - great would be some kind of chat/networking gathering over coffee where dancers, ballet masters, pianists, other persons of the production and interested spectators can meet afterwards (at an appropriate place and time, like a small kind of meetup)

In Two Words:

Don't miss!

Tuesday, October 10, 2017

Industrie 4.0 und die Jungen Neugierigen

Am Freitag, den 6. Oktober 2017, machte der Global Manufacturing and Industrialization Summit (GMIS) auf seiner GMIS Roadshow, u.a. über New York City, Paris und Peking, bei GLOBALFOUNDRIES Fab1 im Dresdener Norden Station. Bereits einige Wochen zuvor war das Event nicht nur auf Facebook sondern auch über den offiziellen Twitteraccount GMISummit angekündigt worden (siehe links).

Worum geht es? Warum gerade in Dresden als erste und somit einzige Station in Deutschland auf der GMIS Roadshow, die bereits in New York City, Paris und Letztens in Peking Station machte?

https://gmisummit.com/thesummit/the-initiative/
GMIS wurde 2015 auf Initiative der Vereinigten Arabischen Emirate in Kooperation mit der UNIDO (United National Industrialization and Development Organization) sowie SIEMENS und GE gegründet. Im Frühjahr dieses Jahres fand der erste GMISummit in Abu Dhabi an der dortigen Universite Paris Sorbonne Abu Dhabi statt. Statt der erwarteten 1.500 Teilnehmer waren es rund 3.000 Teilnehmer aus allen Bereichen von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, um zu erfahren und zu erörtern, wie die weltweite Fertigung (engl.: manufacturing) zukünftig aussehen könne bzw. gestaltet werden soll, um die Sustainable Development Goals der UN gemeinsam zu erreichen.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind über den staatlichen Investmentfonds Mubadala, der Alleineigentümer des Chipproduktionswerkes GLOBALFOUNDRIES Fab1 (das größte seiner Art in Europa und mit ca. 3.500 MitarbeiterInnen aus 50 Nationen), seit Jahren intensiv mit dem Freistaat Sachsen verbunden. Ministerpräsident Stanislaw Tillich begrüßte die ca. 50 Teilnehmer im Konferenzzentrum und betonte, nicht nur in seiner Funktion als Ministerpräsident sondern auch als Ingenieur, dass "... Sachsen als starker Wirtschaftsstandort und innovative Region in Europa steht dank vieler engagierter Unternehmer und kluger Köpfe mittendrin. ... Es ist uns gelungen, die gesamte Wertschöpfungskette von Forschung und Entwicklung bis zur Produktion im Freistaat zu etablieren. Und es sind gerade auch die kleinen und mittleren Unternehmen, die mit ihrer Tatkraft und ihrem Ideenreichtum zu diesem Erfolg beitragen."

Badr Al-Olama, GMIS
Badr Al-Olama, Head of GMIS und Head of Aerospace Business Unit - Mubadala Investment Company (Strata Manufacturing, zertifizierter Lieferant von Composite-Teilen für Boeing und Airbus), und spezieller Gast an diesem Morgen brachte es mit einem kurzen Fakt auf den Punkt. Der Börsenwert von Apple (ehemals "nur" ein IT-Unternehmen) stellt mit seinem Börsenwert die gesamten Gründungsunternehmen des GMIS (zu denen auch SIEMENS und GE zählen) in den Schatten. Die Wirtschaftslandkarte hat sich im vergangenen Jahrzehnt enorm gewandelt. Unternehmen wie Apple und Google sind inzwischen auch im Bereich von Robotics, autonomes Fahren und anderen (digital getriebenen) Industriefeldern tätig und zunehmend als Produzenten aktiv. "How do we make manufacturing aspirational?" ("Wie machen wir die Produktion anziehend?") - ein Satz von Badr Al-Olama, der die Intention des GMIS auf den Punkt bringt und zugleich aufzeigt, welche Herausforderungen bevorstehen.

Dass dies möglich ist, zeigten erfolgreiche Akteure aus dem sächsischen Mittelstand, wie die XENON Automatisierungstechnik GmbH mit Sitz in Dresden sowie der FEP Fahrzeugelektrik Pirna GmbH, die beide mit mehreren hundert Mitarbeitern nicht nur Wertschöpfung in Sachsen, sondern auch global schaffen und dabei auch das Thema Digitalisierung aktiv umsetzen.

In einer hochkarätig besetzten Diskussion beleuchteten Vertreter von Fabmatics GmbH, SIEMENS AG Business Unit Factory Automation, Fraunhofer IWU sowie FEP Fahrzeugelektrik Pirna GmbH unter Moderation von Dr. Gerd Teepe, Director Marketing for Europe, Globalfoundries die Auswirkungen der Digitalisierung auf die sächsische Wirtschaft, sowie deren Chancen und Herausforderungen.



https://twitter.com/UNIDO/status/916240750446292992
Die Relevanz der digitalen Transformation und die internationale Vernetzung innerhalb der Wertschöpfungskette für die sächsische Wirtschaft betonte Stanislaw Tillich nicht nur in seiner Funktion als Ministerpräsident des Freistaat Sachsen, sondern auch als Ingenieur, der an der TU Dresden seinen Abschluss machte. Die anschließende Unterzeichnung des Memorandum of Understanding (MoU) zwischen der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH und der GMIS setzte ein weiteres Zeichen für eine künftige Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Noch sind es knappe zwei Jahre bis zum nächsten Global Manufacturing and Industrrialization Summit in Russland in Jekatarinenburg, #GMIS19. Hinreichend Zeit für sächsische Unternehmen der Fertigungsbranche, sich mit anderen lokalen Unternehmen zu vernetzen und darüber hinaus die vielfältigen Möglichkeiten der sächsischen Forschungslandschaft, angefangen von der E3 Forschungsfabrik in Chemnitz, dem Smart Systems Hub und dem DLR Institut für Softwaremethoden zur Produktvisualisierung, Zentrum für Additive Fertigung Dresden (AMCD) und anderen aktiv zu nutzen.

Kurzfazit in Form des bewährten #PresencingStatus (ein Standardprozess der Reflexion, der aus Theorie U bzw. dem MOOC #ulab hervorgangen ist):

  • Good - einwandfreies WLAN; Veranstalter (GMIS & Globalfoundries) selbst auf zahlreichen Social Media Kanälen aktiv während der Veranstaltung
  • Tricky - kurze Anmeldungsvorlaufzeit (nicht 100%iger Rückmeldeprozess); kein Laptop dabei (Tippen auf dem Smartphone eine langwierige Angelegenheit)
  • Learned - die Vereinigten Arabischen Emirate haben bereits (auch im Industriekontext, wie Mubadala) die traditionellen Kommunikationsmethoden exponentiell erweitert (Twitter, Instagram, Facebook, Youtube);
    "Wir sind noch viel zu langsam! Egal was sie machen, tun Sie es zweimal so schnell!" - Prof. Dr. Matthias Putz, Fraunhofer IWU
    "Win-Win-Situationen möglich machen!" - MP Stanislaw Tillich;
    "How many people here are born in the 80's here? And 90's I'd assuming nobody?" - Badr. Al-Olama in seinem Abschlussstatement (niemand im Publikum ist in den 80ern geboren, vier Teilnehmer in den 90ern);
    "We [UAE] always ask ourselves:'Why not?' Not, 'Why should things happen the way they are?'" - Badr Al-Olama 
  • Action - aufmerksam nach wertschöpfenden Möglichkeiten und Verbindungen Ausschau halten, die eine Win-Win-Situation für den Freistaat Sachsen und GMIS darstellen und möglich machen
Ausgewählte Berichte über die GMIS Roadshow in Dresden am 6. Oktober 2017:


Social Media:








Monday, March 20, 2017

Condensed Matter and why it Matters

Vom 19. bis 24. März 2017 findet erneut auf dem Campus der TU Dresden (dies im Wechsel mit Regensburg) die größte der Frühjahrstagungen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. statt. Wie heute morgen auf dem Pressegespräch zu erfahren war handelt es bei dieser Tagung um die Tagung der Gruppe Condensed Matter bzw. Festkörperphysik (sie beschäftigt sich hauptsächlich mit magnetischen Phänomen und neuen Materialien und macht ca. die Hälfte rund 62.000 Mitglieder der DPG aus) nebst weiterer Gruppen. Außergewöhnlich ist die bei einer wissenschaftlichen Tagung explizit erwünschte Beteiligung über Social Media (speziell Twitter) und Nennung des offiziellen Tagungshashtags #DPGDD17 auf der Website sowie der verfügbaren App (für iOS und Android).

