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Monday, March 20, 2017

Condensed Matter and why it Matters

Vom 19. bis 24. März 2017 findet erneut auf dem Campus der TU Dresden (dies im Wechsel mit Regensburg) die größte der Frühjahrstagungen der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e.V. statt. Wie heute morgen auf dem Pressegespräch zu erfahren war handelt es bei dieser Tagung um die Tagung der Gruppe Condensed Matter bzw. Festkörperphysik (sie beschäftigt sich hauptsächlich mit magnetischen Phänomen und neuen Materialien und macht ca. die Hälfte rund 62.000 Mitglieder der DPG aus) nebst weiterer Gruppen. Außergewöhnlich ist die bei einer wissenschaftlichen Tagung explizit erwünschte Beteiligung über Social Media (speziell Twitter) und Nennung des offiziellen Tagungshashtags #DPGDD17 auf der Website sowie der verfügbaren App (für iOS und Android).

* siehe Ende des Berichts
Prof. Dr. Ludwig Schultz, ehemaliger Direktor des IFW Leibniz-Institut für Festkörper und -Werkstoffforschung Dresden und inzwischen wissenschaftlicher Koordinator von DRESDEN-concept (ein Zusammenschluss der TU Dresden und weiterer 23 wissenschaftlicher Institutionen im Raum Dresden) gab einen kurzen Abriss über Geschichte und Besonderheiten der seit 2003 auch in Dresden stattfindenden Frühjahrstagung. Wie schon in Regensburg getestet gibt es auch in Dresden inzwischen ein remote-Tagungsbüro (am Dresdner Hauptbahnhof), um die Anmeldeprozesse von registrierten Teilnehmer noch flüssiger vornehmen zu können. Damit hat die DPG gegenüber anderen wissenschaftlichen Konferenzen auch im Ausland ein ausbaufähiges Alleinstellungsmerkmal, das den mit der Bahn anreisenden Gästen der Konferenzen ermöglicht, umgehend bei Ankunft mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des VVO unterwegs sein zu können. Über kommende Woche werden sich voraussichtlich rund 6.000 Physikerinnen und Physiker von Institutionen aus 45 Ländern (nicht berücksichtig sind hierbei die Zahl der Herkunftsländer, die wesentlich höher liegen dürfte).

Button zur Initiative
Angesichts der Vielfalt der vertretenen Kulturen und wie DPG-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Heuer betonte, "Forschung ist offen. Forschung braucht alle Köpfe dieser Welt." ist die Initiative "Physik ist weltoffen" gestartet worden. Nicht nur dass sich die DPG für Weltoffenheit, Toleranz sowie einen offenen Austauschen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt einsetzt, darüber hinaus gibt es bereits seit 2015 ein vom BMBF gefördertes Projekt "Physik für Flüchtlinge". Dieses wendet sich in erster Linie an geflüchtete Kinder und Jugendliche, um mittels des "Vermittlers" Physik und physikalische Phänomene, um Neugier, gegenseitiges Kennenlernen und Ankommen in der Gesellschaft zu ermöglichen. Nach einer ersten Pilotphase bis Mai 2017 ist die Förderperiode inzwischen bis 2018 verlängert worden. Ab Dienstag wird im Foyer des Hörsaalzentrums (HSZ) an der Bergstraße ein Infostand des Projekts zu finden sein.

Neben den obigen Aktivitäten ist auch zu erwähnen, dass noch im Sommer dieses Jahres in Jordanien das SESAME (Synchroton-light for Experimental Science and Applications in the Middle East) in Betrieb gehen wird. Ein Teilchenbeschleuniger basierend auf Grundlage des BESY in Berlin. Ziel dieses von der UNESCO unterstützten Projektes ist es, ähnlich wie das CERN, einen Ort zu kreieren, an dem WissenschaftlerInnen unterschiedlicher Herkunftsländer aus der Region und darüber hinaus gemeinsam an Experimenten zum wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn arbeiten.

