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Friday, November 14, 2014

SmartCityDresden - Was möchten Bürger, Stadtverwaltung, Unternehmen wirklich?

Die zweitägige Veranstaltung THINK! Smart City Dresden, die im Rahmen des Wissenschaftsjahr 2014 Ende vergangener Woche in den Technischen Sammlungen Dresden stattfand zeigte eines:

"smart" assoziiert in den Köpfen der Meisten von uns, dass alles mit dem Thema "smart" in der einen oder anderen Form mit dem "Smart"-phone zu tun hat.

Doch ist es das wirklich?

Mentale Modelle von uns, wie das oben beschriebene bewirken, dass Dinge um uns herum unverzüglich in bestimmte Schubladen in unserem Kopf verpackt werden, ohne dass wir noch weiter darüber nachdenken warum dies so ist. Man spricht auch landläufig von Vorurteilen. Sind diese erst einmal angetriggert fühlen sich all diejenigen ausgeklammert, die kein Smartphone (ich übrigens selbst bis vor wenigen Wochen nicht) besitzen oder aus bestimmten Gründen keines besitzen möchten.

Bilderwand im Foyer der Technischen Sammlungen Dresden

Was zunächst wie eine Technologieveranstaltung aussieht, immerhin handelt es sich beim dem Mitveranstalter Silicon Saxony e.V. um das größte europäische Cluster der Mikroelektronik in Europa, erschließt sich bei näherer Betrachtung als ein bürgernäheres Projekt als zunächst erwartet.

Seit einigen Jahren gibt es den Integrieren Stadtentwicklungsplan (INSEK) der Landeshauptstadt Dresden, der 2002 erstmals durch den Stadtrat bestätigt worden ist und seitdem kontinuierlich fortgeschrieben wird. Inzwischen erfolgt die Fortschreibung unter dem Namen "Zukunft Dresden 2025+" mit mehreren Schwerpunktfeldern der Stadtentwicklung, die bereits 2012 in einer Bürgerbeteiligung (mit zahlreichen veröffentlichen Vorschlägen Dresdner BürgerInnen) Ausdruck fand. 2013 fand sich die Landeshauptstadt Dresden mit Silicon Saxony e.V. zusammen, um das Konzept einer "klugen" Stadt weiter voranzubringen, wie dem Computer-Oiger (einem sehr lesenswerten Blog zu technologierelevanten Themen rund um Dresden) im Juni 2013 zu entnehmen war. Der 8. Silicon Saxony Day einige Tage später des gleichen Jahres brachte dann den Anstoß, über einen geführten Design Thinking Prozess, erste Ideen für Prototypenfelder zu entwickeln.

Mit einem Schärfungsversuch wurde am vergangenen Donnerstagabend in den Technischen Sammlungen Dresden nach einigen Impulsvorträgen und einer Live-Skype Schaltung nach Berlin (da aufgrund des Lokführerstreiks keine Züge fuhren) zum Deutschen Institut für Urbanistik der Boden für die Workshops und anschließende Publikumsdiskussion bereitet.

"Welche Bilder und Begriffe verbinden Sie mit einer Smart City Dresden? Welche Besonderheiten hat Dresden für die Entwicklung zu einer Smart City Dresden?"

"Welche Handlungsfelder sollten weiter adressiert werden? Inwieweit kann eine Periodisierung erfolgen?"

"Was sind die nächsten Schritte? Welche Kooperationen sind wichtig? Wie können Bürgerinnen und Bürger Teil dieser Entwicklung werden?"

Dass es in Dresden bereits eine Vielzahl von "smarten" Lösungen innerhalb des Stadtraums gibt, die wir schon längst mehr wahrnehmen, von der mit RFID-Chips ausgerüsteten Mülltonne bis zu einigen verkehrlichen Lösungen wie dem Verkehrsmanagementsystems VAMOS (Liste einiger Projekte auf Dresden.de) ist uns möglicherweise nicht so bewusst. Für Lösungen diesen Umfangs bedarf es durchaus starker Partner wie der TU Dresden und den Unternehmen, die sich im Silicon Saxony e.V. zusammengeschlossen haben.