* siehe Ende des Berichts
Prof. Dr. Ludwig Schultz, ehemaliger Direktor des IFW Leibniz-Institut für Festkörper und -Werkstoffforschung Dresden und inzwischen wissenschaftlicher Koordinator von DRESDEN-concept (ein Zusammenschluss der TU Dresden und weiterer 23 wissenschaftlicher Institutionen im Raum Dresden) gab einen kurzen Abriss über Geschichte und Besonderheiten der seit 2003 auch in Dresden stattfindenden Frühjahrstagung. Wie schon in Regensburg getestet gibt es auch in Dresden inzwischen ein remote-Tagungsbüro (am Dresdner Hauptbahnhof), um die Anmeldeprozesse von registrierten Teilnehmer noch flüssiger vornehmen zu können. Damit hat die DPG gegenüber anderen wissenschaftlichen Konferenzen auch im Ausland ein ausbaufähiges Alleinstellungsmerkmal, das den mit der Bahn anreisenden Gästen der Konferenzen ermöglicht, umgehend bei Ankunft mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des VVO unterwegs sein zu können. Über kommende Woche werden sich voraussichtlich rund 6.000 Physikerinnen und Physiker von Institutionen aus 45 Ländern (nicht berücksichtig sind hierbei die Zahl der Herkunftsländer, die wesentlich höher liegen dürfte).

Button zur Initiative
Angesichts der Vielfalt der vertretenen Kulturen und wie DPG-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Heuer betonte, "Forschung ist offen. Forschung braucht alle Köpfe dieser Welt." ist die Initiative "Physik ist weltoffen" gestartet worden. Nicht nur dass sich die DPG für Weltoffenheit, Toleranz sowie einen offenen Austauschen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt einsetzt, darüber hinaus gibt es bereits seit 2015 ein vom BMBF gefördertes Projekt "Physik für Flüchtlinge". Dieses wendet sich in erster Linie an geflüchtete Kinder und Jugendliche, um mittels des "Vermittlers" Physik und physikalische Phänomene, um Neugier, gegenseitiges Kennenlernen und Ankommen in der Gesellschaft zu ermöglichen. Nach einer ersten Pilotphase bis Mai 2017 ist die Förderperiode inzwischen bis 2018 verlängert worden. Ab Dienstag wird im Foyer des Hörsaalzentrums (HSZ) an der Bergstraße ein Infostand des Projekts zu finden sein.

Neben den obigen Aktivitäten ist auch zu erwähnen, dass noch im Sommer dieses Jahres in Jordanien das SESAME (Synchroton-light for Experimental Science and Applications in the Middle East) in Betrieb gehen wird. Ein Teilchenbeschleuniger basierend auf Grundlage des BESY in Berlin. Ziel dieses von der UNESCO unterstützten Projektes ist es, ähnlich wie das CERN, einen Ort zu kreieren, an dem WissenschaftlerInnen unterschiedlicher Herkunftsländer aus der Region und darüber hinaus gemeinsam an Experimenten zum wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn arbeiten.

Drei Schwerpunkte sind Thema der Frühjahrstagung in Dresden, wie der wissenschaftliche Leiter Prof. Dr. Martin Aeschlimann, TU Kaiserslautern, erläuterte. Diese sind zu unterscheiden in Felder Phänomene und Materialien:

1. Skyrmionen (Phänome), die insbesondere für neue Speichertechnologien von Relevanz sind. Anders als bei herkömmlichen Speichermedien, die anfällig für Defekte sind, ermöglichen Solitonen darin einen dichten Verbund und somit Vermeidung von Defekten

2. Perowskit (engl.:Perovskite) (Materialien), in dieser Materialklasse sind neue Arten entdeckt worden, die für Effizienzgewinne von Photovoltaikk vielversprechend sind, wenn auch die Produktion noch nicht absehbar ist

3. Supraleiter (Materialien), hier sind neue Eisenselenid-Verbindungen entdeckt worden, die durch Druck auf das Material die erforderlichen Übergangstemperaturen (Übergang von normal zu supraleitend) auf 77° K anhebt. Dies zieht neben möglichem Einsatz von Stickstoff statt Helium auch entscheidende Aufhebungen von Baueinschränkungen z.B. bei MRT (hierzu gibt am Montag, 20 Uhr, HSZ 01 (Hörsaalzentrum an der Bergstraße, Haltestelle Technische Universität Dresden) von Prof. Dr. Jens Frahm vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie Biomedizinische NMR Forschungs GmbH einen öffentlichen Abendvortrag mit dem Titel "Magnetresonanz-Tomografie - in Echtzeit")

Es dürfte erneut eine aufschlussreiche Woche für alle ReferentInnen und TeilnehmerInnen in Dresden sein, wo sich in 57 Hörsälen auf dem Campusgelände, mit Wegezeiten unter 8 Minuten und bestens ausgestattetem WLAN (sowohl EDUROAM, das jedem Wissenschaftler weltweit geläufig ist, als auch allgemeines WLAN, das zur Nutzung bereitsteht).

Gemeinsame Pressemitteilung der DPG Deutsche Gesellschaft für Physik e.V. und der Technischen Universität Dresden  (8/2017 vom 02.03.2017) mit weiterführenden Informationen und Links.


* Aufnahme aufgenommen unmittelbar nach dem Pressegespräch am 20.3.2017

v.l.n.r. Präsident der DPG Prof. Dr. Rolf-Dieter Heuer; Prof. Dr. Martin Aeschlimann, Sprecher der DPG-Sektion kondensierte Materie; Sara Schulz, Projektleiterin DPG-Projekt "Physik für Flüchtlinge; Prof. Dr. Kornelius Nielsch, Direktor, Institut für Metallische Werkstoffe (IMW) und Prof. Dr. Martin Schultz,  wissenschaftlicher Koordinator von DRESDEN concept, beide Chairs des lokalen Organisationsteams



Thursday, February 23, 2017

"Kunst ist der Kitt, der uns zusammenhält"

Am vergangenen Mittwoch luden die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst sowie der Landesverband Bildende Kunst Sachsen zum 1. Kulturfrühstück in den Lichthof des Albertinum ein.

Lichthof des Albertinum ©RalfLippold
Angesprochen waren in erster Linie bildschaffende (Bilder, Plastiken) KünstlerInnen aus Sachsen, um gemeinsam in den Austausch zu gelangen und auch die Nöte und Fragen unmittelbar von den Künstlerinnen und Künstlern zu erfahren. Dass auch weite Anfahrtswege nicht gescheut wurden, was den Wert der Veranstaltung unterstreicht, zeigten Teilnehmer auch aus den entfernten Gegenden des Freistaats wie z.B. Zittau.

Dr. Marion Ackermann, seit vergangenem Jahr die neue Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, führte als Gastgeberin in die von gut 100 Künstlerinnen und Künstlern besuchte Veranstaltung ein und erläuterte die Intention des Kulturfrühstücks. Sie betonte, dass es sehr wichtig in ihrer Arbeit und auch für Museen, wie die SKD, sei, "in den Kontakt mit wahren Menschen zu kommen." Obwohl die Kunst besonders in Dresden durch ihre Vielschichtigkeit, “der Kitt, der uns zusammenhält" (Dr. Marion Ackermann), doch oft (noch) zu wenig nach Außen präsent ist (abgesehen von den weltbekannten Kunstschätzen der Vergangenheit).