Drei Schwerpunkte sind Thema der Frühjahrstagung in Dresden, wie der wissenschaftliche Leiter Prof. Dr. Martin Aeschlimann, TU Kaiserslautern, erläuterte. Diese sind zu unterscheiden in Felder Phänomene und Materialien:

1. Skyrmionen (Phänome), die insbesondere für neue Speichertechnologien von Relevanz sind. Anders als bei herkömmlichen Speichermedien, die anfällig für Defekte sind, ermöglichen Solitonen darin einen dichten Verbund und somit Vermeidung von Defekten

2. Perowskit (engl.:Perovskite) (Materialien), in dieser Materialklasse sind neue Arten entdeckt worden, die für Effizienzgewinne von Photovoltaikk vielversprechend sind, wenn auch die Produktion noch nicht absehbar ist

3. Supraleiter (Materialien), hier sind neue Eisenselenid-Verbindungen entdeckt worden, die durch Druck auf das Material die erforderlichen Übergangstemperaturen (Übergang von normal zu supraleitend) auf 77° K anhebt. Dies zieht neben möglichem Einsatz von Stickstoff statt Helium auch entscheidende Aufhebungen von Baueinschränkungen z.B. bei MRT (hierzu gibt am Montag, 20 Uhr, HSZ 01 (Hörsaalzentrum an der Bergstraße, Haltestelle Technische Universität Dresden) von Prof. Dr. Jens Frahm vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie Biomedizinische NMR Forschungs GmbH einen öffentlichen Abendvortrag mit dem Titel "Magnetresonanz-Tomografie - in Echtzeit")

Es dürfte erneut eine aufschlussreiche Woche für alle ReferentInnen und TeilnehmerInnen in Dresden sein, wo sich in 57 Hörsälen auf dem Campusgelände, mit Wegezeiten unter 8 Minuten und bestens ausgestattetem WLAN (sowohl EDUROAM, das jedem Wissenschaftler weltweit geläufig ist, als auch allgemeines WLAN, das zur Nutzung bereitsteht).

Gemeinsame Pressemitteilung der DPG Deutsche Gesellschaft für Physik e.V. und der Technischen Universität Dresden  (8/2017 vom 02.03.2017) mit weiterführenden Informationen und Links.


* Aufnahme aufgenommen unmittelbar nach dem Pressegespräch am 20.3.2017

v.l.n.r. Präsident der DPG Prof. Dr. Rolf-Dieter Heuer; Prof. Dr. Martin Aeschlimann, Sprecher der DPG-Sektion kondensierte Materie; Sara Schulz, Projektleiterin DPG-Projekt "Physik für Flüchtlinge; Prof. Dr. Kornelius Nielsch, Direktor, Institut für Metallische Werkstoffe (IMW) und Prof. Dr. Martin Schultz,  wissenschaftlicher Koordinator von DRESDEN concept, beide Chairs des lokalen Organisationsteams



Wednesday, July 2, 2014

Wissenschaftler - bitte an Bord!

Dresden ist in aller Munde. Zumindest was Forschung und Wissenschaft angeht auf alle Fälle. Hat doch die TU Dresden seit Sommer 2012 den Status einer Exzellenzuniversität (unter 11 im Bundesgebiet die einzige in einem ostdeutschen Flächenstaat). Doch ist eigentlich klar, welch ein Schatz sich hier mitten unter uns befindet?

Veröffentlichungen, Papers, Konferenzen - das zeichnet in der Regel Wissenschaftler aus. Zu oft jedoch ist man als Bürger zu weit weg von den wissenschaftlichen Themen, um den Wert und Umfang der Forschung zu verstehen.

Was liegt also näher als den Wissenschaftler aus dem Labor in die Öffentlichkeit zu bringen?

So kam es am 25. Juni 2014 zur 2. Auflage von "#2im ...", die im Februar mit "#2imTurm" in den Technischen Sammlungen mit Prof. Gianaurelio Cuniberti, Prof. für Nanotechnologie an der TU Dresden und Dr. Susanne Eaton, Group Leader and Researcher at MPI-CBG (Max-Planck-Institute for Cellular, Biology Genetics) begann.

