Tuesday, April 23, 2019

KI - Herrschaft der Roboter und Algorithmen oder gelangt der Mensch zurück in die Mitte?

Mit dem Aufkommen des "autonomen Fahrens" (wer einen Tesla schon gefahren hat oder vielleicht sogar sein eigen nennt, wird dies in Ansätzen möglicherweise bereits erlebt haben) und "Industrie 4.0" ist das Thema "Künstliche Intelligenz" nicht nur im Forschungslabor, sondern auch in der deutschen Gesellschaft angekommen.

Doch was heißt "Künstliche Intelligenz" (KI (dt.) oder AI (engl.) in Kurzform) für uns unmittelbar, als Verbraucher, Arbeitnehmer oder schlicht Bürger? Erleben wir eine "Übernahme der Arbeit durch Roboter", wie sie vor Jahrzehnten bereits Futuristen in den tollkühnsten Farben ausmalten? Wird der Mensch überflüssig? Wo finden wir uns wieder, wenn wir eigentlich nicht mehr machen müssten, da Maschinen für uns "denken"? Welche ethischen Grenzen sind einzuhalten, die immer schneller und größere Computer beständig zu überschreiten scheinen, vor allem weil ihre Macher, nach dem Machbaren greifen, oft nur für den eigenen Ruhm und Erfolg?

Vor einigen Wochen standen diese und andere Fragen implizit im Raum bei der "Gläsernen Werkstatt" des SMWK auf Einladung von StM Dr. Maria Stange mit dem Titel "Wie klug ist künstliche Intelligenz - bestimmen Algorithmen bald über unser Leben?" zu der wir gegen Mitte der Veranstaltung mit aufkommenden Fragen des Publikums stießen. Die Positionen zwischen Prof. Dr. Christian Mayr, TU Dresden, und Prof. Dr. Gerald Hüther, Uni Göttingen, mögen kontrovers gewesen sein, und doch ermöglichten sie, wie StM Dr. Maria Stange betonte, die sehr heterogenen Meinungen im Raum (ca. 150 Teilnehmer hatten sich an dem Abend eingefunden) ins Gespräch und Zuhören zu bringen.

Im Jahr 2017 hat sich der ehemalige IT-Gipfel zum Digitalgipfel gewandelt und vergangenes Jahr, mit dem Strategiebeschluss der Bundesregierung zu KI ist der Fokus auf Künstliche Intelligenz gewandert. Der Anlass waren u.a. die verstärkten Anstrengungen außereuropäischer Länder wie den USA oder China, die in diesen Feldern mächtig voranschreiten (ob zum Guten oder Schlechten sei an dieser Stelle dahingestellt). Die Nationale KI-Strategie der Bundesregierung bildet seitdem die Grundlage für vielfältige Aktivitäten in den Bundesländern, so auch in Sachsen. Traditionell stark im Bereich Mikroelektronik und Softwareentwicklung sind hier u.a. die TU Dresden und Fraunhofer IIS/EAS im Projekt "KIKiS" (aktuell läuft bis 5.5.2019 eine Umfrage zum Verhältnis sächsischer Unternehmen zu KI und deren Nutzung) dabei, einen Kompetenzatlas für KI in Sachsen zu erstellen (persönlich hatte ich das Vergnügen in zwei der vorbereitenden Workshops dabei zu sein und meine Erfahrungen aus dem industriellen und Arbeitsumfeld einzubringen).

Mit dem Deutschen Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz (DfKI) in Kaiserslautern ist der Forschungsbereich zu KI in Deutschland zwar gut aufgestellt und weltweit in die Forschungslandschaft vernetzt. Doch wie sieht es mit Anwendungen, Transfer in Wirtschaft, Medizin, Bildung und Gesellschaft sowie mit dem Umgang rechtlicher und ethischer Fragen aus? Vor allem Letzteres wird in anderen Ländern sehr oft unter fragwürdigen rein kommerziellen oder politischen Zielsetzungen gering geschätzt und thematisiert. Was bislang im technischen Kontext erforscht und teilweise auch schon in Pilotprojekten umgesetzt ist lässt sich  der Website "Lernende Systeme - Die Plattform für künstliche Intelligenz" entnehmen. Auch AppliedAI (engl.), in eine von der TU München gestartete Initiative, offenbart die vielfältige Umsetzungslandschaft von KI in Deutschland.

Doch gibt es auch KI-Ansätze, die den Menschen in der Region (und darüber hinaus) in Bezug auf Arbeit und bewusste Nutzbarmachung von persönlichen Kompetenzen sowie eine damit verbundene Attraktivitätssteigerung des Standorts Sachsen und eine neue Form von Arbeits-Ökosystem zugute kommt? Sollten die Positionen von Prof. Dr. Christian Mayr und Prof. Dr. Gerald Hüther doch so weit auseinanderliegen oder sogar diametral gegenüber stehen, wie es in der "Gläserne Werkstatt" des SMWK Anfang dieser Woche den Eindruck erweckte?

Warum nicht KI nutzen, um Kreativität, Lernen und selbstbestimmtes Arbeiten in der Zukunft in einer Weise möglich zu machen, wie wir uns in unseren kühnsten Träumen nie hätten ausmalen können?

David Nordfors und Vint Cerf, i4j, haben mit ihrem Buchprojekt "The People-Centered Economy - The New Ecosystem for Jobs" eine neue Möglichkeit eröffnet, KI menschenorientierter auszugestalten und vor allem das Gespräch dazu in der Gesellschaft zu initiieren. Damit verbunden ist die Idee einer stärkeren Einbindung von KI für die Gestaltung eines künftigen Arbeits-Ökosysstems, in der Menschen und vor allem ihre besonderen Fähigkeiten bzw. "Coolabilities" (Working Paper zum Thema auf Researchgate; engl.)  eine entscheidende Rolle spielen werden und nicht Maschinen und Algorithmen.

Nachdem es bereits eine Konferenz von i4j zum Thema "People Centered Economy" in Amsterdam im März gab mit einem Review (engl.) von Guido van Nispen soll es hierzu im Herbst 2019 auch entsprechende Veranstaltungen in Dresden bzw. Berlin geben.


EINLADUNG

zu einem Kamingespräch (ca. 20-30 Personen) zum Thema:

"The People Centered Economy: The New Ecosystem for Work"


Sollten Sie Interesse an einer solchen Veranstaltug haben, melden Sie sich bitte unter https://forms.gle/DsgRN2rRD2oGyYEL6 an.





Saturday, January 12, 2019

Carmen - A Ballet by Johan Inger

George Bizet's opera "Carmen" is well-known, and the music of Habanera almost every one of us may have hummed away either singing or whistling. It is about a strong woman finding her way in a patriarchal society with all its "unintended" consequences back in the time.

The opera, the voices and the play on stage is what (probably) comes to mind when we hear about "Carmen". Yet, there is another "Carmen". Swedish choreographer Johan Inger created in 2015 a full-evening ballet based on the story that underlies the traditional George Bizet production for the Compania Nacional de Danza in Madrid (Trailer). Only a year later he got the Prix Benois de la Dance, equivalent to an "Oscar of the Ballet World". For this season the artistic director of the Semperoper Ballett in Dresden, Aaron S. Watkin managed to bring this piece on stage at the Semperoper Dresden (Premiere is on January 25, 2019 - at the moment no tickets for that evening).