Wenn es darum geht, kleinteiligere Bürgerbelange durch clever eingesetzte Technik, ob es sich um die altersgerechte Wohnung mit Bewegungssensoren oder (semi-)automatischer Heizungs- und Fenstersteuerung, die Vernetzung von Kunst- und Kulturorten innerhalb der Stadt, oder dem smarten Studienbegleiter auf dem Smartphone handelt - es gibt zahlreiche Möglichkeits- und Umsetzungsfelder, die auf Umsetzung warten. Die vier im Rahmen der öffentlichen Diskussion am Freitagabend vorgestellten Projektideen gab einen ersten Eindruck von dem, was auch in Dresden möglich ist. "Wir haben die Kompetenzen des gesamten Prozesses in Sachsen, um Smart Cities zu realisieren.", so Michael Kaiser, Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Dresden.

Was es heißt, das kreative Potential der Bürgerschaft dieser Stadt zu entfachen und die Bürgerbeteiligung über Generationen, Herkunft und Bildung möglich zu machen, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten im Rahmen der Dresdner Debatte offenbaren können.

Otto Scharmer

* oft entwickeln sich diese aus Fragen, warum bestimmte die Bürgerinnen und Bürgern betreffende Vorgänge in einer Stadt nicht einfacher verlaufen können.

(Fast) unbegrenzter Möglichkeitsraum (gesehen vom Turm der Technischen Sammlungen Dresden

Tuesday, October 21, 2014

Graphen - Die "unsichtbare" Macht des Wandels

Fast auf den Tag vor drei Jahren fand am MPI-PKS (Max-Planck-Institut für Physik Komplexer Systeme) ein Workshop mit dem kryptisch lautenden Namen "Carbon-based Spintronics" statt. "Wer hatte schon zuvor (außerhalb der Wissenschaftsgemeinschaft und industrienahen Forschung) davon gehört?" - die wenigsten Bürger Dresdens wahrscheinlich (mich eingeschlossen).

Der öffentliche Abendvortrag am 28. Oktober 2011 (übrigens wie viele Vorträge und Vorlesungen öffentlich im Science Kalender Dresden zu finden) sollte mit einigen Überraschungen aufwarten.

Prof. Heinrich Kurz (Foto von Prof. Gianaurelio Cuniberti)
Prof. Heinrich Kurz vom Institute of Semiconductor Electronics an der RWTH Aachen, GF der AMO GmbH, sowie designierter Leiter des Grapheme-CA [Graphene Flagship] versprach mit seiner Vorlesung "Graphen - Das neue Silizium des einundzwanzigsten Jahrhunderts?" einen aufschlussreichen Abend.

Einführend in das Thema des Abend war die erste Folie mit einer Darstellung von Moores Law (alle ca. 18 Monate verdoppelt sich die Anzahl der Schaltkreise auf einer gleichbleibend großen Chipfläche aus Silizium). Was damals zunächst wie ein Werbegag von Intel klang, um deren Konkurrenz zu verschrecken "bewahrheitet" sich als konstantes Paradigma. Erst ein Jahr zuvor hatte Ray Kurzweil, Futurist, Erfinder und Mitgründer der Singularity University auf dem 4. Dresdner Zukunftsforum davon in seinem Vortrag ebenfalls gesprochen.

Doch halt! Können wir den Implikationen für Wirtschaft, Gesellschaft und unser eigenes Leben, die sich aus diesem Paradigma ergeben überhaupt folgen? Zunächst werden derartige Entwicklungen stets unterschätzt (sowohl von der Öffentlichkeit als auch von den Medien - wer hat in den letzten drei Jahren in den lokalen Medien viel über "Moores Law" und "Graphen" gelesen oder gehört?). Kurz gesagt: unterschätzen wir (noch immer) die Zukunft?