Was zunächst hoch hinaus in die Wolken ging, sollte diesmal tief ins Wasser der Elbe gehen: #2imBoot

Der Schaufelraddampfer "Dresden" der Sächsischen Dampfschiffahrtsgesellschaft wurde Ort des Geschehens, zwar angedockt am Pier am Terassenufer, doch sollte jeder der Teilnehmer an diesem Abend den Flair eines Dampfschiffes mit nach Hause nehmen können. Startete doch der Abend rund um den Maschinenraum in der Mitte der "Dresden".

Prof. Dr. Holger Brandes, Rektor der EHS (Evangelische Hochschule) fand sich als Erster "in der Bütt" oder auch Mini Science Slam wieder ("gefühlte" 2 m unterhalb des Wasserspiegels auf dem Boden des Maschinenraums - Anmerkung: Tiefgang des Dampfers ca. 90 cm) wo er seine aktuelle Forschung zu Männern in Kitas innerhalb von 5
li Prof. Brandes, re Tony Heyman
Minuten dem interessierten Publikum darlegte. Was zunächst wie ein Missgeschick aussah (der von ihm zu präsentierende Modellkoffer fegte mit Gravitationsbeschleunigung 'gen Boden und zeigte seinen vollständigen Inhalt), trieb nicht nur den Adrenalinspiegel bei allen Anwesenden nach oben sondern auch den von Prof. Brandes. Anschließend konnten wir den zweiten Wissenschaftler des Abends, Dr. Anthony (Tony) Heyman, einer der Direktoren des Max-Planck-Instituts Cell Biology and Genetics, als Nächster erleben.

Über den Zeitlauf von gut zwei Stunden konnten beide Wissenschaftler auch von ihren persönlichen
Seiten erlebt werden, ein Querflötensolo von Tony Heyman (welche Rolle dieses Instrument während seiner Zeit in San Francisco spielte konnten -leider- nur die Anwesenden erfahren) und die Malleidenschaftl von Holger Brandes war nur die Spitze des Eisberges was an diesem Abend erlebt werden konnte. Allen, die nicht kommen konnten sei eine Teilnahme bei der nächsten Ausgabe von #2im... wärmstens empfohlen.

Meine persönliche Kurzkritik soll wieder in Form eines #PresencingStatus mit vier kurzen Fragen geschehen:

Was war gut? Location war 1a (GROßES DANKESCHÖN an die Sächsische Dampfschiffahrtsgesellschaft und MPI-CBG),  hervorragende Protagonisten des Abends, die mehr als Laune machten (auch künftig wieder dabei zu sein)

Was war tricky? Offiziellen Hashtag #2imBoot gab vor/während Veranstaltung auf Twitter/Facebook diesmal nicht, kein Wifi, Starkregen (der so manchen Besucher abhielt), die Crowdfunding Kampagne "2 im Boot" auf Startnext fand zu wenige finanzielle und kommunikative Unterstützer (einige Freunde wollten schon ihr Kommen absagen, da sie davon ausgingen, dass bei nicht erfolgreichen Crowdfunding die Veranstaltung nicht stattfinden würde), persönliche Gespräche am Rande zu führen fast unmöglich

Was habe ich gelernt? Format bedarf eines langen Atems (zu wenige Dresdner erkennen bereits die Chance, hier aufschlussreiche Gespräche zu erleben), Schüler und Studenten können in direkten Kontakt mit Wissenschaftlern kommen, es gibt immer wieder Überraschendes und persönliche Kontakte, viel Neues gelernt (Musik und Kunst und ihre Rolle an der Verbindung zu Wissenschaft)

Next Action?  Blogpost schreiben (hiermit getan), Freunde (auch aus dem Ausland) für das Veranstaltungsformat interessieren

Saturday, August 24, 2013

CARTOGRAPHY - The Boundary Object of Our Time

With the 26th International Cartographic Conference about to start from Monday on officially and pre-conference workshops such as on the field of geoinformation, infrastructures and standards led by Antony Cooper running this week already there is coming up the question on the WIFS ("What's in it for Society?") of cartography in general.