As always each ballet company with its diversity of cultures, experiences, and context interprets such a piece in very unique ways. Even though we still have to wait for another two weeks to see the piece on stage there has been a great opportunity this morning to dive into the "real thing". Usually twice per season, the Semperoper Ballett gives the opportunity to the general public to follow their training classes and rehearsals of upcoming pieces in their main studio; check for Public Ballet Rehearsals. Of course one never knows what to expect until the very moment when entering the studio and receiving the overview leaflet. So one has to be curious and eager to let oneself be surprised by what emerges on the studio floor.

So we found ourselves today for four hours following the dancers on what is going to be the next great ballet production in Dresden. To get a glimpse of what to expect here the first of "Making of 'Carmen'" videos:


More about "Carmen" (ticket availability, prices, cast, etc.) via the Semperoper website, Semperoper Ballett pages (Instagram, Youtube, Facebook) and of course via the official hashtag on Twitter #SODCarmenBallett.

Reflection on the hours of the morning, in the known and well used #PresencingStatus manner:
  1. Good - having decided for all four hour-long sessions today; experience the diversity of the dancers; getting more excited to see the upcoming; good to see Anna Merkulova back after such a long time; reminding myself of the first connection with the company during the training sessions back at the Open Day 2010 which pulled my interest
  2. Tricky - not having taken the bananas and water upstairs (there was literally no time to get it downstairs); little time to chat
  3. Learned - almost no known faces in the participants' rows (always tricky to make other people curious about something they have no real clue what to expect); people in the resale business who work on Saturdays just miss opportunities like these (we met a neighbor on our way to town in the morning, and he told us that he did not know about that opportunity); time is running pretty fast when you are literally in the "flow" (four hours felt like nothing); ballet is always a place of learning more about human dynamics, and system dynamics in practice
  4. Action - great would be some kind of chat/networking gathering over coffee where dancers, ballet masters, pianists, other persons of the production and interested spectators can meet afterward (at an appropriate place and time, like a small kind of meetup)

In Two Words:

Don't miss!

Saturday, December 29, 2018

Rückblick und Ausschau auf das Jahr 2019

Fast genau auf den Tag vor zehn Jahren, genauer gesagt am 23. Dezember 2008, kehrte ich nach Dresden zurück. Doch warum?

Das Jahr 2008 war nicht nur weltgeschichtlich wegen der globalen Finanzkrise ein für uns alle einschneidendes Jahr. Für mich war es zugleich der Verlust eines über fast ein halbes Jahrzehnt geschätzten Arbeitsortes, der meine inneren Stärken erst richtig zur Geltung gebracht hatte. Während dieser Zeit erfuhr ich von einer Teilnehmerin auf der Internationalen System Dynamics Konferenz im Sommer 2006 in den Niederlanden, dass ich ein sogenannter "Boundary Spanner" sei. Mir war der Begriff gänzlich unbekannt bis zu diesem Zeitpunkt und doch fühlte ich mich umgehend beschrieben als jemand, der es versteht zwischen unterschiedlichen Kulturen (auch innerhalb einer Organisation) zu wandeln, Menschen miteinander in Beziehung bringt und als "menschlicher Katalysator" bei Problemlöseprozessen fungiert.

Während des Jahres 2008 war ich auf mehreren Workshops und Konferenzen und erzählte einem meiner Mentoren, einem Hochschulprofessor, in Dresden davon. Als ich das Format World Café erwähnte, empfahl er mir mich mit der Initiative "Genius Hellerau" in Verbindung zu setzen, die von einem alten Nachbarn aus Münchner Zeiten von ihm organisiert wurde. So kam es, dass ich mich eines Nachmittags am 13. Juni 2008 im Gebäudeensemble Hellerau zum 3. Hellerauer Kreis einfand.

Den 4. Hellerauer Kreis besuchte ich gemeinsam mit einem Vertreter der finnischen Managementhochschule Team Academy am 12. September 2008. In Finnland hatte ich erst einige Wochen zuvor persönlich diese Hochschule erlebt und war fasziniert von der Tatsache, was Angesichts einer drohenden Wirtschaftskrise (als Team Academy gegründet worden war befand sich Finnland und insbesondere die waldreiche Region um Jyväskylä in einer Rezension. Ein findiger Hochschuldozent der dortigen Hochschule für Technik und Wirtschaft (den hiesigen HTWs vergleichbar) hatte die pfiffige Idee, StudentInnen live am realen Objekt (AKA einer eigenen von einem Team geführten Firma) wirtschaftsrelevante Studieninhalte vermitteln zu lassen.

Das Konzept und auch die bereits gemachten persönlichen Kontakte sowie der im Winter 2009 folgende einwöchige Workshopaufenthalt in Finnland ließen den Plan reifen, etwas Vergleichbares im vom Aufbruch trotz der sich andeutenden Wirtschaftskrise gezeichneten Dresden ebenfalls auf die Beine zu stellen. Ein Konzept beim Businessplan Wettbewerb von futureSAX mit dem Namen "Team Lea(r)ning Experience" (bestehend aus den Teams, die Erfahrungen (experiences) unter dem Framework Lean, d.h. Mehrwert schaffen in kürzerer Zeit bzw. geringerem Ressourcenaufwand) war schnell gefunden und eingetragen.

Doch etwas machte mich schon damals stutzig. In einem der Workshops, die von futureSAX veranstaltet wurden, einige Teilnehmer hatten ambitionierte Projektideen vorgestellt, die oft jedoch erst in der Kombination mit anderen Ideen nachhaltige Geschäftsideen machen konnten, kam die Aussage des Workshopleiters an alle im Raum unvermittelt, "Wenn Sie keine Million Euros vor Augen haben, dann sollten Sie gar nicht erst anfangen, Ihre Idee umzusetzen!"

Angesichts der Geschichte Helleraus gut ein Jahrhundert zuvor hatte ich Hoffnung, dass sich an diesem Ort fasnzinerend Neues in kurzer Zeit entwickeln würde und machte nach dem 4. Hellerauer Kreis am 12.12.2008 auf dem ich die Idee von "Team Lear(ning) Experience" vorgestellt hatte, alles für einen Umzug nach Dresden klar, um die Vision an dem Ort, der für mich Innovation und Schnelligkeit darstellte, in die Tat umzusetzen.

Womit ich damals nicht rechnen konnte, Veränderungen politischer Natur, deutsche Reglementierungen und deren strikter Auslegung sowie Zurückhaltung von Personen und Organisationen angesichts der aufkommenden Unsicherheit, sich auf Neues jeglicher Art einzulassen.