Am Stehisch in der Mitte (v.l.): Dr. Marion Ackermann,
Dr. Till Ansgar Baumgart, Uwe Gaul ©RalfLippold
Staatssektretär Uwe Gaul, SMWK, und Dr. Till Ansgar Baumhauer, Stellvertretender Vorsitzender des Landesverbandes Bildende Kunst Sachsen e.V. standen den interessierten Gästen ebenfalls Rede und Antwort. Bezugnehmend auf die Ankaufs- und Auftragsaktivitäten Augusts des Starken, das in der sogenannten "Wunderkammer" ("Grünes Gewölbe") nach wie vor heute zu bewundern ist, standen die Herausforderungen zeitgenössischer bildender Kunst und ihrer Künstler im Vordergrund. Eine höhere Wertschätzung der Werke, sei es durch direkten Ankauf oder durch die Richlinie für Ausstellungsvergütung für bildende Künstler/innen in Sachsen, auf der einen Seite und bessere Vermarktung der eigenen Kunst für ein interessiertes Publikum standen über weite Teile des Morgens im Vordergrund der Gespräche.

Als das Gespräch gegen kurz vor 14 Uhr in kleiner Runde beendet worden war stand fest:

das kann nur der Anfang weiterer ähnlicher (lokaler) Veranstaltungen sein!

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Wie stets an dieser Stelle eine kurze Reflexion ganz im Sine des #PresencingStatus:

Good

  • ein fantastischer Raum (Lichthof), der geradezu zum Dialog über Kulturen und Institutionen einlädt
  • offener Raum, Stehtische und kein "opulentes" Frühstück (das oft zur Ablenkung verleitet)
  • interessierte KünstlerInnen aus Nah und Fern, die mit Politik, Museumsvertretern (neben Frau Dr. Ackermann war z.B. auch der Direktor des "Grünen Gewölbes" Dr. Dirk Syndram zugegen)
  • offenes Gesprächsformat, das viele (Gesprächs-)möglichkeitsräume für alle Anwesenden eröffnete
  • kostenfreies WLAN über Telekom Hotspot (3 Stunden kostenloser Internetzugang via WiFi-Netzwerk MUSEUM_SKD) 

Tricky

  • "das Eis zu brechen" (die 1. Frage zu stellen) ist nicht einfach (man steht sofort im "Rampenlicht" und der allgemeinen Wahrnehmung [diejenigen, die sich getraut haben, Ihre Fragen und Erfahrungen loszuwerden werden sicherlich bereichert sein]
  • punktuell schwache Ausleuchtung des WLAN (ansonsten großes Lob (!) für dies Möglichkeit)
Learned
  • KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen stehen ähnlichen Herausforderungen gegenüber, um ihr Werk einem breiten Publikum sichtbar und verständlich zu machen, siehe auch Staatsministerin Frau Dr. Eva-Maria Stange während ihrer Laudatio beim letztjährigen KUWI Preis 2016 des DWZK e.V. in den Technischen Sammlungen Dresden
  • neugieriges Fragen bringt Lösungen auch in Fragen der digitalen Vernetzung (WLAN)
  • dank leidenschaftlichen Beitrags von http://gabriele-watterott.de, einer Künstlerin aus Zittau erfahren, die den "wirtschaftlichen Funken" in den Dialog brachte
Action
  • erste Aktivität via Twitter während der Veranstaltung 

Auf ein Wiedersehen im Lichthof des Albertinums!


Sunday, March 27, 2016

Easter - A Time of Rebirthing

Sometimes you bear thoughts you'd like to share with someone, but don't dare to do so. Then there comes a unique opportunity where sharing something like this is part of the course curriculum as in the past ScalingUpMOOC gracefully led by Stanford professors Huggy Rao and Bob Sutton.

One of the early, individual exercises was the PREMORTEM Exercise which I'd like to share today on Easter Sunday which stands for death and rebirth at the same time. Only taking the courage to move forward when all seems to be stuck, or fail, is when you succeed in life.

Happy Easter to All and thank you to all who have helped over the course of five decades to become who I am today, and in the future !!!


A Detoured Dream


The amazing global team of CitizenScienceLab during #ScalingUp MOOC


It is a day late in summer of the year 2017, the academic semester is shortly to begin and CitizenScienceLab should have been running as a high-level on-institute of the local university as their multi-disciplinary system dynamics institute.

Not quite so, the project had not taken off to reality, and the properties where it would be housed in the future are still abandoned, and unused (probably awaiting real estate speculation, or other).
What had happened?

Early in 2016, all looked promising, the years of connecting across the globe with top leaders in the field seemed to take fruit finally and scaling towards finalization looked as being just a mile ahead. What we underestimated was the inertia of institutions and their stakeholders to give us backwind to propel what sounded like a must in the turbulent times of the refugee crisis that had a massive (negative) impact due to weekly protest marches and bad-mouthing across the world, which did not stop before foreign researchers that the university was attracting just months before due to playing a prominent role in the Germany-wide "excellence initiative" in order to raise global awareness of scientific and research excellence in the region. An urge of action by the various government, city and business constituencies not taking into account of going for another more sustainable approach that what has a positive impact on the "learning society" seemed still the norm, as it often is the case in crisis situations.

The initiator of the project, thus known in the city and government circles over the years, undebatable had low credibility as everybody knew that two of his ventures (a consulting firm, and a coworking space he brought up in the aftermath of the financial crisis in 2009/2010 both failed). His global connectivity sort of scared people away, who were bound to their local communities, and often did not dare to speak in English or other languages than German. To overcome this shortcoming, he had built a global network of mentors, supporters and useful connections that even led him to C-level executives in VC funds, and tech giants hoping to tie all this together (via digital technology, for this he had initiated another startup in order to build up the trust of the local tech, science, arts and academic community over the years).

Yet all this did not look like a real scaling effort, and really hard work to most people around him, and who would be needed to bring the project to lasting success.

Being an „outsider" to the local community and a born West German respect and trust was not as high brought back by local stakeholders so it would have fueled positively the process, and being not in the academic circles sort cut off from any support from institutions that are currently supported financially within a running governmental funding scheme. So things just took time to evolve - too long it seemed.

What really „killed the cat" was the fact that various aspects and focus topics of the CitizenScienceLab, such as action learning, lean thinking, Theory U, system dynamics being used to solve complex challenges, whether, in the business, educational, governmental or societal context seemed way too broad and disconnected for most, especially scientists who became interested in the concept and offered to support and scale. In the end, everyone is just close to their own issues, life & work challenges. And the viable business model had been vague for too long, especially as there is nothing comparable to the idea (even though the former Dean for Graduate Education at MIT, Christine Ortiz just stepped back from this position in order to found a new kind of university without professors, curriculum or major, mainly based on project-based learning). The concept of citizen science is literally unknown in the region, and attracting larger parts of the civic society to get involved did not work, partially due to missing incentives or language constraints.

The mindset of scaling, especially in the face of obstacles, sometimes putting a gear down in speed is an unfamiliar assumption in society here, where it is believed that success comes from hard work and going through "concrete walls" (if it needs), where the founder and his team are mainly focusing on finding the most elegant solution with the given resources, and having the future (long-term) in mind as well.

As progress did not positively scale new people for the team did not show up, perhaps also due to not doing marketing and attracting bright minds to co-create this new institution in the city that is known lately for being reluctant to quick change (even for prototypes).

Even though the project is not running in 2017, being ready for the first students, entrepreneurs and citizens to learn about how to bring a systemic view and understanding to solve their complex challenges, there is no end to and a next future milestone for 2018 will be set (with all the learning along the way to play out in a positive way).

Anybody willing to make it happen in 2017 is very welcome to visit CitizenScienceLab

PS.: Anyone eager to learn more about what has happened over the years, and where it all originated, here the complete story from the beginning.

Wednesday, March 9, 2016

#zeitsmashing - Ein mutiges Experiment, das es in sich hat

Im Februar 2016 feierte die Wochenzeitung Die Zeit ihren 70. Geburtstag. Um dieses Ereignis nicht nur gebührend zu feiern, sondern gleichzeitig Inspiration für die Zukunft des bekannten Meinungsbildners zu sein, wagte man sich an ein "Konferenzformat, das die alten Grenzen einreisst" (Zitat aus dem Programmheft).