Cartography for most of us is seen only, and by far in the form of maps that we use for specific usage in traveling, land/ sea surveying, air traffic control, military, city planning, architecture, sewage infrastructure, disaster management, mobile computing, etc.

Is that really all?

By far not, and yet we have to dig deeper, as we try to find out and learn. Yesterday we had a chance to have a short conversation with Antony Cooper and his colleagues, and learned more.

Team of the workshop
The Commission on Geoinformation, Infractucture and Standards of the ICA is working, similar to the World Wide Web Consortium (W3C) or the International Organization for Standardization (ISO), to set the standards so exponentially increasing data provided by different stakeholders, and information gatherers can be jointly used in applications such as maps.

One thing that became immanently clear was that for creating the colorful maps it needs a grounded framework to build soundly error-free maps, and other spatial data using applications, across land, sea, and air space. Collaboration across different constituencies, stakeholders, institutions, cultures is needed to create sound quality maps that provide

Cartography, and especially around the field of spatial data information is acting as a boundary object to bring different stakeholders across national, and cultural boundaries together in a collaborative way, sort of "smoothforce" them to work together on one shared goal: making efficient use of given resources through mapping (paper, digital, institutionalized, crowdsourced, static, dynamic, interactive, ...)

If you got curious - just check the conference's website at http://icc2013.org or follow on Twitter #iccDD2013

Saturday, July 27, 2013

Was bedeutet es exzellent zu sein, und wie sieht man es?

Was bedeutet Exzellenz für die TU Dresden? Was für die Stadt Dresden und Sachsen im Allgemeinen und Speziellen? In erster Linie geht es darum, die TU Dresden als einen "Magnet für wissenschaftliche Fachkräfte aus aller Welt" zu entwickeln und somit den Wissenschaftsstandort Dresden noch sichtbarer als bisher zu machen.

Was haben Kultur, Wirtschaft und Bürgerschaft davon? Einen ersten Einblick konnte sich der Interessierte bereits im Januar auf dem von der Landeshauptstadt Dresden jährlich auf der 'Karrierestart' stattfindenden Unternehmerfrühstück (Bericht) verschaffen.

Über die Exzellenzinitiative kann man sich hier informieren (auch ein Newsletter ist abonnierbar).

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Am 22. Juli 2013 standen Ausführungen zu den aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Exzellenzinitiative der TU Dresden an und man konnte gespannt sein.

Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen begrüßte an einem mehr als sonnigen Nachmittag die ca. 80 Anwesenden im Dülfer-Festsaal der Alten Mensa mit den Worten, "… heute möchte ich Ihnen einige sonnige Informationen mitteilen."

Auch wenn in den vergangenen Monaten die Presse über die TU Dresden eher von holprigen Projekten, wie der Einführung von SAP geprägt waren, ist nicht zu verkennen, dass die Veränderungen seit dem Erlangen des Exzellenztitels sich mehr als unauffällig positiv entwickeln.  So sind z.B. die Drittmittel um mehr als 30 Mio € im Jahr auf 230 Mio € in 2012 gestiegen. Die Mitarbeiterzahl der TU Dresden ist von ca. 6.700 in 2009 auf ca. 7.900 in 2012 gestiegen.  70 laufende Professurausschreibungen (Neubesetzungen und Nachfolgen) sind ohne die noch on Top kommenden Open Topic und speziell im Rahmen der Exzellenzinitiative Ausschreibungen zu verzeichnen.