Warum ich auch nach zehn Jahren die Hoffnung nie aufgegeben habe kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen. Dass die Vision, die aus der Tätigkeit während des Hochwassers in Dresden als Operativer Leiter der Hochwasserhilfe und meiner anschließenden Arbeit beim Werksaufbau des BMW Werk Leipzig lebt und wächst, oft an nicht gedachten Stellen, ist sicher. Gespräche in Stadt und Land mit Personen des öffentlichen Lebens, Wissenschaftlern und Unternehmern zeigen, dass etwas Großes möglich ist und das es (wie stets im Leben) mit den kleinen Dingen und Erfolgen, die erst zusammen ein Ganzes ergeben, möglich ist. Der MOOC "u.lab - Leading From the Emerging Future", den das Presencing Institute zusammen mit der Online-Lern-Plattform MITx seit 2015 jährlich durchführt hat einen gehörigen Teil dazu beigetragen. Nicht nur, dass es inzwischen eine lockere Gruppe von Interessierten des Framework Theorie U (dieser liegt dem MOOC zugrunde) in Dresden gibt (ulabsaxony DresdenULabHub), auch die internationalen Verbindungen zu anderen Innovatoren gab immer wieder positive Impulse.

Auch und besonders in Sachsen - LASST ES UNS GEMEINSAM REALITÄT WERDEN! Die Anfänge lassen sich überall erkennen wenn man aufmerksam und achtsam schaut, und das im ganzen Freistaat Sachsen.

Allen, die dies lesen wünsche ich von Herzen einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel Erfolg in allen Lebensbereichen

Euer Ralf


PS.: Wie vergleichbare Gedanken im Kontext einer kleinen Stadt in Mittelsachsen aussehen, davon kann man sich bei Augustusburg, einer kleinen Stadt südöstlich von Chemnitz, überzeugen (übrigens war ich seit Januar 2017 inzwischen 3x mal dort und es ist faszinierend, wie die Dinge sich entwickeln). Wie immer sind es auch hier Personen, die das möglich machen vom Bürgermeister bis hin zu engagierten Bürgerinnen und Bürgern,





Wednesday, November 21, 2018

Labyrinth - Titel eines vierteiligen Ballettabends und der Gang des Lebens

Vor einigen Wochen feierte der vierteilige Ballettabend "Labyrinth" des Semperoper Ballett an der Semperoper seine Premiere. Bis zum 21. November (heute) stehen noch fünf Aufführungen in dieser Spielzeit für die Möglichkeit eines Besuchs dieser faszinierenden Collage aus den unterschiedlichsten Stilen moderneren Baletts zur Auswahl. Alle Stücke werden übrigens live von der Staatskapelle Dresden begleitet, was insbesondere bei moderneren Stücken nicht immer üblich ist.

Aaron S. Watkin hat seine Vision  an diesem Abend einmal mehr auf der Bühne manifestiert. Vom bekanntem neoklassishcem George Balanchine über die selten getanzte Martha Graham und den bereits am Haus bekannten Ohad Naharin hin zu einem "unbekannten" jungen Choreographen aus eigenen Reihen der Company, Joseph Hernandez, reichte der Bogen. Die Eindrücke konnten nicht unterschiedlicher sein. Übergreifende Klammer der vier Stücke, die die Zeitspanne von 1946 bis hin zu 2018, ist das Layrinth der Emotionen (ob positiv oder negativ), der wir uns alle beständig im Leben individuell und kollektiv auseinandersetzen. Oft sind wir in unserem eigenen "Gedankenschloß" ("Interior Castle" ein animierter Videoclip einer Teilnehmerin des MOOC "u.lab - Leading From the Emerging Future", an den mich der Abend spontan erinnerte) gefangen, sehen und spüren weniger unsere persönlichen Emotionen und wie diese unsere Handlungen beeinflussen.

Das Stück "Die Vier Temperamente" von George Balanchine mit Musik von Paul Hindemith, der diese als Auftragsarbeit bereits 1940 komponierte zeigte die Präzission, den immer wieder faszinierenden "Tanz auf Spitze" und die physische Ästhetik, der durch die schlichten in Schwarz und Weiß gehaltenen typischen 40er-Jahre Tanztrikots, die die Tänzerinnen und Tänzer des Semperoper Balletts insbesondere im großen Team auf der Bühne beherrschen. Besonders hervorzuheben ist, dass zahlreiche Ensemblemitglieder sich am Anfang ihrer Tanzkarriere befinden.

"Errand into the the Maze", uraufgeführt nur ein Jahr später, 1947, am gleichen Ort wie "Die Vier Elemente" hätte nicht unterschiedlicher sein können. Daran anschließend "Black Milk" von Ohad Naharin, der schon in der Vergangenheit faszinierende Produktionen wie "Minus 16" (Video des vierteiligen Abends "Bella Figura" (ab 1:50 min) gemeinsam mit dem Sempeeroper Ballett auf die Bühne der Semperoper brachte.

Zum Abschluss das bereits erwähnte neue Stück von Ensemble-Mitglied Joseph Hernandez "SONGS FOR A SIREN"- hierzu bedarf es keiner weiteren Worte, die Bilder, Emotionen und die in einem selbst aufsteigenden Assoziationen und Fragen einfach wirken lassen.

Wer sich noch schnell entscheidet, heute ist wirklich die letzte Chance (Beginn 19 Uhr), hier ein kurzer Einblick in die vier Stücke oder auf dem Youtube-Kanal des Semperoper Balletts.

Presencing Status (short feedback on four short questions):

  • Good - exzellenter Querschnitt, Live-Begleitung durch die Staatskapelle Dresden und Alfredo Miglionico
  • Tricky - nichts außer, dass ich diesen Artikel noch am Premierenabend begonnen hatte und erst heute mit der anstehenden letzten Vorführung "Hals über Kopf" beende 
  • Learned - Gedanken freien Lauf lasen und Assoziationen mit Bekannten nachspüren
  • Action - Empfehlung aussprechen

Friday, December 29, 2017

Cassandras haben es schwer - besonders in heutigen vernetzten Zeiten

Final Curtain
Vor einigen Wochen hatten "Les Troyens / Die Trojaner" von des französischen Komponisten Hector Berlioz ihre in der aktuellen Spielzeit 2017/2018 letzte Aufführung an der Semperoper Dresden. Auf den Tag genau einen Monat zuvor feierte diese Oper mit wagnerianischer Länge (ca. 5 Stunden inklusive zwei Pausen) ihre Premiere mit sehr unterschiedlichen Kritiken (in der Regel ein Zeichen, dass es sich lohnt, sich persönlich ein Bild von der Inszenierung zu machen und die Deutungshoheit nicht den Premierenkrititern zu überlassen, siehe Links zu weiteren Rezensionen am Ende des Beitrags).

So stand zur letzten Vorstellung in dieser Spielzeit ein Besuch dieses musikalischen und visuellen Marathons auf dem Programm und er belohnte über alle Maßen (auch wenn das Parkett noch wesentlich mehr Besucher vertragen hätte, die Ränge hingegen waren gut besucht).