Anders als man es üblicherweise gewohnt ist von Konferenzen, seien es wissenschaftliche Tagungen zu einen "schmalen" Forschungsbereich (doch mit fast unendlicher Tiefe, die für den Außenstehenden in der Regel nicht mehr zu erfassen ist) oder technologisch orientierte Konferenzen, die Manager und Fachleute zu bestimmten Themen zusammenbringt, ein Format das überbordend an Vielfältigkeit der Themen und Akteure. "Smashing Ideas" war der Name der Veranstaltung und dieser war auch zugleich Programm.

Ein Tag ist kaum ausreichend, die Eindrücke aufzunehmen, die Verbindungen wahrzunehmen und daraus für die eigene Unternehmung oder die persönliche Entwicklung die richtigen Schlüsse zu ziehen.

Sind wir demnach vielleicht schon in einer Art von "Singularität" ("Is the Singularity Near?", Ray Kurzweil's book reframed) angekommen, einem Moment in dem wir nicht mehr gedanklich die sich einstellende Zukunft erfassen können?

Möglich, zumindest in einer gewissen Weise, denn wir können weder die uns erreichenden Informationen in ihrer Gänze erfassen, sie in unseren Gehirnen sinnvoll in Vorhandenes einbetten (größtenteils) und auch die "smarten" digitalen Geräte sind kaum in der Lage, diese Situation zum Besseren zu ändern (oder ist es bei Ihnen/Euch der Fall?).

Was fehlt? Tools und Möglichkeiten, die einzelnen Datenpunkte (Namen, Geschehnisse, Stories, ...) in einen/oder mehrere Kontexte einzubetten und daraus strategische und taktische Aktionen ableiten zu können.

Eine Übersicht über diverse Speaker, Themen und weiterführende Verbindungen kann u.U. auf neue sinnstiftende Verbindungen führen und Möglichkeitsfenster in die Zukunft eröffnen, die in dieser Weise am Tag in Hamburg nicht so unmittelbar möglich erschienen.

#SmashingIdeas (Link zum unten stehenden Bild), ein "Kunstwerk" (WikiWall genannt), das mehr als nur eine Konferenz und ein Experiment abbildet, das aktiv gestaltet (und gegebenenfalls) ergänzt kann.


Für alle, die überlegen, ob eine Teilnahme für sie in Zukunft bei #SmashingIdeas eine Alternative ist hier in aller Kürze der bewährte #PresencingStatus:


  1. Good - vielschichtige Konferenz den Bogen von Musik zu Space Travel spannend, WLAN, ein inspirierender Ort mit Geschichte (ehemalige Kranfabrik - wenn die Metapher erlaubt ist: Kräne, um Schätze zu heben, auch gedankliche), Hamburger Innovation und Weltoffenheit 
  2. Tricky - relativ späte Aktivität auf Social Media mit dem Hashtag #zeitsmashing, relativ weite Anreise aus der Partnerstadt Dresden
  3. Learned - sei immer neugierig, mache einen ersten Schritt und lasse Dich überraschen, was sich ergibt
  4. Action - lernen lernen lernen wie das uns umgebende vernetzte Wissen wertschöpfend über Grenzen des Denkens, Disziplinen und Organisationen gestaltet werden kann
Ein großer DANK an die Macher der Konferenz "Smashing Ideas" und für den Mut, etwas zu machen, was in der heutigen Konferenzlandschaft selten vorkommt: unterschiedlichste Domänen, Disziplinen, Personen, Sprachen und Kulturen an einem Ort zu einer Zeit zu verbinden!






Sunday, September 13, 2015

Chemie verbindet - Wissenschaftsforum 2015 Chemie der GDCh

Das Wissenschaftsforum 2015 Chemie der GDCh (Gesellschaft Deutscher Chemiker) zog vor wenigen Tagen (30. August - 02. September 2015) nicht nur 2.000 Wissenschafter aus Nah und Fern nach Dresden, sondern machte einmal mehr deutlich, welche Kompetenzen und Potentiale am "Standort am Rande der Republik" vorhanden sind und die es zu "wecken" gilt.

Es sollte das erste Mal sein, dass das Wissenschaftsforum 2015 mit all seinen Nebenveranstaltungen und Mitgliedersammlungen der unterschiedlichsten Fachgruppen im Osten Deutschlands stattfand, wie Prof. Dr. Michael Ruck, TU Dresden und Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe, und Vorsitzender des lokalen Organisationskomitees während der Pressekonferenz in der Börse Dresden betonte.

Dresden ist inzwischen in der allgemeinen Wahrnehmung als Standort des bedeutendsten europäischen Mikroelektronikclusters und diverser Forschungsschwerpunkte (z.B. Life Science, Nanotechnologie) der TU Dresden, die seit Sommer 2012 den Status einer Exzellenzuniversität trägt. Mit Chemie hingegen verbindet man die hiesige Wissenschafts- und Wirtschaftsszene nur selten. Die wenigsten werden wissen, dass Silikon in einer Nachbarstadt Dresdens, Radelbeul, mehr durch Zufall vom Chemiker Richard Müller entdeckt worden ist. Dabei, dessen sollten wir uns stets bewusst sein, steckt Chemie letztendlich in allem, was uns umgibt, vom Alltagsstoff bis hin zu neuen Werkstoffen (die Werkstoffwoche findet vom 14.-17. September 2015 übrigens ebenfalls in Dresden statt). 

Das Motto "Chemie verbindet", das betonte Dr. Thomas Geelhaar, Merck KGaA, Darmstadt und noch amtierender GDCh-Präsident (seine Nachfolgerin wurde auf dem Wissenschaftsforum 2015 gewählt und wird ab Januar 2016, die Präsidentschaft übernehmen), war nicht ohne Bedacht gewählt worden. Chemiker agierten in den vergangenen Jahrzehnten zu oft in ihren Elfenbeintürmen und hinter schwer dechiffrierbaren Formeln und Begrifflichkeiten, in einer immer komplexeren und mit großen Herausforderungen bedachten Welt (man denke an Energie, Nahrung und Wasserversorgung), die förmlich nach mehr Interdisziplarität und allgemeinverständlicher Kommunikation und neuen Formen der Wissensvermittlung rufen. Hier hat die während seiner Amtszeit gegründete Arbeitsgemeinschaft "Chemie und Gesellschaft" innerhalb der GDCh bereits einige Grundlagen für die Zukunft geschaffen, wie z.B. das Sonderheft "Der Menschenplanet - Aufbruch ins Anthropozän", das in enger Zusammenarbeit dem Deutschen Museum in München entstanden ist.

Dass die Vermittlung von Wissen, dessen Wert für die Gesellschaft und dessen Nutzbarmachung für Problemlösungen gesellschaftlicher, ökologischer und wirtschaftlicher Art maßgeblich von der Sprache abhängt ist der Präambel der zuvor genannten Arbeitsgemeinschaft "Chemie und Gesellschaft" zu entnehmen:

"Hierbei sollten wir eine größere Bereitschaft zur Transdisziplinarität bis hin zum Brückenschlag 'Chemie und Geisteswissenschaften' zeigen und andere Disziplinen wie Kunst, Architektur oder Musik einbeziehen, um Begeisterung zu wecken"

Begeisterung wecken - das verwirklichte Prof. Dr. Stefan Hell, Träger des Nobelpreises in Chemie 2014, den er für seine Arbeit im Bereich der Fluorreszenzmikroskopie erhielt, mit seinem fulminanten Vortrag am letzten Tag des Wissenschaftsforums 2015. Die von ihm entwickelte Methode macht mikroskopische Auflösung unter die von Ernst Abbe postulierte ca. 200 nm (1/2 Wellenlänge des sichtbaren Lichts) hinaus möglich - dies durch einen (zunächst) physikalischen Trick. Selbstverständlich ist es mit Elektronenmikroskopen schon länger möglich geringere Auflösungen zu erreichen. Doch ist dies nicht z.B. bei lebenden menschlichen Zellen möglich. Durch bestimmte Substanzen können Zellenarten gezielt derart angeregt werden, dass sie Licht aussenden. Dies ermöglicht die Wahrnehmung mittels eines Lichtmikroskops. Jedoch sind bei der Sicht durch das Objektiv zur gleichen Zeit eine Vielzahl von Lichtpunkten innerhalb eines Schärfebereichs (ähnlich wie die bei einem Kameraobjektiv abhängig von der Blende der Fall ist).