Wie die DNN und die Sächsische Zeitung in der vergangenen Woche berichtet hatten ist die TU Dresden in zwei der im Projekt Zwanzig20 ausgewählten Projekte für die Umsetzung neuer zukunftsweisender Technologien direkt als Projektpartner involviert (in den Bereichen Textilbeton und Mobilkommunikation), was wiederum Gelder und Wirtschaftskontakte an die TU Dresden bringt. Besonders erhöhen die anstehenden Projekte die öffentliche Sichtbarkeit des Standorts Dresden und der TU Dresden insbesondere.

Auch die aktuell laufenden Baumaßnahmen auf dem Campus wie z.B. die Sanierung des Fritz-Förster-Baus, der Rechenzentrumneubau an der Nöthnitzer Straße, der Erweiterungsriegel für das Cfaed am Barkhausen-Bau und weiterer bringen die Voraussetzungen für exzellente Forschung auf einen höheren Stand als er bislang bereits ist.

Neben diesen aufgrund der schieren finanziellen Größe öffentlich wahrnehmbaren Entwicklungen in den einzelnen Bereichen, die im Rahmen der Exzellenzinitiative Unterstützung erhalten, zahlreiche positive Veränderungen und Erfolge zu vermelden, die für die Zukunft wegweisend sein werden. So sind z.B. an der DIGS-BB zahlreiche Programme aufgelegt worden, um den medizinischen Nachwuchs für die Forschungsaktivitäten an der TU Dresden zu binden. Das Cfaed kann u.a. mit der Entwicklung des weltweit ersten chemischen Mikrochip aufwarten.

Prof. Hans Müller-Steinhagen betonte, dass das Zukunftskonzept der Synergetischen Universität das "strategische Zugpferd" darstellt indem die Potenziale der Volluniversität umfangreich erschlossen werden und durch Kooperationen mit außeruniversitären Forschungsinstituten die künftige übergreifende Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor verstanden wird. DRESDENconcept, Kernbestandteil der synergetischen Universität ist nicht nur ein Zusammenschluss Dresdner außeruniversitärer Forschungsinstitute sondern inzwischen ergänzt um kulturelle Einrichtungen wie dem Deutschen Hygienemuseum Dresden, der SLUB und weiteren Partnern. Grundgedanke ist es Kunst und Wissenschaft enger zu verzahnen und nach den Worten des Rektors ist die "Zusammenarbeit in DRESDENconcept keine Kür. Sie ist eine Pflicht."

Alles in allem gute Aussichten die Ziele der Exzellenzinitiative des Bundes und der DFG in Dresden zur Umsetzung zu bringen und den Universitätsstandort vom gegenwärtigen Rankingplatz in internationalen Rankings von knapp unter 300 (z.B. Rang 288 im 2012 Report QS World University Ranking) weiter nach oben zu ziehen. Noch kennt die Welt Dresden und seine wissenschaftlichen Fähigkeiten nicht in dem Maße, wie es einmal der Fall war.

Dies zu verändern ist Ziel des Handelns.

Doch was haben die lokalen Akteure in den Fakultäten (bald Bereiche/Schools genannt) davon? Die anschließende Fragerunde machte einige Bedenken im Publikum deutlich, nach den Erfahrungen mit dem ERP-System von SAP für die Verwaltung der Universitätsabläufe nicht verwunderlich.

Wie in jedem Verbesserungsprozess in einer Organisation und Unternehmen wird es unabänderbar zu "fühlbaren" Verschlechterungen kommen bevor die gewünschten Verbesserungen auch für jeden Systembeteiligten merkbar werden. Auch wird es sich nicht vermeiden lassen, dass es einige Akteure geben wird, die beim Status Quo bleiben möchten, wie gegenwärtig die Prozesse laufen (und möglicherweise sogar einen Vorteil im gegenwärtig funktionierenden System haben).