Was macht die Oper, neben den kontroversen Kritiken, so außergewöhnlich? Hector Berlioz hatte "Les Troyens" als "Grand Opera" inszeniert und vor allem der Chor sollte auf der Bühne eine entscheidende Rolle spielen. Was konnte also Besseres passieren als das 200. Gründungsjubiläum des Sächsischen Staatsopernchores im Jahr 2017 zu nutzen. Wie in kleiner Runde mit Intendanz, Dramaturgie und Technischer Direktion am Tag der Offenen Tür gut eine Woche vor der Premiere zu erfahren war, sollten sich 120 Sängerinnen und Sänger bei diesem opulenten Werk auf der Bühne tummeln. Eine Herausforderung der besonderen Art, denn diese Masse an Protagonisten muss erst einmal auf der Bühne untergebracht werden.

Die Geschichte in aller Kürze, wenn auch die emotionalen und komplexen Verbindungen der Protagonisten auf der Bühne wesentlich darüberhinaus gehen. Die wenigen Zeilen aus dem Text auf der Webseite der Semperoper bringen es auf den Punkt:
"Troja und Karthago - in beiden Städten herrscht ein trügerischer Friede. Zwei Völker befinden sich nach Belagerung, Krieg und stürmischer Zeit in Erwartung friedlicher Prosperität. Helden werden betrauert, Helden werden besungen, tote Helden mahnen die Überlebenden. In Zerstörung und Niedergang werden beide Völker enden, die deutlichen Vorzeichen ignorierend."
Die Handlung selbst ist bereits von Berlioz in das Europa der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert gelegt worden als die enorme Technikentwicklung, die in der ersten Pariser Weltausstellung 1855 einem breiten Publikum vermittelt wurden, in vollem Gang war. Es war schon nicht mehr das Troja und Karthago, das wir aus Sagen kennen.

Was die Oper so interessant macht, sind nicht nur die dynamische Komplexität auf der Bühne und die Bezüge zu heutigen Umständen, deren Auswirkungen über die Zeit oft nur von Wenigen erkannt und artikuliert werden, sondern vor allem, bedingt durch die Länge der Inszenierung, die Notwendigkeit des Publikums, sich auf das Ganze einzulassen und förmlich bis zum Schlussaccord, gesungen von Christa Mayer, die in ihrer Rolle brillierte (schauspielerisch wie sängerisch), einzulassen.

Zugegebenermaßen bis zur 1. Pause war auch mir ein Einlassen auf die Musik und das "bunte Treiben" auf der Bühne schwierig. Nach der Pause und einem "Sacken" des Gesehenen und Gehörten kamen nach und nach vor dem geistigen Auge die Bilder anderer "Rufer in der Wüste" oder Cassandras in den Sinn.

Mit der zeitgleich in Bonn stattfindenden Klimakonferenz #COP23, die just in der Woche nach der letzten Aufführung von "Les Troyens / Die Trojaner" stattfand, ist es wert, an Jay W. Forrester und sein Team von DoktorandInnen zu erinnern. 1972 verfassten sie den Bericht "Limits to Growth" (damals initiiert vom Club of Rome und kofinanziert von der Volkswagen Stiftung) zum zukünftigen Zustand der Welt. Über 40 Jahre ist dies nun her. Wurden die Rufe (bislang) erhört? Teilweise ja, doch gesamtgesellschaftlich, so wie das Volk der Trojaner den düsteren Weisagungen der Cassandra Glauben schenkte?

Mitnichten.

Kurzkritik in Form des bewährten #PresencingStatus:

  • Good - stimmgewaltiger und diferrenzierter Chor, der in dieser Oper seine wahren Fähigkeiten zum Ausdruck bringen kann; eine schauspielerisch und sängerisch hervorragende Christa Mayer (festes Mitglied im Ensemble); eine faszinierende Koproduktion sämtlicher Abteilungen des Hauses (vor allem Techniker, Werkstatt und Kostümmacher)
  • Tricky - (anfangs) die Länge der Aufführung; ohne vorheriges Konsultieren des Programmhefts sind Opern dieses Umfangs und Neuigkeit schwerlich in ihrer Gänze zu erfassen; anfängliche Rezensionen von Premierenkritikern hätten auch "abschreckend" wirken können (glücklicheweise gab es zwischenzeitlich weitere Rezensionen, die die Sicht auf die Inszenierung relativierten); "Eiseskälte" im Zuschauerraum (glücklicherweis wurde nach Hinweis an der Garderobe die Temperatur ein wenig erhöht; möglicherweise hängt das Phänomen mit der Überholung der kompletten Klimaanlage vor einigen Jahren zusammen; seitdem sind die Wintermonate anders als früher nicht mehr so intensiv von uns zu Besuchen genutzt)
  • Learned - je "unbekannter" (nicht einmal der Reclam-Opernführer von 1956 führt Hector Berlioz auf) die Oper, desto länger die "Lernkurve" und Verknüpfung mit der Gegenwart und eigenem Erleben (man muss sich Zeit nehmen und den Impuls der "vorschnellen Kritik" aktiv zurücknehmen)
  • Action - Reinhören in die 5-teilige Podcast-Serie "Die John Fiore Show", in der der Dirigent der Inszinierung, zur Musik der unterschiedlichen Akte Detailausführungen gibt, die einem ansonsten verschlossen bleiben und auch helfen, die Oper in ihrer Komplexität einzuordnen (in die damalige Realität und auch aktuelle Bezüge)


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Weitere Rezensionen zu "Les Troyens/ Die Trojaner" an der Semperoper Dresden: 

Deutsch

Englisch

Französisch
El cronista errant

Wednesday, October 18, 2017

Chemie - Gesellschaftlicher Katalysator? Roald Hoffmann macht es wahr!

Startfolie des Preisträgervortrrags
von
Prof. Roald Hoffmann
Roald: From a refugee camp in Wasseralfingen, books of Marie Curie and George Washington Carver in German, to America

(Roald: Von einem Flüchtingslager in Wasseralfingen, Bücher von Marie Curie und George Washington Carver auf Deutsch, nach Amerika)

Am 10. September 2017 feierte die die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) das Jahr ihres 150-jährigen Bestehens mit einem Festakt im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Höhepunkt des Abend war die erstmalige Verleihung des Primo-Levi-Preises an Prof. Roald Hoffmann, Nobelpreis in Chemie (gemeinsam mit Kenichi Fukui) 1981.

Primo Levi, italienischer Schriftsteller und Chemiker, der den Holocaust überlebte (ähnlich wie der Preisträger auch), hat mit seinem schriftstellerischem Wirken die Chemie in weite Teile der Bevölkerung getragen. Darüber hinaus hat er mit seinem autobiografischen Werk "Ist das ein Mensch?" über seine Erfahrungen während seines 11-monatigen Zwangsaufenthalts im Konzentrationslager Auschwitz einen Platz in der Weltliteratur eingenommen.

GDCh Präsidentin Thisbe K. Lindhorst und Prof. Roald Hoffmann
Mit dem Primo-Levi-Preis, der von der GDCh und der Italienischen Chemischen Gesellschaft (Societa Chimica Italiana) gemeinsam verliehen wird, werden "Chemiker oder Wissenschaftler chemienaher Disziplinen ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße für die Wahrung der Menschenrecht einsetzen und damit den Dialog zwischen der Chemie und der Gesellschaft voranbringen" (Auszug aus der Pressemitteilung der GDCh vom 6. Juni 2017).