Der geniale "Trick" den Prof. Stefan Hell umsetzte: die Leuchtanregung der nicht für die Beobachtung relevanten Zellen unmittelbar zu unterdrücken, d.h. sie dunkel zu lassen - "Make sure the molecule (cell) gets into the dark". Die Anzahl der An-/Aus-Zyklen entscheidet nun über die Auflösung und nicht mehr die Güte des Objektivs. Eine radikale, wenn auch schlichte, Idee, die zu zahlreichen Rückweisungen des Konzepts bei internationalen Journalen führte und ihm dann doch schlussendlich den Nobelpreis für Chemie 2014 gemeinsam mit zwei weiteren Kollegen einbrachte.

Was ehemals als physikalisch-optische Frage begann hat sich nun gewandelt zu "Today it's a chemistry problem!", denn die Suche nach erforderlichen Molekülen, die die Fluoreszenz der Zellen unmittelbar ausschalten, hat erst begonnen.

In aller Kürze wie schon zu vergangenen Konferenzen, ob live oder digital begleitet hier der aktuelle PresencingStatus:


  • Good - Internationale Crowd in Dresden, sehr offene Chemiker-Gemeinschaft, die auch moderne Kommuniktionsmedien wie Twitter und Facebook aktiv nutzt (offizieller Hashtag und freies WLAN (!) in den Veranstaltungsräumen inklusive), Internetauftritt zweisprachig und die meisten der Vorträge auf Englisch
  • Tricky - bedingt durch die Masse an zeitgleichen Vorträgen war die Messe Dresden als Veranstaltungsort ausgewählt, die jedoch nicht in der Weise auf Konferenzen wie für Messen ausgerichtet ist (Steckdosen waren Mangelware in allen Räumlichkeiten, die diese bislang einzeln abgerechnet werden)
  • Learned - Wissenschaftsgemeinschaften, die über Jahrzehnte bzw. -hunderte in Fachkreisen kommuniziert haben ist ein Wandel hin zur Nutzung von neuer digitaler Kommunikationsmedien ein langer Weg, wobei die GDCh einen mutigen Schritt nach Vorne gewagt hat, der sich über Dauer auszahlen wird, auch um Chemie und dessen Bedeutung in Bevölkerung, Politik und Wirtschaft präsenter zu machen
  • Action - weiterhin über Felder und Fachdisziplinen schreiben, die als Boundary Object (siehe auch Beitrag zu Kartographie Boundary Object auf der 26. International Cartographic Conference Dresden 2013) die Fähigkeit haben andere Disziplinen und Stakeholder für breitere Ziel zusammenzubringen, sozusagen als Katalysator für die Zukunftsentwicklungen zu fungieren








Wednesday, May 20, 2015

Ein guter Ort - notwendige oder hinreichende Bedingung für gesellschaftlichen Dialog?

Am 28.03.2015 fand im Internationalen Congress Center Dresden die 1. Dresdner Bürgerkonferenz statt. Ebenfalls an diesem Ort hatte am 21.01.2015 das 1. Dialogforum Sachsen stattgefunden. Und doch waren die Veranstaltungen grundverschieden.

Einige Wochen später, gegen Ende März 2015, fand das inzwischen 2. Dialogforum Sachsen an einem neuen Ort, dem Albertinum, statt, zu dem wiederum rund 300 Bürger Sachsens eingeladen bzw. durch einen notariell begleiteten Auswahlprozess ihre Einladung per Telefonanruf erhielten.

Was einige Wochen zuvor seinen Anfang im Internationalen Congress Center Dresden genommen hatte, fand an diesem Abend im überdachten Innenhof des Albertinums seine Fortsetzung. Kurz nach der Neueröffnung des Albertinums im Oktober 2010 wurde dieser "neue" Raum erstmals vollständig für eine künstlerische Inszenierung genutzt. Das Semperoper Ballett führte dort die Choreographie von Jiri Bubenicek auf und das Publikum, das den TänzerInnen während vier Vorstellungen an zwei Tagen durch die Räumlichkeiten des Museums auf Schritt und Tritt folgte war fasziniert.

Diese Erinnerungen an die Tage im Oktober 2010 waren es, die mich beim Eintreten in den unübersehbar mit Dutzenden von weißen Tischen und noch mehr Stühlen und Menschen aus Dresden, Sachsen und dem Ausland (die in Sachsen wohnen, leben und arbeiten) gefüllt war nachdenklich werden lassen.

"Was wird der Abend bringen?" - unbestimmte Neugier überfiel mich, und nicht nur mich.

Graphic Recording of #ULab MOOC by @kelvy_bird


Kurz zuvor hatte ich mich bereits mit zwei Teilnehmern des MOOC "U.Lab: Transforming Business, Society and Self" aus Dresden getroffen, um das Dresden U.Lab Hub mit einem persönlichen Kennenlernen zu starten. Ein 1-minütiger persönlicher Vorstellungspitch, wie wir es inzwischen bei unseren regelmäßigen Treffen von "Dresden Business International Group" halten, brachte die Grundlage für einen intensiven Dialog, der uns über leckeren Kaffee (auch mit Sojamilch) fast den Start des #Dialogmiteinander im Nachbargebäude vergessen ließen.

Das Albertinum, ein (aus meiner persönlichen Sicht) wahrhaft "guter Raum", der als Katalysator zwischen Bürgerschaft und diversen Themen, ob Kunst, Technologie oder wie am heutigen Tage sozialen Herausforderungen, dienen kann. Möge es der Beginn vergleichbarer Veranstaltungen dieser Art dort gewesen sein. Die Energie, die in diesem ausladenden Raum innewohnt ist unvergleichlich (dies ist ein persönlicher Eindruck).

Nachdem wir als TeilnehmerInnen im Vorraum, neben der Skulpurenhalle, über die Teilnehmerliste verifiziert worden waren musste sich für eines der beiden Themenfelder "Asyl" und "Bürger, Gesellschaft, Politik" für den Abend entschieden werden. Ein Tischlos machte den "Anmeldeprozess" komplett und so konnte der Abend beginnen.

Es warteten einige Stunden mit hitzigen, interessanten und perspektivenöffnenden Gesprächen (noch kann man es nicht Dialog im Engeren bezeichnen, denn noch herrschte eine Darlegung der unterschiedlichen Positionen an den Tischen vor, ohne einen gemeinsamen Blick in die Zukunft zu eröffnen) - #Dialogmiteinander (der Dialog auf Twitter, der im Verlauf der inzwischen drei stattgefundenen Veranstaltungen merklich abgenommen hat).

Zwischenzeitlich (dieser Beitrag schlummerte einige Wochen) hat das 3. Dialogforum Sachsen (diesmal in Chemnitz im Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (emac) stattgefunden. Eine wiederum neue Umgebung, neues Publikum, Weiterführung der bereits beim 1. Dialogforum Sachsen begonnen Gesprächsthemen.

Drei Mal ca. 300 Sachsen (Einheimisch und Zugewanderte aus aller Welt) - reicht das, das soziale Feld eines ganzen Bundeslandes zu verändern? Was macht man als Bürger, wenn man nicht ausgewählt worden ist oder wegen der Entfernung zum Veranstaltungsort keine Möglichkeit der Teilnahme hat? Ist es eine rein politisch getriggerte Veranstaltung oder liegt die Intention an der aktiven Einbindung des Bürgerwillens?

Fragen, die sich jeder selbst beantworten mag und auch mit ihrer bzw. seiner inneren Einstellung aktiv zu fördern kann.