Gewonnen haben alle, nicht nur Unileitung, Verwaltung, Professoren, Fakultäten, Unternehmen der Region, die Landeshauptstadt Dresden wenn die "Kunden" der Technischen Universität Dresden - die Studierenden oder StudentInnen wie es noch zu meiner Studienzeit an der Uni Mainz 1988 hieß - die Chance dieser Exzelleninitiative für sich und ihren späteren Werdegang erkennen und selbst aktiv werden, um diesen Lern- und Wissenschaftsstandort in Europa zu etwas ganz Besonderem machen. Die Verschlankung der Verwaltungsprozesse, die durch den Gewinn des Exzellenzstatus erst richtig an Fahrt gewonnen hat, wird eines der maßgeblichen Erfolgsfelder sein als TU Dresden nicht nur international zu punkten, sondern auch weitere Impulse für hiesige Wirtschaft und Verwaltung bringen. Denn wenn eine Organisation mit über 7.000 Mitarbeitern über einen mehrere Quadratkilometer sich erstreckenden Campus inmitten der Stadt und über 35.000 Studenten aller Fachrichtungen diesen Kraftakt der Verschlankung und Vereinfachung von Geschäftsprozessen bewerkstelligt, dann ist das Exzellenzvorbild auch außerhalb der Wissenschafts-, Forschungs- und Lehrlandschaft des kommenden 21. Jahrhunderts.

Dem Rektorat und seinen visionären Köpfen und Unterstützern sei unbegrenzte kreative Energie gewünscht, auch den künftigen Herausforderungen in der Entwicklung zur Exzellenzuniversität innovativ und sächsischem Entrepreneurspirit zu begegnen. Auf dem Laufenden kann man sich hier über die Exzellenzinitiative informieren.

Ralf Lippold


Sunday, June 10, 2012

UNI-TAG 2012 - Serendipität, beschleunigt durch Neugier

Am 09. Juni 2012 veranstaltete die TU Dresden, sich bereits in den letzten Stunden der entgültigen Bekanntgabe ob Exzellenz-Universität, oder nicht, befindend den Tag der Offenen Tür, auch UNI-TAG genannt.

Fast unmachbar scheinend der Umfang der Vorträge und Ausstellungen. Dankbarerweise unterstützt durch einen Shuttle-Bus der Dresdner Verkehrsbetriebe AG, der die verteilt gelegenen Veranstaltungsorte verband.

Die Frage steht im Raum: alles anschauen, einen genauen Plan machen oder sich auf Neues einlassen?

http://turmlabor.de
Dass man mit Überraschungen rechnen muss, wenn man sich ohne fixe Vorstellungen einem solchen Besuch öffnet und über die Ausstellungsstände schlendert zeigte sich im HSZ gegenüber der Neuen Mensa, als ein aktiver 3D-Drucker plötzlich ins Sichtfeld rückte. Turmlabor, ein studentischer Hackerspace im Barkhausen-Bau auf dem Campus, stellte sich als der Kreator desselben heraus. Im sich dann über Peter Diamandis, x Prize und Abundance entwickelnden Gespräch war noch über Hackaday, einer Website über open-source-basierte Hacks zu erfahren. Doch wie wir einige Meter weiter merken sollten war dies erst der Anfang von Mehr.

Dass Dresden mehr mit Raumfahrt zu tun hat als es auf den ersten Blick zu vermuten gilt zeigte ein Gespräch mit Vertretern der Fakultät Maschinenwesen Institut für Luft- und Raumfahrttechnik. Geht doch der erste sächsische Satellit im Rahmen des Studentenprojekts CubeSat in Kürze ins All. Bald vielleicht schon mit SpaceX, die vor wenigen Tagen erfolgreich die erste private Cargo-Mission zur ISS absolviert hatten. Prof. Martin Tajmar ist nicht nur Experte für neuartige Feldemissions-Antrieb für Weltraumfahrzeuge sondern auch Lecturer an der International Space University, ISU, die u.a. von Bob Richards und Peter Diamandis (beides Mitgründer von Singularity University) 1986 gegründet worden ist.

Alles in Allem - ein mehr als positiv überraschender Nachmittag im HSZ der TU Dresden mit der Möglichkeit mehr über die Internationalität, überraschende Verbindungen und neue Einblicke (so auch in das Kajak aus Textilbeton mit einem Gewicht von ca. 25 kg) zu gewinnen.