Roald Hoffmann, bedingt unter anderem durch seine Kindheit, geboren 1937 damals im polnischen Zloczow (heute zur Ukraine gehörig) ist ein "Brückenbauer" (Boundary Spanner via P2P Foundation) zwischen unterschiedlichen Kulturen und Disziplinen. Der Titel seiner Nobel Lecture anlässlich der Nobelpreisverleihung 1981 "Building Bridges between Inorganic and Organic Chemistry" lässt den interessierten Leser bereits vermuten, dass sich darunter mehr verbirgt als ausschließlich die Leidenschaft eines Chemikers im Kontext mit Atomen und Molekülen.

Kunst, Poesie und Philosophie sind die Felder, in denen Roald Hoffmann ebenfalls seit Jahren aktiv tätig ist, wie auf seiner Website zu entnehmen. Nicht ohne Grund ist die Kunst und die mit ihr verbundenen Künstlerinnen und Künstler ein Katalysator für gesellschaftlichen Wandel hin zu größerem Verständnis gegenüber der Wissenschaft (die, falls wir nicht selbst damit zu tun haben, uns abstrakt und im "strengen Sinne" überflüssig vorkommt, da wir sie in geringem Maße in unserer persönlichen Erlebenswelt einordnen können) und zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen. Auf den Malta Conferences, die sich dafür einsetzen, die Kraft der Diplomatie der Wissenschaften für ein friedfertiges Zusammenleben der unterschiedlichen Kulturen im Nahen Osten einzubringen ist er ebenfalls ein regelmäßiger Teilnehmer, so auch in diesem Jahr im Dezember.

Jan Kollwitz (li.)
Roald Hoffmann (re.)
Besonders faszierend ist die gestiftete Keramik, die in tradioneller japanischer Technik von Jan Kollwitz, dem Urenkel von Käthe Kollwitz, die ihre letzten Lebensjahre in Moritzburg unweit Dresdens verlebt hat,  produziert worden ist. Just in dieser Woche, am morgigen Donnerstag, eröffnen die Staatlichen Kunstsammlungen (SKD) im Kupferstichkabinett eine Sonderausstellung anlässlich des 150. Geburtstages von Käthe Kollwitz - man mag es für eine zufällige "Laune" der Geschichte halten und doch treffen wiederum unterschiedliche Stränge der Geschichte in Dresden in Form der Kunst zusammen.






Zusammenfassung des Erlebten während (und nach) der Eröffnungsfeier des Wissenschaftsforum 2017 (#wifo2017) im bewährten #PresencingStatus:

  • Good - Konzerthaus am Gendarmenmarkt war der passende Ort, um Wissenschaft, Kunst und Publikum emotional zu verbinden 
  • Tricky - mehrfache Anläufe zum Aufschreiben der Erinnerungen an diesen faszinierenden Abend in Berlin "scheiterten"
  • Learned - manche Dinge, wie das Schreiben dieses Artikels, benötigen mehr Zeit als vermutet, vor allem wegen der verfältigen Verflechtungen und Dockingpunkte mit anderen Dingen (SKD, Semperoper Ballett, Deutsche Physikalische Gesellschaft, Dialogmiteinander, Flüchtlingskrise, Bundestagswahl, Diversity, ...)
  • Action - Wie könnte ein Prototyp im Rahmen des MOOC "u.lab - Leading From the Emerging Future" aussehen, der die Vielfalt (diversity) von Personen, Erkenntnissen sowie Erlebnissen, die die offenbaren Grenzen zwischen Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft verschmelzen lassen und visuell oder in anderer geeigneter Form für andere erfahrbar macht? 

Tuesday, October 10, 2017

Industrie 4.0 und die Jungen Neugierigen

Am Freitag, den 6. Oktober 2017, machte der Global Manufacturing and Industrialization Summit (GMIS) auf seiner GMIS Roadshow, u.a. über New York City, Paris und Peking, bei GLOBALFOUNDRIES Fab1 im Dresdener Norden Station. Bereits einige Wochen zuvor war das Event nicht nur auf Facebook sondern auch über den offiziellen Twitteraccount GMISummit angekündigt worden (siehe links).

Worum geht es? Warum gerade in Dresden als erste und somit einzige Station in Deutschland auf der GMIS Roadshow, die bereits in New York City, Paris und Letztens in Peking Station machte?

https://gmisummit.com/thesummit/the-initiative/
GMIS wurde 2015 auf Initiative der Vereinigten Arabischen Emirate in Kooperation mit der UNIDO (United National Industrialization and Development Organization) sowie SIEMENS und GE gegründet. Im Frühjahr dieses Jahres fand der erste GMISummit in Abu Dhabi an der dortigen Universite Paris Sorbonne Abu Dhabi statt. Statt der erwarteten 1.500 Teilnehmer waren es rund 3.000 Teilnehmer aus allen Bereichen von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, um zu erfahren und zu erörtern, wie die weltweite Fertigung (engl.: manufacturing) zukünftig aussehen könne bzw. gestaltet werden soll, um die Sustainable Development Goals der UN gemeinsam zu erreichen.

Die Vereinigten Arabischen Emirate sind über den staatlichen Investmentfonds Mubadala, der Alleineigentümer des Chipproduktionswerkes GLOBALFOUNDRIES Fab1 (das größte seiner Art in Europa und mit ca. 3.500 MitarbeiterInnen aus 50 Nationen), seit Jahren intensiv mit dem Freistaat Sachsen verbunden. Ministerpräsident Stanislaw Tillich begrüßte die ca. 50 Teilnehmer im Konferenzzentrum und betonte, nicht nur in seiner Funktion als Ministerpräsident sondern auch als Ingenieur, dass "... Sachsen als starker Wirtschaftsstandort und innovative Region in Europa steht dank vieler engagierter Unternehmer und kluger Köpfe mittendrin. ... Es ist uns gelungen, die gesamte Wertschöpfungskette von Forschung und Entwicklung bis zur Produktion im Freistaat zu etablieren. Und es sind gerade auch die kleinen und mittleren Unternehmen, die mit ihrer Tatkraft und ihrem Ideenreichtum zu diesem Erfolg beitragen."

Badr Al-Olama, GMIS
Badr Al-Olama, Head of GMIS und Head of Aerospace Business Unit - Mubadala Investment Company (Strata Manufacturing, zertifizierter Lieferant von Composite-Teilen für Boeing und Airbus), und spezieller Gast an diesem Morgen brachte es mit einem kurzen Fakt auf den Punkt. Der Börsenwert von Apple (ehemals "nur" ein IT-Unternehmen) stellt mit seinem Börsenwert die gesamten Gründungsunternehmen des GMIS (zu denen auch SIEMENS und GE zählen) in den Schatten. Die Wirtschaftslandkarte hat sich im vergangenen Jahrzehnt enorm gewandelt. Unternehmen wie Apple und Google sind inzwischen auch im Bereich von Robotics, autonomes Fahren und anderen (digital getriebenen) Industriefeldern tätig und zunehmend als Produzenten aktiv. "How do we make manufacturing aspirational?" ("Wie machen wir die Produktion anziehend?") - ein Satz von Badr Al-Olama, der die Intention des GMIS auf den Punkt bringt und zugleich aufzeigt, welche Herausforderungen bevorstehen.