Was mit der Erfindung des integrierten Schaltkreis und den Aktivitäten in Silicon Valley rund um die damals noch reichlich unbekannte Hochschule Stanford University (übrigens hervorgegangen aus einer privaten Stiftung) sich abspielte (sehr anschaulich in dem von Everett M. Rogers und Judith K. Larsen verfassten Buch "Silicon Valley Fieber" beschrieben) und den ersten "exponentiellen Steinwurf" in die Stille des "linearen Denkens" darstellte sollte noch übertroffen werden. Bereits 2002 wurde in einem Artikel in IEEE Spectrum [englisch] auf das Verschwinden des Transistors bei ständiger Miniaturisierung hingewiesen. Wo es genau hingehen (könnte) war noch nicht absehbar.

2004 war Graphen ("Wundermaterial" in Atomschichtdicke) von zwei russisch-stämmigen Wissenschaftlern entdeckt worden, die für ihre Entdeckung bereits 2010 den Nobelpreis für Physik erhielten. Seitdem hat das Interesse (innerhalb der Wissenschaft, weniger der allgemeinen Öffentlichkeit) an diesem "Wundermaterial" exponentiell zugenommen.

Ohne eingehender auf den Vortrag vom 28. Oktober 2011 einzugehen springen wir ins Jahr 2014. Wir schreiben den 20. Oktober 2014. Der Chiphersteller GLOBALFOUNDRIES, der auch in Dresden mit seinem Werk GLOBALFOUNDRIES Fab1 präsent ist gibt an diesem Tag bekannt, dass er die (verlustreiche) Halbleitersparte von IBM komplett übernimmt (Computer-Oiger sowie HTxA - HighTech x Agency und Silicon Saxony e.V. berichteten ebenfalls). Ebenfalls an diesem Tag veröffentlichte Peter Diamandis seine Gedanken zur Zukunftsentwicklung und Anwendungsfeldern von Graphen, die den wenigsten von uns bekannt sein dürfte im Wirtschaftsmagazin Forbes [English].

Doch was hat dies mit Graphen und dem Vortrag von Prof. Heinrich Kurz zu tun? IBM bereitet sich bereits auf die Nach-Silizium Zeit [englisch] vor und kann nun verstärkt Forschung in Richtung neuer Materialien, insbesondere Graphen, im Halbleiterbereich betreiben. GLOBALFOUNDRIES hingegen gewinnt durch den Deal die Möglichkeit entsprechendes eigenes Know-How in der Skalierung für neue Technologien (z.B. mögliche Integration von Graphen in bestehende Produktionsprozesse) einzubringen. Eine Win-Win-Situation aus volkswirtschaftlicher Sicht, können sich doch die Player auf ihre Stärken konzentrieren. Dresden gewinnt damit die Chance, die Forschung für zukunftsweisende Technologien auszubauen und angrenzende Anwendungsbereiche und Startup-Ecosystems entstehen zu lassen. Waren doch bereits 2011 acht (!) Institute an der Nöthnitzer Straße am südlichen Campusrand der TU Dresden mit der Forschung rund um die Nutzung von Graphen im Halbleiterbereich beschäftigt. Die Entscheidung von gestern sollte demnach weiteren Auftrieb für Forschung und Applikationsentwicklungen rund um Graphen bringen - auch und besonders hier in Dresden - nach sich ziehen.

Prof. Kurz schloss seinen damaligen Vortrag mit folgendem Vorschlag: "Ich schlage Ihnen vor, die Straße [Nöthnitzer Straße; Anm. der Verfassers] in Graphen-Straße umzubenennen!"

"Warum nicht?"