Nachfolgend einige weitere Stimmen/Blogs zu den vergangenen Veranstaltungen des Dialogforum Sachsen:

Dialoggestalter (Kurzbericht von den Veranstaltern des Formats "Dialogforum Sachsen")
Sachsen Fernsehen (Bericht vom 3. Dialogforum Sachsen)
Katharina Weyandt (Teilnehmerin 3. Dialogforum Sachsen)
Jan Pötzscher (Teilnehmer 2. Dialogforum Sachsen)
Antje Osiander (Teilnehmerin 1. Dialogforum Sachsen)
MDR Sachsen (Bericht vom 1. Dialogforum Sachsen)

Hier der vollständige Abschussbericht zu den drei durchgeführten Veranstaltungen von #Dialogmiteinander (Dresden und Chemnitz) von Dialoggestalter

Zum Abschluss meine Gedanken mit ein paar Wochen Distanz im bewährten Presencing Status:
  • Good? - ein faszinierender Ort, heterogenes Publikum, Gesprächsformat
  • Tricky? - an den Tischen fehlte ein erfahrener Moderator/Facilitator, dominante Tischteilnehmer drängten leisere Teilnehmer aus dem Gespräch (wenn auch oft unbeabsichtigt), Online-Partizipation via "Dialog miteinander in Sachsen" komplizierter als zunächst angenommen
  • Learned? -Veränderungen innerhalb von "lebenden Systemen", wie es die Gesellschaft mit ihren zahlreichen Schichten, Gruppen, Bedürfnissen und Erfahrungen darstellen benötigen Zeit, Einfühlungsvermögen, Transparenz (über den Prozess und die Ziele) sowie eine gemeinsam teilbare Vision, in der sich alle Bevölkerungsgruppen in der einen oder anderen Weise wiederfinden
  • Action? - Gedanken niederschreiben und online stellen (was hiermit geschehen ist)

UPDATE 2018-11-21
Die 5. Ausgabe des MOOC "u.lab - Leading From the Emerging Future" läuft seit Mitte September (wie jedes Jahr) und endet Mitte Dezember 2018.

Zusätzlich existiert ein weiteres Projekt "Transforming Capitalism Lab", eine Kooperation zwischen dem Presencing Insittute und der Huffington Post. Ab 2019 wird dieses Projekt in "Societal Transformation Lab" überführt, das für Teams von 4-5 Personen offen ist.

UPDATE 2017-10-16
Seit 16. September findet bereits zum 4. Mal der MOOC "u.lab - Leading From the Emerging Future" statt. Einstieg ist jederzeit möglich.

Kurssprache ist Englisch. In Sachsen gibt es auch deutsch- bzw. englischsprachige Aktivitäten. Mehr unter: #ulabsaxony (auf Twitter und Facebook)

UPDATE 2017-05-10:
Seit dem 20. April 2017 läuft ein Prototyp-MOOC (Vorbereitung für den regulären MOOC "u.lab - Leading From the Emerging Future" im Herbst auf der neuen Webpräsenz.

Eine Teilnahme ist jederzeit möglich! Die Kurssprache ist Englisch.

Tuesday, May 19, 2015

Unverhofft kommt oft - oder was der Freischütz mit dem wahren Leben zu tun hat

Nachdem vor gut einem Monat die Einführungsmatinee zur Neuinszenierung von Carl Maria von Webers "Der Freischütz" an der Dresdner Semperoper anstand ging es in die von Peter Schneider am Pult geleitete Aufführung.

Quelle: Spielplan Semperper 
Es war nach langer Zeit die erste Oper bzw. Neuinszenierung, die nicht nur aus einem Impuls der Neugier nach der Einführungsmatinee am 14. April 2015 heraus gekauft worden war sondern auch hier im Blog eine ausgiebige Erwähnung findet.

Bereits die fast ausverkaufte Einführungsmatinee (ungewöhnlich) und der Hinweis von Regisseur Axel Köhler, dass es seit der ersten Aufführung Semperoper 1822 (die Premiere fand 1819 in Berlin statt) schon fast 1.500 (!) Aufführungen dieser romantischen Oper an der Semperoper gab, ließ aufhorchen.

Für all diejenigen, denen der Inhalt der Oper unbekannt ist, hier in aller Kürze und dem Spielplanheft Mai/Juni/Juli der Semperoper Dresden entnommen:

"Das verzweifelte Verlangen nach Erfolg zieht den Jägerburschen Max in die finstersten Abgründe des nächtlichen Waldes und der menschlichen Seele. Max, einst bester Schütze weit und breit, steckt in einer Pechsträhne. Ein einziger Schuss soll über seine Heirat mit Agathe entscheiden - eine zu wichtige Angelegenheit, um sie dem Zufall zu überlassen. Um Mitternacht in der Wolfsschlucht gießt max mit dem zwielichtigen Kaspar die verfluchten Freikugeln, die niemals fehlgehen."

Das ausverkaufte Haus wirkte ca. 15 Minuten vor Start der Vorstellung wie ein ungebändigter Bienenschwarm, die OrchestermusikerInnen im Graben probten die letzten Tonfolgen und die Plätze hatten sich weit in die Stehplatzreihen im 4. Rang gefüllt. Erst die Ouvertüre zu "Der Freischütz" brachte das "Soziale Feld" zur Ruhe.

Was dann über gut zweieinhalb Stunden folgte ließ nicht nur musikalisch, sängerisch und spielerisch überraschen. Sah doch das Bühnenbild zunächst vergleichbar der Installation "Die Königskinder" aus und gedanklich war man schon (fast) in diesem Bild verhaftet. Doch Axel Köhler hatte nicht zu viel versprochen. "Schlag Mitternacht" brach die "Wolfsschlucht" aus der Hausinstallation heraus und man fand sich unvermittelt im düsteren Dickicht des "wahren Lebens". Der Druck, dem Max im Werben und Finden seiner Angebeteten durch deren Vater ausgesetzt sah, ist auch in heutigen Real-Umgebungen, sprich der selbst erlebten Arbeitswelt, sehr oft zu finden.

"Wie wird damit (zu oft) umgegangen?"

Überstunden, Aufputschmittel, Arbeit am Wochenende, ..... und und und.

"Nutzt es wirklich etwas, das Glück mit diesen "Freikugeln" herauszufordern, um dann noch tiefer zu fallen?"

Ganz sicher nicht. Max hat das Glück, dass ein Mentor (der Weise Mann) ihn wieder in der Gegenwart ankommen lässt (wo doch alles schon verloren, die Angebete "tot" und die Zukunft nichts mehr wert schien).

Was ist von dieser "romantischen" Oper zu lernen, das man auch im heutigen Leben gebrauchen kann: konzentriere Dich auf Stärken, Tiefen entpuppen sich oft als Grundlage für künftige Höhen, entsage "Freikugeln" und sei dankbar für einen Mentor, der Dein authentisches "Ich" wahrnimmt und die Stärke hat, dies auch gegenüber anderen in Deinem Leben wichtigen Personen zu artikulieren.

Wer Lust auf mehr bekommen hat: heute am 19. Mai 2015, 19:00 Uhr heißt es wieder "Der Freischütz" in der Produktion von Axel Köhler an der Dresdner Semperoper.

Zum Abschluss mein persönlicher Presencing Status wie stets in aller Kürze:

  • Good - Integration von Gesang, Musik, Sprache, theatralischen Episoden (Kampf), Einspielung von "Überstimme"; Überraschungseffekte; komplexes wandlungsfähiges Bühnenbild, das die Stimmung der Entstehungszeit ausstrahlte; Licht- und Soundeffekte wie selten in einer Oper erlebt; Übertitel (trotz überwiegend gut verständlichen Gesangs)
  • Tricky - ein Hörplatz im 4. Rang, der den kompletten Überblick über die Szene zu einer fortwährenden Herausforderung werden ließ
  • Learned - Einführungsmatineen sind das "Salz in der Suppe" für den neugierigen Opernamateur (ab der neuen Spielzeit 2015/2016 heißt dieses Format "Premieren Kostprobe" und am 5. Oktober 2015, 18 Uhr ist die nächste Möglichkeit); SängerInnen und Chormitglieder besitzen sprachliche, komödiantisch und spielerische Fähigkeiten, die oft in dieser Weise in traditionellen Opern nicht zum Tragen kommen (die Vielfalt bereichert stets, denn sie spricht unterschiedliche Sinne beim Publikum an)
  • Action - die Blogreihe zu Oper- und Ballettbesuchen an der Semperoper Dresden fortführen wie ich sie im Oktober 2010 mit diesem Beitrag begann

Monday, December 15, 2014

Die Königskinder - beileibe kein Märchen

An einem verregneten Sonntag um 11 Uhr hieß es in Semper 2 wieder einmal "Einführungsmatinee" (lange waren wir nicht dabei). Sicher eine Einführungsmatinee ist nicht eine Oper und Semper 2 ist tatsächlich nicht mit der Semperoper zu vergleichen. Wer sich auf den Zauber dieser "unscheinbaren" Probebühne einlässt, die seit knapp fünf Jahren auch Raum für experimentelle Produktionen bietet, wird jedes Mal wieder angenehm überrascht.