Dass dies möglich ist, zeigten erfolgreiche Akteure aus dem sächsischen Mittelstand, wie die XENON Automatisierungstechnik GmbH mit Sitz in Dresden sowie der FEP Fahrzeugelektrik Pirna GmbH, die beide mit mehreren hundert Mitarbeitern nicht nur Wertschöpfung in Sachsen, sondern auch global schaffen und dabei auch das Thema Digitalisierung aktiv umsetzen.

In einer hochkarätig besetzten Diskussion beleuchteten Vertreter von Fabmatics GmbH, SIEMENS AG Business Unit Factory Automation, Fraunhofer IWU sowie FEP Fahrzeugelektrik Pirna GmbH unter Moderation von Dr. Gerd Teepe, Director Marketing for Europe, Globalfoundries die Auswirkungen der Digitalisierung auf die sächsische Wirtschaft, sowie deren Chancen und Herausforderungen.



https://twitter.com/UNIDO/status/916240750446292992
Die Relevanz der digitalen Transformation und die internationale Vernetzung innerhalb der Wertschöpfungskette für die sächsische Wirtschaft betonte Stanislaw Tillich nicht nur in seiner Funktion als Ministerpräsident des Freistaat Sachsen, sondern auch als Ingenieur, der an der TU Dresden seinen Abschluss machte. Die anschließende Unterzeichnung des Memorandum of Understanding (MoU) zwischen der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH und der GMIS setzte ein weiteres Zeichen für eine künftige Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Noch sind es knappe zwei Jahre bis zum nächsten Global Manufacturing and Industrrialization Summit in Russland in Jekatarinenburg, #GMIS19. Hinreichend Zeit für sächsische Unternehmen der Fertigungsbranche, sich mit anderen lokalen Unternehmen zu vernetzen und darüber hinaus die vielfältigen Möglichkeiten der sächsischen Forschungslandschaft, angefangen von der E3 Forschungsfabrik in Chemnitz, dem Smart Systems Hub und dem DLR Institut für Softwaremethoden zur Produktvisualisierung, Zentrum für Additive Fertigung Dresden (AMCD) und anderen aktiv zu nutzen.

Kurzfazit in Form des bewährten #PresencingStatus (ein Standardprozess der Reflexion, der aus Theorie U bzw. dem MOOC #ulab hervorgangen ist):

  • Good - einwandfreies WLAN; Veranstalter (GMIS & Globalfoundries) selbst auf zahlreichen Social Media Kanälen aktiv während der Veranstaltung
  • Tricky - kurze Anmeldungsvorlaufzeit (nicht 100%iger Rückmeldeprozess); kein Laptop dabei (Tippen auf dem Smartphone eine langwierige Angelegenheit)
  • Learned - die Vereinigten Arabischen Emirate haben bereits (auch im Industriekontext, wie Mubadala) die traditionellen Kommunikationsmethoden exponentiell erweitert (Twitter, Instagram, Facebook, Youtube);
    "Wir sind noch viel zu langsam! Egal was sie machen, tun Sie es zweimal so schnell!" - Prof. Dr. Matthias Putz, Fraunhofer IWU
    "Win-Win-Situationen möglich machen!" - MP Stanislaw Tillich;
    "How many people here are born in the 80's here? And 90's I'd assuming nobody?" - Badr. Al-Olama in seinem Abschlussstatement (niemand im Publikum ist in den 80ern geboren, vier Teilnehmer in den 90ern);
    "We [UAE] always ask ourselves:'Why not?' Not, 'Why should things happen the way they are?'" - Badr Al-Olama 
  • Action - aufmerksam nach wertschöpfenden Möglichkeiten und Verbindungen Ausschau halten, die eine Win-Win-Situation für den Freistaat Sachsen und GMIS darstellen und möglich machen
Ausgewählte Berichte über die GMIS Roadshow in Dresden am 6. Oktober 2017:


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Monday, September 18, 2017

Was haben Berlin, Brandenburg und Sachsen gemein? CHEMIE

Anlässlich des 150. Gründungsjubiläums der GDCh (Gesellschaft  Deutscher Chemiker e.V.) an historischer Forschungsstätte, dem Berliner Wissenschaftscampus in Berlin-Dahlem, trafen sich vergangene Woche über 2.000 Chemikerinnen, Chemiker und Interessierte beim Wissenschaftsforum 2017 (#wifo2017 auf Twitter und Facebook).

Selbstverständlich ging es während der fünf Tage dauernden Konferenz um spezifische Fachvorträge, Tagungen der Fachgruppen (angefangen von der FG Chemieunterricht bis hin zur FG Lackchemie und FG Nuklearchemie), auch Postersessions standen ebenso auf dem Programm.

In einem neuen Format, das erstmals im Rahmen des Wissenschaftsforums der GDCh stattfand, waren Entrepreneure aus dem chemisch-wissenschaftlichen Kontext, Unternehmer, Politiker, UN-Institutionen eingeladen, beim 24-stündigen (!) Innovationsmarathon "Chemiewende - Wie erreichen wir eine neue Gründerzeit in der Chemie?" neue Wege in die Zuknft aufzuzeigen.

Juniorprofessor Dr. Hannes Rothe, einer der treibenden Köpfe hinter dem Event, das sich mit ca. 40 Anmeldungen für den 24h-Hackethon regen Zuspruchs erfreute, nahm während der 3-minütigen Pitches der sieben Teams die Zeit (in der ersten Reihe sitzen die Juroren der Pitchrunde). Doch dabei sollte es nicht bleiben. Nach den erfolgten Pitches der sichtlich erschöpften Teilnehmer des "Innovationsmarathons Chemiewende" und einer umgehenden Juryauswertung der Pitches war klar (wenn auch knapp, wie am Rande der Aufräumarbeiten zu erfahren war), dass das Team "Startup" das Rennen um den mit 5.000 Euro dotierten Preis gemacht hatte.

Im Beisein der Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries, die den Preis an das Gewinnerteam überreichte, wurde auch der Ausbau der "Chemical Invention Factory - John Warner Center for start-ups in Green Chemistry" angekündigt, das das Ökosystem für erfolgreiche Startups im Bereich der "Grünen Chemie" inmitten Berlin befördern soll. Bislang gibt es bereits erste Aktiviäten im kleineren Maßstab, wie einer Pressemitteilung der TU Berlin aus dem Juni dieses Jahres zu entnehmen ist. Die Aktivitäten in Richtung "#GreenChemistry" und die Unterstützung durch das Bundeswirtschaftsministerium (und selbstverständlich der Wirtschaftsministerien der Bundesländer) erschöpfen sich nicht nur in der Unterstützung von innovativen Startup-Wettbewerbsformaten für investitionsintensive Felder wie der Chemie. Erst am Vortag war an der Bergakademie TU Freiberg die Demonstrationsanlage von Parforce durch die Bundeswirtschaftsministerin eröffnet worden. Die Bergakademie TU Freiberg, die älteste Montanuniversität der Welt, war 2012 Austragungsort des 1. World Forum of Universities Resources on Sustainability (#WFURS - wir berichteten damals über Twitter) und somit schließt sich erneut ein Kreis, Ressourcen und Chemie, der ohne digitale Kommunikationstechnologie nicht ohne Weiteres sichtbar wäre.