Thursday, September 12, 2013

Philipp Rösler pulling the Silicon Valley Spirit to Dresden

On Tuesday September 10, 2013 German State Minister for Economy and Technology, Dr. Philip Rösler had announced on Twitter his coming to Dresden, to discuss with Silicon Saxony e.V. (the cluster initiative of the microelectronics industry around Dresden) the impact and relevance of #Industrie4 at GLOBALFOUNDRIES Fab 1

Dr. Rutger Wijburg, senior vice president of GLOBALFOUNDRIES Fab 1 (Dresden, Germany), and Fab 8 (Malta, USA) mentioned in his welcoming speech to the crowd, made of several dozen representatives from education, business, politics, and to the media that the immanent role of microelectronics will be combining economics, and technology as a boundary object. There is no field in daily life which is untouched by microelectronics, making this field even more relevant in the future than it is already today.

State Secretary Hartmut Fiedler mentioned Minister Rösler's visit to Silicon Valley earlier this year, and also the visit of Peter Thiel (here video about his visit [German]) to Berlin on September 2, 2013 on Minister Rösler's invite. Together with mentioning his own visit with members of the Saxon State Government to the "Tech Valley" in upper New York State, where GLOBALFOUNDRIES Fab8 is located, it became quite clear in the room that "speed of innovation is not an option".

Helmut Warnecke, CEO of Infineon Technologies GmbH and vice president of Silicon Saxony e.V., emphasized in his presentation the relevance of the microelectronics for the industry in Germany, and especially its economic leverage potential for other downstream of the economic value chain. The prominent gathering of not only larger microchip producing plants and their suppliers but especially the closeness to the university research institutes, and Fraunhofer, Max-Planck, Leibniz-, and Helmholtz-Society institutes in the region around Dresden built on a legacy over a century in electronics. Since 1961 microelectronics has made the region the perfect place to foster innovations. Helmut Warnecke's quote "Is microelectronics everything? No, but without microelectronics is everything nothing" made clear what the emphasis of the meeting was: stating a clear commitment to the future relevance of this specific industry part in Germany.

With the most recent decision by SEMI International Association, San José, to split the most prominent trade fair about microelectronics, SEMICONEuropa, between the clusters in Grenoble and Dresden on rotating yearly basis, it became ever more relevant to hear what Minister Philipp Rösler had to offer.

Minister Philipp Rösler
Philipp Rösler pointed out his own recent experience with the startup scenes in Silicon Valley, London and Tel Aviv. He ensured the audience that German technology and entrepreneurial spirit bears the capacity to compete at highest levels with those other tech regions in the world. What he had seen however, especially around the example of Stanford, is the not yet fully used potential to create fast, and smoothly business models to transition from university (studies or research) to startups. Though the upcoming German elections lowered the impact of his words, he emphasized on the strong government will to keep the German-based complete value chain of microelectronics intact, and even thinks of bringing investor role-models like Peter Thiel or Marc Andreessen closer to the German technology and entrepreneurial communities.

His main points however, especially in respect to the big players in the microelectronics field in Germany, were on the EEG (Renewable Energy Sources Act). In its current version it's forcing energy prices to go up, harming energy intensive industries in their competitiveness with the world market. Which once was meant to accelerate the renewable energy production has led to a misallocation of money. His second focus point was on making the startup conditions for entrepreneurs and innovators in the "non-apps world" easier in Germany, not only on the financial side (which some voices from the audience were drawing attention to) but also on the surrounding conditions. These are by far, concerning transparency, speed, interdisciplinary, not similar today to what can be observed in Silicon Valley, which btw also started very much as largely public project funded.

In the follow-up public discussion financing issues for scaling startups, and the lack of a viable, and visible VC capital (venture capital) scene especially in Saxony came up. These questions could not be answered in this round, but set a clear signal. Silicon Saxony as the main European hotspot in microelectronics, including adjacent fields like nanotech, life sciences, computer science, and organic electronics has the potential to reach up to the envisioned future by enabling the entrepreneurial spirit to flourish in the region once again.