Kurz vor dem Start in Semper 2
Waren kurz vor 11 Uhr die "Roten Sofas" noch leer, so waren doch die Zuschauerränge bereits gut gefüllt. Auffällig war, dass die Altersgruppe zwischen 30 und 50 Jahren deutlich unterrepräsentiert war und so mancher der für eine Führung durch's Große Haus anstand hätte hier durchaus nicht nur ein Plätzchen, sondern auch Einblick in die kommende Premiere "Die Königskinder" von Engelbert Humperdinck bekommen können. Auf den ersten Blick mag die Oper an ein Märchen erinnern, doch das Libretto, das in den letzten Jahren des vorletzten Jahrhunderts von Elsa Bernstein geschrieben worden ist hat einen stärkeren Bezug zur Jetztzeit als man zunächst denken mag. 

Valeska Stern, Dramaturgin der kommenden Produktion, führte sehr routiniert und authentisch in die Oper und einige Hintergründe ein. Es war zu spüren, dass die Arbeit mit dem Regieteam rund um die niederländische Regisseurin Jetske Mijnssen und Bühnen- und Kostümbildner Christian Schmidt während der vergangenen Wochen Spaß gemacht hatte. Man darf also auf die Premiere am 19. Dezember 2014 gespannt sein.

Eine Einführungsmatinee wäre keine an der Semperoper wenn nicht auch einige Protagonisten der Produktion eine stimmliche Kostprobe geben würden. An diesem Sonntagmorgen waren es Tichina Vaughn, die die Rolle der Hexe einnimmt und Christoph Pohl, der den Spielmann mimt.

Nach reichlich einer Stunde und fünfzehn Minuten stand fest: diese Produktion muss besucht werden.

Abschließend noch die Reflexion in Kurzform als #PresencingStatus:

Good - ein lohnender Sonntagmorgenbesuch in der Semperoper, Einführung in die Oper "Die Königskinder" inklusive einiger geschichtlicher Hintergründe

Tricky - eigentlich nichts bis auf die Tatsache, dass Frage aus welchem Grunde faszinierende Einführungsmatineen nicht die ihr verdiente Anziehungskraft haben

Learned - "Märchen" wie "Die Königskinder" haben mit der uns umgebenden Realität gemein als es auf den ersten Blick scheinen mag, Erinnerungen an "Verstummte Stimmen" (Elsa Bernstein [ein Abriss über Ihr Leben im Literaturportal Bayern] erlitt gleiches Schicksal wie viele jüdische Mitbürger in den 30er/40er Jahren)

Action - Besuch der Oper [Veranstaltungsübersicht inkl. verfügbarer Karten] (persönlich Karten für eine der künftigen Vorstellunge erstanden), wer am 19. Dezember 2014 die Premiere besucht (und auch spätere Vorstellungen) möge die Hashtags #DieKönigskinder & #Semperoper verwenden

Friday, November 14, 2014

SmartCityDresden - Was möchten Bürger, Stadtverwaltung, Unternehmen wirklich?

Die zweitägige Veranstaltung THINK! Smart City Dresden, die im Rahmen des Wissenschaftsjahr 2014 Ende vergangener Woche in den Technischen Sammlungen Dresden stattfand zeigte eines:

"smart" assoziiert in den Köpfen der Meisten von uns, dass alles mit dem Thema "smart" in der einen oder anderen Form mit dem "Smart"-phone zu tun hat.

Doch ist es das wirklich?

Mentale Modelle von uns, wie das oben beschriebene bewirken, dass Dinge um uns herum unverzüglich in bestimmte Schubladen in unserem Kopf verpackt werden, ohne dass wir noch weiter darüber nachdenken warum dies so ist. Man spricht auch landläufig von Vorurteilen. Sind diese erst einmal angetriggert fühlen sich all diejenigen ausgeklammert, die kein Smartphone (ich übrigens selbst bis vor wenigen Wochen nicht) besitzen oder aus bestimmten Gründen keines besitzen möchten.

Bilderwand im Foyer der Technischen Sammlungen Dresden

Was zunächst wie eine Technologieveranstaltung aussieht, immerhin handelt es sich beim dem Mitveranstalter Silicon Saxony e.V. um das größte europäische Cluster der Mikroelektronik in Europa, erschließt sich bei näherer Betrachtung als ein bürgernäheres Projekt als zunächst erwartet.

Seit einigen Jahren gibt es den Integrieren Stadtentwicklungsplan (INSEK) der Landeshauptstadt Dresden, der 2002 erstmals durch den Stadtrat bestätigt worden ist und seitdem kontinuierlich fortgeschrieben wird. Inzwischen erfolgt die Fortschreibung unter dem Namen "Zukunft Dresden 2025+" mit mehreren Schwerpunktfeldern der Stadtentwicklung, die bereits 2012 in einer Bürgerbeteiligung (mit zahlreichen veröffentlichen Vorschlägen Dresdner BürgerInnen) Ausdruck fand. 2013 fand sich die Landeshauptstadt Dresden mit Silicon Saxony e.V. zusammen, um das Konzept einer "klugen" Stadt weiter voranzubringen, wie dem Computer-Oiger (einem sehr lesenswerten Blog zu technologierelevanten Themen rund um Dresden) im Juni 2013 zu entnehmen war. Der 8. Silicon Saxony Day einige Tage später des gleichen Jahres brachte dann den Anstoß, über einen geführten Design Thinking Prozess, erste Ideen für Prototypenfelder zu entwickeln.

Mit einem Schärfungsversuch wurde am vergangenen Donnerstagabend in den Technischen Sammlungen Dresden nach einigen Impulsvorträgen und einer Live-Skype Schaltung nach Berlin (da aufgrund des Lokführerstreiks keine Züge fuhren) zum Deutschen Institut für Urbanistik der Boden für die Workshops und anschließende Publikumsdiskussion bereitet.

"Welche Bilder und Begriffe verbinden Sie mit einer Smart City Dresden? Welche Besonderheiten hat Dresden für die Entwicklung zu einer Smart City Dresden?"

"Welche Handlungsfelder sollten weiter adressiert werden? Inwieweit kann eine Periodisierung erfolgen?"

"Was sind die nächsten Schritte? Welche Kooperationen sind wichtig? Wie können Bürgerinnen und Bürger Teil dieser Entwicklung werden?"

Dass es in Dresden bereits eine Vielzahl von "smarten" Lösungen innerhalb des Stadtraums gibt, die wir schon längst mehr wahrnehmen, von der mit RFID-Chips ausgerüsteten Mülltonne bis zu einigen verkehrlichen Lösungen wie dem Verkehrsmanagementsystems VAMOS (Liste einiger Projekte auf Dresden.de) ist uns möglicherweise nicht so bewusst. Für Lösungen diesen Umfangs bedarf es durchaus starker Partner wie der TU Dresden und den Unternehmen, die sich im Silicon Saxony e.V. zusammengeschlossen haben.

Wenn es darum geht, kleinteiligere Bürgerbelange durch clever eingesetzte Technik, ob es sich um die altersgerechte Wohnung mit Bewegungssensoren oder (semi-)automatischer Heizungs- und Fenstersteuerung, die Vernetzung von Kunst- und Kulturorten innerhalb der Stadt, oder dem smarten Studienbegleiter auf dem Smartphone handelt - es gibt zahlreiche Möglichkeits- und Umsetzungsfelder, die auf Umsetzung warten. Die vier im Rahmen der öffentlichen Diskussion am Freitagabend vorgestellten Projektideen gab einen ersten Eindruck von dem, was auch in Dresden möglich ist. "Wir haben die Kompetenzen des gesamten Prozesses in Sachsen, um Smart Cities zu realisieren.", so Michael Kaiser, Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden.