Am Rande des kleinen Imbisses nach der Veranstaltung zeigte sich wieder einmal, dass das Pitchen gelernt sein will. So ähnlich, wie der "webbasierte Chemiebaukasten" (Chemtics) auf dem MobileCamp 2014 in Dresden überzeugte, so auch die in Brandenburg ansässige LXP Group, "Wir wandeln Grünabfälle, die z.B. in großen Mengen in städtischen Parks anfallen, dass sie von Biogasanlagen verwertet werden können." (frei aus der Erinnerung).

Dass sich nicht nur webbasierte und auf rein digitalen Geschäftsmodellen basierende Startups erfolgreich weiterentwickeln zeigt die im Frühjahr erfolgreich abgeschlossene Finanzierungsrunde über 2,6 Mio €

Auch wenn es für uns meist die Vorträge und die Keynote Speaker sind, die unser besonderes Augenmerk auf Konferenzen anziehen, so sollte man nichts unversucht lassen, um sich in unbekannte und neue Kontexte auf einer mehrtägigen Konferenz begeben, ob beim Frühstück oder auf den Veranstaltungen "am Rande".

Kurz zusammengefasst als PresencingStatus, was es mitzunehmen lohnt:

  • Good - der Mut der Initiatoren des Innovationsmarathon Chemiewende, dieses Format in das Wissenschaftsforum 2017 einzubetten; Englisch als Standardsprache und ausländische Gäste wie John Warner und Janet Angel
  • Tricky - es bedurfte einiger Anstrengungen, die Hashtags #Chemiewende und #Innovationsmarathon gemeinsam mit den offiziellen Konferenz-Hashtag #wifo2017 zu verbinden
  • Learned - Startup-Formate haben es nach wie vor schwer, vor allem wenn es sich nicht um schnell und einfach skalierbare rein digital-basierte Geschäftsmodelle handelt, Innovationsmarathon Chemiewende (see what the seven teams created over the course of 24 hours in Berlin - just amazing!!!) war ein vielversprechendes Format 
  • Action - mehr über die Geschichte der Chemie und ihre Relevanz in den heutigen Zeiten des Wandels erfahren (seit über 30 Jahren war ich nicht in diesem engen Kontakt mit Chemie)



Tuesday, September 5, 2017

Hellerau - Gelebte Innovation durch "Power of Pull"

Am Montag, den 28. August 2017, fand die alljährliche Innovationskonferenz futureSAX an einem bemerkenswerten und geschichtsträchtigen Ort der Tanz und Baugeschichte statt (Englisch review to be found here). Das Festspielhaus Hellerau, einst entworfen von Heinrich Tessenow als kultureller Mittelpunkt der noch im Enstehen begriffenen ersten deutschen Gartenstadt Hellerau (Website des StadtwikiDD) "vor den Toren der  großen Stadt (Dresden)", die sich vor über 100 Jahren zu einem Innovationshub zu entwickeln begann.

Jedem Besucher Dresdens sei an dieser Stelle ein mehrstündiger Gang durch die verwinkelten (eher gebogenen) Straßen des Stadtteils mit seinen unterschiedlichen Architekturstilen empfohlen. Am besten geschieht die Anreise rein elektrisch (ganz im Sinne des Bestrebens der Landeshauptstadt Dresden künftig "Modellstadt der Elektromobilität" zu werden) mit der Straßenbahnlinie 8 unter Mitnahme des "Streifzug 3 - Hellerau, die erste deutsche Gartenstadt" (auch als gedruckter Faltplan bei den Mobilitätszentren der Dresdner Verkehrsbetriebe AG erhältlich) der DVB AG (übrigens eines der innovativsten Unternehmen der Region, oft unterschätzt in der öffentlichen Wahrnehmung).

An besagtem Montag trafen sich rund 550 TeilnehmerInnen, um von frischen Innovationen Startups, etablierten mittelständischen Unternehmen oder Projekten visionärer Köpfen des Freistaats zu erfahren und die Besten zu küren (hier geht's zum Livemitschnitt der Preisverleihung - Ausdrücklicher Dank geht an dieser Stelle an die Kollegin des SMWA, die dies möglich machte).

Doch worum ging und geht es bei Veranstaltungen wie diesen an solch außergewöhnlichen Orten wirklich?

p. 99, "The Power of Pull"
John Hagel, Faculty Member von Singularity University, hat es bereits in seinem Buch "The Power of Pull - How Small Moves, Smartly Made, Can Set Big Things in Motion" beschrieben und nennt es "Shaping Serendipity" (vereinfacht auf Deutsch gesagt: "gute Gelegenheiten schaffen"). Jeder von uns kennt es, man ist auf einer Konfernz, man plant Besuche einzelner Stände und  interessanter Gesprächspartner. Doch dann kommt alles anders! Man kommt in ein Gespräch, findet etwas außergewöhnlich Interessantes und kommt zu ungeplantem Wissen und Kontakten.
  • wähle die Umgebung, in der sich Menschen mit ähnlichen Leidenschaften aufhalten
  • werde sichtbar und bleibe dies auch für Menschen, die relevant sind
  • beeinflusse deren Projekte und verstärke ihre Wahrnehmung
  • entdecke und tausche dich mit den richtigen Leuten zur passenden Zeit(en) aus
  • mache das Beste aus jedem Serendipity-Erlebnis 
Ist das Festspielhaus Hellerau ein solch "guter Ort", wo Menschen und unterschiedliche Ideen aufeinandertreffen und zugleich dem Ort eine positive Energie innewohnt, die mehr als nur das flüchtige Gespräch in der Pause ermöglicht?

Definitiv und ein klares "Ja"!

Und wieder ist es der Tanz und die performende Kunst, ob als Rhythmik, zeitgenössischer Tanz, Ballett oder die von der Dresdener Breakdancegruppe The Saxonz in Kooperation mit Hellerau - Europäisches Zentrum der Künste Dresden ins Leben gerufene Veranstaltung "Floor on Fire - Battle of Styles" (kurzer Trailer zum Format), Impulse für Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft gleichermaßen setzt.

In diesem Sinne darf man auf das kommende Programm "Rekonstruktion der Zukunft" in Hellerau gespannt sein, das sich um das Bauhaus, die Zukunft und last but not least Adolphe Appia, Bühnenbildner und Architekt, der vor über 100 Jahren Innenraum und Bühne des Großen Saals im Festspielhaus gestaltete.