Ralf Lippold

Tuesday, May 14, 2013

Saxony - A True Global (Emerging) Attractor


Saxony establishes itself as an immigration country - best saldo since 1995

Saxon State Minister for Economic Affairs, Labour and Traffic, Sven Morlok, presented on 2013-04-25 during a press talk at GLOBALFOUNDRIES Fab 1 the most recent developments of the immigration status (from inner Germany, and abroad) towards Saxony. The meeting also took the chance to gratulate Mr. and Mrs. Trepte a couple with Saxon origins that relocated to Saxony, after working three years in Schleswig-Holstein and in 2012 both relocating to Saxony, and working at GLOBALFOUNDRIES Fab 1 now.

The positive overall message that emerged from this morning on the edge of Dresden is that Saxony attracted more people in 2012 (triple the number of 2011) to move into Saxony than Saxons moving out of the state. This is especially valuable in times of the developments of overall workforce (in the tradional sense employment) due to aging demographics.

As the presented data (presentation, in German) showed the strongest inflow of people into Saxony had been from outside German. This indicates the rising awareness of the attractiveness of the region in the world on the one hand, especially in the hightech arena. On the other hand other economic dynamics in the Southern parts of the European Community, and Eastern Europe fall into place.

The cities Dresden, Leipzig, and Chemnitz which have drawn in the most incoming people, and their saldo is mostly positive, are thriving economically. Quite different is the situation on the edges of the Free State of Saxony such as the Ore Mountains, or the Lausitz region that still face a braindrain even though their industries are at high levels of quality.

Several questions by other press members in the round at the end of the presentation made clear that a deeper distinction of the returning people (presently a large number of incoming people is due to students starting their studies at of Saxony's universities), and the intentions of them may lead to further insights on acting towards future labour incentives in Saxony.

Concerning the question on the overall impact of the significantly lower transfer payments by European Community, and the finish of the Solidarpakt II in 2019 State Minister Sven Morlok drew attention to the newest report by ifo Dresden from 2012. He also mentioned that the impact on BIP (Brutto Inland Product) due to this development will be between -0.5% and -1% for Saxony (as stated by a recent research study by ifo-Institute Dresden, ifo Dresden berichtet, from page 21 on, in German)

This drew out another question on whether a specified model of an X PRIZE for job creation as proposed by  Peter Diamandis in the Huffington Post could be put to action in Saxony to not only create jobs, but also draw interest towards Saxony on global scale. At the same time enabling local companies, and uprising startups to generate future economic, wealth, social, eduction, and business innovations that once were famous for Saxony.

Saxony clearly has advantages in comparison to other regions in Germany, even though being on the edge, and only more recently capturing rising global interest. GLOBALFOUNDRIES and other internationally active, and connected players give a more than positive sign on which to build on in the coming future.

May the region further strive, and take the chance of diminishing public funding streaming into Saxony as the driver for lasting economic wealth creation across all disciplines, and levels of business.

Ralf Lippold

Friday, April 12, 2013

Fraunhofer COMEDD - We Design the Future of Light

Auch oder gerade weil Dresden etwas abseits der großen Technologie-Zentren der Welt liegt geschieht hier viel, was aufhorchen lässt. So hatte erst vor wenigen Wochen die neuartige Datenbrille von Fraunhofer COMEDD, dem im Sommer vergangenen Jahres selbstständig gewordenen Teil von Fraunhofer IPMS, der sich eingehend mit OLED und Mikrodisplay-Entwicklung beschäftigt, für Furore gesorgt. Auf der CeBIT wurde mit der neuartigen Datenbrille mit bi-direktionalem Display der Innovationspreis IT 2013 gewonnen.

Dass hier am Standort, nahe des Flughafen Dresden, in einem bereits zu DDR-Zeiten etablierten Mikroelektronik-Clusters (Google Book Ausschnitt von "Entstehung und Entwicklung des Dresdner Mikroelektronik-Clusters", Silvio Püschel), mehr passiert machte die Anwesenheit der Staatsministerin für Kunst, Technologie und Wissenschaft Prof. Sabine von Schorlemer deutlich.