Was es heißt, das kreative Potential der Bürgerschaft dieser Stadt zu entfachen und die Bürgerbeteiligung über Generationen, Herkunft und Bildung möglich zu machen, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten im Rahmen der Dresdner Debatte offenbaren können.

Otto Scharmer

* oft entwickeln sich diese aus Fragen, warum bestimmte die Bürgerinnen und Bürgern betreffende Vorgänge in einer Stadt nicht einfacher verlaufen können.

(Fast) unbegrenzter Möglichkeitsraum (gesehen vom Turm der Technischen Sammlungen Dresden

Wednesday, July 2, 2014

Wissenschaftler - bitte an Bord!

Dresden ist in aller Munde. Zumindest was Forschung und Wissenschaft angeht auf alle Fälle. Hat doch die TU Dresden seit Sommer 2012 den Status einer Exzellenzuniversität (unter 11 im Bundesgebiet die einzige in einem ostdeutschen Flächenstaat). Doch ist eigentlich klar, welch ein Schatz sich hier mitten unter uns befindet?

Veröffentlichungen, Papers, Konferenzen - das zeichnet in der Regel Wissenschaftler aus. Zu oft jedoch ist man als Bürger zu weit weg von den wissenschaftlichen Themen, um den Wert und Umfang der Forschung zu verstehen.

Was liegt also näher als den Wissenschaftler aus dem Labor in die Öffentlichkeit zu bringen?

So kam es am 25. Juni 2014 zur 2. Auflage von "#2im ...", die im Februar mit "#2imTurm" in den Technischen Sammlungen mit Prof. Gianaurelio Cuniberti, Prof. für Nanotechnologie an der TU Dresden und Dr. Susanne Eaton, Group Leader and Researcher at MPI-CBG (Max-Planck-Institute for Cellular, Biology Genetics) begann.

Was zunächst hoch hinaus in die Wolken ging, sollte diesmal tief ins Wasser der Elbe gehen: #2imBoot

Der Schaufelraddampfer "Dresden" der Sächsischen Dampfschiffahrtsgesellschaft wurde Ort des Geschehens, zwar angedockt am Pier am Terassenufer, doch sollte jeder der Teilnehmer an diesem Abend den Flair eines Dampfschiffes mit nach Hause nehmen können. Startete doch der Abend rund um den Maschinenraum in der Mitte der "Dresden".

Prof. Dr. Holger Brandes, Rektor der EHS (Evangelische Hochschule) fand sich als Erster "in der Bütt" oder auch Mini Science Slam wieder ("gefühlte" 2 m unterhalb des Wasserspiegels auf dem Boden des Maschinenraums - Anmerkung: Tiefgang des Dampfers ca. 90 cm) wo er seine aktuelle Forschung zu Männern in Kitas innerhalb von 5
li Prof. Brandes, re Tony Heyman
Minuten dem interessierten Publikum darlegte. Was zunächst wie ein Missgeschick aussah (der von ihm zu präsentierende Modellkoffer fegte mit Gravitationsbeschleunigung 'gen Boden und zeigte seinen vollständigen Inhalt), trieb nicht nur den Adrenalinspiegel bei allen Anwesenden nach oben sondern auch den von Prof. Brandes. Anschließend konnten wir den zweiten Wissenschaftler des Abends, Dr. Anthony (Tony) Heyman, einer der Direktoren des Max-Planck-Instituts Cell Biology and Genetics, als Nächster erleben.

Über den Zeitlauf von gut zwei Stunden konnten beide Wissenschaftler auch von ihren persönlichen
Seiten erlebt werden, ein Querflötensolo von Tony Heyman (welche Rolle dieses Instrument während seiner Zeit in San Francisco spielte konnten -leider- nur die Anwesenden erfahren) und die Malleidenschaftl von Holger Brandes war nur die Spitze des Eisberges was an diesem Abend erlebt werden konnte. Allen, die nicht kommen konnten sei eine Teilnahme bei der nächsten Ausgabe von #2im... wärmstens empfohlen.

Meine persönliche Kurzkritik soll wieder in Form eines #PresencingStatus mit vier kurzen Fragen geschehen:

Was war gut? Location war 1a (GROßES DANKESCHÖN an die Sächsische Dampfschiffahrtsgesellschaft und MPI-CBG),  hervorragende Protagonisten des Abends, die mehr als Laune machten (auch künftig wieder dabei zu sein)

Was war tricky? Offiziellen Hashtag #2imBoot gab vor/während Veranstaltung auf Twitter/Facebook diesmal nicht, kein Wifi, Starkregen (der so manchen Besucher abhielt), die Crowdfunding Kampagne "2 im Boot" auf Startnext fand zu wenige finanzielle und kommunikative Unterstützer (einige Freunde wollten schon ihr Kommen absagen, da sie davon ausgingen, dass bei nicht erfolgreichen Crowdfunding die Veranstaltung nicht stattfinden würde), persönliche Gespräche am Rande zu führen fast unmöglich

Was habe ich gelernt? Format bedarf eines langen Atems (zu wenige Dresdner erkennen bereits die Chance, hier aufschlussreiche Gespräche zu erleben), Schüler und Studenten können in direkten Kontakt mit Wissenschaftlern kommen, es gibt immer wieder Überraschendes und persönliche Kontakte, viel Neues gelernt (Musik und Kunst und ihre Rolle an der Verbindung zu Wissenschaft)

Next Action?  Blogpost schreiben (hiermit getan), Freunde (auch aus dem Ausland) für das Veranstaltungsformat interessieren

Friday, December 27, 2013

The 1000 Small Steps - Accelerating by Sharing

The Web is really the hot bed of serendipity - just watching the latest Tatort with hilarious screenplay, seeing a message by Gunter Pauli, founder ZERI, then read on Facebook about a new mobile technology that will be presented by Samsung at upcoming CES 2014 in Las Vegas I stumbled across the following:

The 1000 Small Steps

Wonderful to read, and once again I got encouraged that what my role models in life, and education Jay W. Forrester, Ronald Coase, Edgar H. Schein, John D. Sterman, Peter Claussen and Peter Diamandis have taught me over the past 20 years is there to become reality in the near future.

http://BlueFuture2012.blogspot.com ... also got its seeds in 2012.

ABUNDANCE IS THERE TO COME ... AND IT IS ALREADY ON THE ROAD

Happy New Year 2014 with amazing things to happen to all !!!!

Saturday, September 21, 2013

Così fan tutte ossia La scuola degli amanti

In a few days Szene12, a young music-theather experiment, brings on the stage of the Hochschule für bildende Künste (Günzstraße 34) Mozart's opera buffa "Così fan tutte".

© Szene12
A young team of professionals will guide the public into a modern-setting of an opera which premiere is dated back in 1790. The stage looks like a modern sitcom, and cameras are capturing moments of life on stage, and behind it. All is displayed for audience visibility at a large screen which will hold other surprises on the performance days. A new way to discover Mozart suited to everybody (opera lovers and non). An experience to share with the whole family. A chance to see how "Così fan tutte"'s life is seen through today's eyes.
The expectations of those who are used to a traditional performance could perhaps remain unfullfilled, or opened for new levels of art enjoyment.

© Szene12
Actually, in young director Toni Burghard Friedrich's "Così fan tutte" there is not only Mozart, but a lot more. As per Mr. Burghard Friedrich, "In my 'Così fan tutte', the American sitcom meets the European Opera". From this meeting come out funny scenes, hilarious moments and a new interpretation of an opera not yet seen here in Dresden.

In the true Mozart spirit, "Così fan tutte" by Szene12 shows in our today's world that time passes by but the human nature does not change. 

Bring your mobile phone, get on Twitter, adjust your camera, and do not lose the chance to play with!

Così fan tutte con be follwed on Twitter  and on Facebook . Twitterstream on #Cosifantutte