Innovationen benötigen stets den passenden "Brutraum", um ins Entstehen zu kommen und das Festspielhaus Hellerau ist ganz sicher einer davon in der Stadt Dresden - ein wenig "versteckt" am Rande in der Heide. Wer einmal den Weg gefunden hat wird ihn sicher noch oft gehen, so wie selbst geschehen als ein Besuch und Führung in einem bis dato unsanierten Ensemble vor reichlich zwanzig Jahren auf dem Besuchsprogramm stand.

http://hellerau.org/rekonstruktion-der-zukunft

.... und zum Abschluss #PresencingStatus AKA Kurzreview:

  1. Good - Festspielhaus Hellerau ist ein wunderbarer Ort an dem Innovation, das Neue, Kunst und Kulturen aufeinandertreffen (seit über 100 Jahren)
  2. Tricky - Nutzung des futureSAX Veranstaltungs-WLAN nicht möglich, da Smartphone-Antenne keine 5 GHz Signale verarbeiten konnte
  3. Learned - Es gibt immer eine Lösung, die weiter führt :-) Inspirative Orte, wie z.B. das Festspielhaus Hellerau, den Lichthof im Albertinum oder die Gläserne Manufaktur gibt es zahlreich in Dresden - einfach noch mehr und digital darüber sprechen 
  4. Action - mehr als neugierig auf #inarowfestival und #RekonstruktionDerZukunft geworden 


Monday, July 3, 2017

"Wenn eines Tages eure Stimmen verhallt sind, dann gehen wir zugrunde"

Die obigen Worte sind die letzten Worte Martas, einer der beiden Hauptprotagonistinnen, am Ende der an der Sächsischen Staatsoper Semperoper aufgeführten Oper "Die Passagierin", einer Koproduktion mit der Oper Frankfurt.

Wenn es in der Spielzeit 2016/2017eine Oper in Dresden gab, die mich besonders bewegte, dann war es "Die Passagierin" von Mieczysław Weinberg basierend auf dem autobiografischen Roman von Zofia Posmysz.

Zofia Posmysz
Zofia Posmysz (Wikipedia) wurde 18-jährig von den deutschen Besatzungstruppen in Krakau beim Verteilen von Flugblättern verhaftet und kam 1942 in das KZ Auschwitz in der Nähe von Krakau (wo sich der Königssitz der polnischen Könige, der Wavel, befindet). Sie überlebte bis zum Tag der Befreiung und wurde in den Jahren nach dem Krieg Journalistin beim polnischen Rundfunk. Zunächst verarbeitete sie ihre Erinnerungen in Form eines Hörspiels, was dann zum autobiografischen Roman "Die Passagierin" 1962 führte, der Basis für einen Film und das Libretto für die gleichnamige Oper führte.

Nebenstehende Aufnahme entstand von Zofia Posmysz, inzwischen 94-jährig während Ihres Gesprächs "Ich werde euch nie vergessen ..." unmittelbar vor der Premiere im Wallpavallion des Dresdner Zwingers am Samstag, den 24. Juni 2017.


Die Handlung:

Eine ehemalige KZ-Aufseherin, Lisa, fährt mit ihrem Mann, einem Diplomaten, der in Südamerika eine Botschafterstelle antritt und der nichts von ihrer Vergangenheit weiß, auf einem Passagierdampfer über den Atlantik. Während der Überfahrt hat Lisa das Gefühl, in einer der übrigen Passagierinnen, Marta, eine ehemalige Lagerinsassin zu erkennen, die sie, so ist sie sich sicher, damals in den Tod geschickt hat.

Die Erinnerungen kommen vor ihrem geistigen Auge hoch und sie beichtet auch ihrem Mann, was damals passiert ist. Einmal geweckt sind die "Geister der Vergangenheit" nicht mehr zu verdrängen. Lisa oszilliert zwischen Gegenwart und aufkommenden Erinnerungen der grausamen und lange Zeit unausgesprochenen Vergangenheit. Letztendlich und mit der Bestätigung, dass Marta tatsächlich die vermutete ehemalige Lagerinsassin ist, zerbricht sie an der über Jahrzehnte verdrängten Realität und der nicht auszuhaltenden Ambivalenz der eigenen Persönlichkeit.

Die moderne und mit vielen Einflüssen verschiedener musikalischer Stilrichtungen versehene Musik Mieczysław Weinbergs (Wikipedia), dessen Oper erst zehn Jahre nach seinem Tod in Moskau konzertant uraufgeführt und szenisch bei den Bregenzer Festspielen 2010 umgesetzt wurde, lässt den Zuschauer stets im Klaren, dass das auf Bühne erlebte nicht sehr weit von der Gegenwart entfernt ist.

Semperoper Ensemblemitglied Christina Bock brilliert in dieser faszinierenden Inszenierung in einer Doppelrolle (Lisa als Ehefrau eines Diplomaten und in der Rückblende als KZ-Aufseherin), sowohl sängerisch als auch spielerisch. Barbara Dobrzanska debütierte als Marta mit einer hinreißenden und teilweise herzzerreißenden Sopranstimme.

Wer sich diese besondere Operninszenierung nicht entgehen lassen möchte hat noch zwei Termine zur Wahl (kommenden Mittwoch, den 5. Juli um 19 Uhr, und am letzten Spieltag dieser Saison, Sonntag, den 9. Juli um 15 Uhr).

Mehr über "Die Passagierin" auf der Webseite der Semperoper (mit einigen musikalischen und bildlichen Eindrücken).


Fazit: UNBEDINGT ANSCHAUENSWERT!!!

Final Curtain nach der Premiere am 24. Juni 2017


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PresencingStatus in gebotener Prägnanz und Kürze:


  1. Good - fantastische Inszenierung und sängerische Qualität (aller Beteiligten, von den Solisten bis hin zum Staatsopernchor); eine Oper, die viele Ebenen die Dialogs eröffnet; eine Oper, die einen nicht mehr loslässt und die inneren Gedanken bewegt; auch auf Twitter hat sich einiges zur Oper bewegt 
  2. Tricky - nur 5x auf dem Spielplan (gegenwärtig scheint eine Wiederaufnahme nicht geplant zu sein); zu viele Eindrücke, die mit persönlich Erlebtem bei einem Besuch im KZ Auschwitz im Sommer '93, "Attentional Violence", den Bezügen zwischen Krakau (nur einige Kilometer von Auschwitz entfernt) und Dresden (insbesondere August dem Starken, ein Bericht aus der ZEIT vom 29. April 1994 
  3. Learned - Opern mit umfassenden Aktionen unterschiedlicher Akteure auf der Bühne lohnen den Abstand von Bühne bzw. in den Rängen; "Die Passagierin" ist das einzige auf Deutsch (zumindest nach Wikipedia-Informationen) verlegte Buch von Zofia Posmysz (es wäre schön, wenn weitere auf Deutsch und anderen Sprachen verlegt werden, so dass ihre Erfahrungen weitergegeben werden können und zukünftigen Generationen erlaubt, negative Veränderungen in der Gesellschaft zu erspüren und entgegenzuwirken  
  4. Action - noch den einen oder die andere für die kommenden zwei Vorstellungen neugierig machen und einen Nachbericht schreiben