Prof. Karl Leo (li), Staatsministerin Prof. Sabine von Schorlmer (re)
Nicht nur die neue Pilotanlage, die mit ihrem Investitionsvolumen von rund 2,5 Mio EUR in großen Teilen aus EFRE-Mitteln der Europäischen Union und Geldern der Fraunhofer Gesellschaft finanziert sondern auch der offizielle Start von COMEDD waren Anlass genug nach Dresden zu laden.

Staatsministerin Prof. Sabine von Schorlemer betonte die Wichtigkeit derartiger Initiativen, um "ganz neue Wertschöpfungsketten entstehen zu lassen".

Ihre Worte in Richtung der deutschen Regierung und Europäischen Kommission und das Aufbrechen des Blicks auf den Binnenmarkt in Bezug auf KET (Key Enabling Technologies) zum Globalen Marktes zeigten wieder, dass der Freistaat Sachsen mit großen Schritten in Richtung Zukunft zielt.

Nun heißt es aus diesem Impulsen aus der Politik die nächsten umsetzbaren und für die Systemdynamik relevanten Schritte zu machen, um Sachsen als Hochtechnologiestandort und - partner in der Welt bekannt zu machen.

Eine Lasershow rundete den Abend ab und ließ den Teilnehmern Zeit um Erden und das Gehörte und Gesehene (es gab während der kompletten Veranstaltung Führungen durch Showroom und Reinraum, um einen Eindruck zu gewinnen, was mit organischer Elektronik und OLED künftig noch möglich ist.



Thursday, October 13, 2011

Accelerating Futures - Past & Current Combined

Currently it is the 3rd day of SEMICON Europa 2011, Europe's largest fair on semiconductor industries (and adjacent fields, that reach well into the creative space, OLEDs as just one example). Silicon Saxony so to say the host of the future.

"There will be no future without microelectronics!" as Stanislaw Tillich, Ministerpräsident of the Free State of Saxony coined it at the press conference on Tuesday out here at MESSE DRESDEN where 'Slaughterhouse Five'.

As Saxony is a true hot bed of hightech innovation, and has a legacy in social change (just remember the days of the 'Soft Revolution' of the year 1989 in the GDR when the citizens of Dresden played also a major role in making the transition possible), this also attracted a friend from Japan. A few days earlier Motohiro, until yesterday "only" a Facebook-friend, announced his coming, so it was quite natural to tell him to apply as visitor for SEMICON Europa 2011. Announcement by Motohiro, that touchdown in Dresden has been completed - THE BALL OF CONNECTING THE WORLD IS ROLLING!

Quelle: Mediaserver DMG
Meeting at 9 o'clock sharp, with Dresden October rain pooring down, once again an international surprise encounter. After months of FB connections, Likes, and sharing knowledge originally generated by dear friends Bert-Ola (Sweden), and Inma (Spain) finally came together in meeting in person at one of the most internationally sparked places in Dresden: Starbucks Dresden Altmarkt. Tuning in, getting accustomed to each other's speed of thinking, and acting, getting reading for take off to MESSE DRESDEN. On the way through the rain, a short detour through Zwinger, Theaterplatz, and checking Semperoper for tickets that night. What might be on? - 'Un ballo in maschera' (a story about the 'blind spot' of management; that is how I see it by now) is on. So as Motohiro is just one day in Dresden, taking the chance (even though that is my third (!) visit to it. We decide to make it on last minute - one never knows what interesting encounters could happen while at SEMICON Europa 2011.

A most inspiring day with Motohiro around the conference, learning more about semiconductor industry via him. The day seemed to accelerate already. It peaked (for the first time) when my eye caught notice of a clean room visit to Fraunhofer IPMS at 4:30pm ("Oh, would we make it to Semperoper at 7pm?" - challenges to be on the move ;-)). A very personal tour through the facilities at Fraunhofer IPMS in the compound area, where Silicon Saxony had some of their roots well before the year 1989.