Mitglieder von @Turmlabor, 3D-Drucker & Abundance

.... weiterhin Daumen drücken für die Exzellenz Initiative und die (hoffentlich) weitergehenden Möglichkeiten für den Hotspot in Art, Science, and Technology über  - DRESDEN (Deutsch/English)

PS.: Four short questions (to include international readers) about the above experience, AKA called PresencingStatus.

  1. What was good? Learning about hackerspace @Turmlabor, and their projects; Faculty of Civil Engineering had material in English (thanks a lot to Anett Joerß for grabbing some)
  2. What was tricky? Information on departments, and lectures mainly in German (due to rules by ministery, which I have to investigate more, as more people are interested to come to Dresden from my global networks)
  3. What have I learned? ISU and Singularity University are stronger with Dresden connected than originally thought)
  4. Next action? Posting the above in various networks, and pitching more about the startup accelerator that is connecting ISU, Singularity Universty, TU Dresden, HTW Dresden, TU Bergakademie Freiberg, and connect Saxony even further with the global community (also via connecting the findings of UNI-Tag 2012)

Saturday, August 13, 2011

Mitteldeutschland - Die Entdeckung

Nicht dass wir nicht bereits wüssten in welch grandioser Gegend wir leben hier in Mitteldeutschland, doch nun ist es auch deutschlandweit bekannt. DIE ZEIT brachte es mit ihrer Sonderbeilage 'Wie geforscht  wird in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt'  auf den Punkt - auf 12 (!) Seiten.

Nur einige Zitate, die sich besonders auf Dresden und Sachsen beziehen:

Quelle: Wikipedia, Himmelscheibe Nebra
"Frühe Forscher - Die Himmelscheibe von Nebra, ausgestellt im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, gilt mit mehr als 3.600 Jahren weltweit älteste konkrete Darstellung des Himmels", S. 1 [Nebenbemerkung (NB).: Nachhaltigkeit wurde erstmals in der Kursächsischen Forstordnung vor mehr als 450 Jahren etabliert]

"An einem einzigen Tag werden in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt im Schnitt mehr als fünf neue  Patente angemeldet", S. 1 [NB.: Wieviele neue Produkte, die Weltmarktrelevanz haben gehen monatlich aus Sachsen an den Start?]

Quelle: Wikipedia
"Am "Center for Regenerative Therapies Dresden (CTRD)" arbeiten Biowissenschaftler und -wissenschaftlerinnen der Technischen Universität Dresden mit einer Reihe von Unternehmen an stammzellbasierten Verfahren zur Gewebeherstellung.", S. 3 [NB.: Wäre es nicht grandios Dresden bzw. Sachsen bei FutureMed 2012 vertreten zu sehen?; nebenstehend Axolotl, mexikanischer Schwanzlurch, der Gliedmaßen nach Verlust regenerieren kann] 


TU Dresden - Fakultät Informatik | Raum für Neues
"In zehn Jahren möchten wir zu den 100 besten Universitäten weltweit gehören" (Rektor der Technischen Universität Dresden Prof. Hans Müller-Steinhagen), S. 7 [NB.: Wie können dabei bereits ab 01. September (Abgabetermin für die nächste Runde der Exzellenzinitiative) Initiativen innerhalb der Dresdner Kreativ- und Kulturwirtschaft, der Wirtschaftsförderung, sowie internationaler Netzwerke wie Verbindungen zum Silicon Valley in Verbindung mit DRESDEN-concept nutzbar gemacht werden?]

Warum nicht gleich am kommenden Montag zwei Veranstaltungen in Dresden, links- und rechtselbisch nutzen? OpenCoffeeClubDresden (19 Uhr, Starbucks Altmarkt) und Forum Kreative Neustadt (19 Uhr, Scheune, Alaunstraße) and up in Denmark there is the bi-annual design conference ICED11.org starting with livestreaming from Monday on.