6:15pm -time is running, 'Un ballo in maschera' is starting in 45 min (sharp, this opera house is clearly a lean facility, always amazed on the precision. "Will we make it?"is racing my mind. A taxi is arranged a couple of minutes later by colleagues and off we go - whooosh to downtown Dresden.

5 (!) min to the start. Tickets on forth level (actually best choice if you'd fond of experiencing the complete roundview of the play on stay - every time again I am amazed what insight one gets from up their, despite the distance) and we are sneaking in just seconds before the lights go off. The house is full and remembering the reviews on the premiere at 30th of September are long forgotten. The play is once again amazing, and even visitors from Berlin whom we by accident got in contact were thrilled by the modern play. [More on the performance in separate blog post].

As the day had not yet given enough, the evening finished with a light supper at MAX next door. Only to take separate ways shortly around 0:30am - only to meet soon for sure. Perhaps already to Open Science Summit in Mountain View on 22./23. of October. I am invited there as blogger in residence, yet at the moment I lack the financials to make the flight over to California possible.

If somebody would approach me with a similar situation, I'd certainly not hesitate to fund the project. Who is currently in a better position as myself (currently working, yet not for money, global interdisciplinary connectors, AKA boundary spanners in the social network world, are not a common business role and paid yet), may indicate his/her willingness to support #InnoBay (of which the Open Science Summit is just one part).

Connecting across disciplines, technologies, arts, business, and education through bringing the word about Silicon Saxony & Dresden into the world especially Silicon Valley is my passion :)

Saturday, August 13, 2011

Mitteldeutschland - Die Entdeckung

Nicht dass wir nicht bereits wüssten in welch grandioser Gegend wir leben hier in Mitteldeutschland, doch nun ist es auch deutschlandweit bekannt. DIE ZEIT brachte es mit ihrer Sonderbeilage 'Wie geforscht  wird in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt'  auf den Punkt - auf 12 (!) Seiten.

Nur einige Zitate, die sich besonders auf Dresden und Sachsen beziehen:

Quelle: Wikipedia, Himmelscheibe Nebra
"Frühe Forscher - Die Himmelscheibe von Nebra, ausgestellt im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, gilt mit mehr als 3.600 Jahren weltweit älteste konkrete Darstellung des Himmels", S. 1 [Nebenbemerkung (NB).: Nachhaltigkeit wurde erstmals in der Kursächsischen Forstordnung vor mehr als 450 Jahren etabliert]

"An einem einzigen Tag werden in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt im Schnitt mehr als fünf neue  Patente angemeldet", S. 1 [NB.: Wieviele neue Produkte, die Weltmarktrelevanz haben gehen monatlich aus Sachsen an den Start?]

Quelle: Wikipedia
"Am "Center for Regenerative Therapies Dresden (CTRD)" arbeiten Biowissenschaftler und -wissenschaftlerinnen der Technischen Universität Dresden mit einer Reihe von Unternehmen an stammzellbasierten Verfahren zur Gewebeherstellung.", S. 3 [NB.: Wäre es nicht grandios Dresden bzw. Sachsen bei FutureMed 2012 vertreten zu sehen?; nebenstehend Axolotl, mexikanischer Schwanzlurch, der Gliedmaßen nach Verlust regenerieren kann] 


TU Dresden - Fakultät Informatik | Raum für Neues
"In zehn Jahren möchten wir zu den 100 besten Universitäten weltweit gehören" (Rektor der Technischen Universität Dresden Prof. Hans Müller-Steinhagen), S. 7 [NB.: Wie können dabei bereits ab 01. September (Abgabetermin für die nächste Runde der Exzellenzinitiative) Initiativen innerhalb der Dresdner Kreativ- und Kulturwirtschaft, der Wirtschaftsförderung, sowie internationaler Netzwerke wie Verbindungen zum Silicon Valley in Verbindung mit DRESDEN-concept nutzbar gemacht werden?]

Warum nicht gleich am kommenden Montag zwei Veranstaltungen in Dresden, links- und rechtselbisch nutzen? OpenCoffeeClubDresden (19 Uhr, Starbucks Altmarkt) und Forum Kreative Neustadt (19 Uhr, Scheune, Alaunstraße) and up in Denmark there is the bi-annual design conference ICED11.org starting with livestreaming from Monday on.


Wednesday, May 11, 2011

Arts, Science & Business - brewing the future together

As I have written earlier in my posts around my personal experience at Semperoper (the local opera house in Dresden) performances, especially Semperoper Ballett performances, there is a strong connection between performing arts, science, and business (including education) and a "delicious" combination when put together right.

Arts is meant to be a "provoking and mind opening" facilitation ground to bring new thinking and innovation to kickstart. Semperoper intendant Dr. Ulrike Hessler in a recent interview given to Deutsche Welle Culture said, "If opera is good, that's the place to go if you want to experience strong emotions". "Strong emotions", that's when innovative thinking sneaks from the ground of hidden consciousness. Getting the thoughts across disciplinary boundaries and getting into the dialog beyond into the world that is outside the opera house, is what will bring future value in the community (and well beyond).

Recently this topic has been also taken into account in Silicon Valley, where BiblioTech2011 takes place and will be live-streamed and soon available on YouTube as Vivek Wadhwa a tech-entrepreneur and academic at Silicon Valley posted on Facebook and Twitter recently (check out his blog for more background on his work in the field).

Due to the fact that the ensembles of the science research institute and the ensembles of the internationally well known Semperoper ensembles (whether orchestra, singing or ballet dance) are pretty much multi-international set by members, I take the courage to bring this thought out in English. It may be disturbing the local crowd but isn't it "provoking" your emotions that makes us rethink our current actions and thinking?

The third part of the above "equation" of driving the future innovations in Saxony (or perhaps in more general terms anywhere around the globe) is engaging the business world. Here especially the local business on an SME size are the ones that will make the difference in the "game".

Tolerance - Talent - Technology - it's all here in Dresden, Saxony, as well as in Silicon Valley, and elsewhere whether India, Botswana (a dear friend is doing a great job over there transforming the country), or Australia (where gamification of business is strong). Only we have to put on the stove and get the menu out (TOGETHER).

Tuesday, October 19, 2010

TESLA oder BMW - Wechselspiel der Emotionen?

Gestern fand im Dresdner Hilton eine außergewöhnliche Veranstaltung statt. Nichts für den geneigten Touristen, der eher die historischen Stätten der Stadt wie Residenzschloss, Zwinger und andere aufsucht.

Und doch schwang der Geist von 450 Jahren Zukunft (und mehr) durchaus im Raum - ob das die Teilnehmer um mich herum bemerkt hatten?

Worum ging es? Die Mobilität der Zukunft war Thema des Kolloquium, das von Silicon Saxony e.V. einem Spitzencluster der IT Wirtschaft im Raum Dresden einberufen war.

http://www.freefoto.com/preview/29-04-2
Freude am Fahren - der Slogan von BMW hat es versinnbildlicht. Nun noch mit normalem Benzin und Verbrennungsmotor. Efficient Dynamics, ein seit einigen Jahren eingesetztes Programm zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs, bringt bereits eine Menge und doch liegt die Herausforderung vom Öl wegzukommen noch vor uns und den OEMs.



http://www.ubergrun.de/tesla-roadster-sport/
.... und wie sähe der Slogan für diesen flotten E-Renner aus dem Hause Tesla aus?

Welche Emotionen weckt dieser Renner im Verborgenen?

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Mehr zur gestrigen Veranstaltung übrigens unter #mfDD10