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Saturday, July 27, 2013

Was bedeutet es exzellent zu sein, und wie sieht man es?

Was bedeutet Exzellenz für die TU Dresden? Was für die Stadt Dresden und Sachsen im Allgemeinen und Speziellen? In erster Linie geht es darum, die TU Dresden als einen "Magnet für wissenschaftliche Fachkräfte aus aller Welt" zu entwickeln und somit den Wissenschaftsstandort Dresden noch sichtbarer als bisher zu machen.

Was haben Kultur, Wirtschaft und Bürgerschaft davon? Einen ersten Einblick konnte sich der Interessierte bereits im Januar auf dem von der Landeshauptstadt Dresden jährlich auf der 'Karrierestart' stattfindenden Unternehmerfrühstück (Bericht) verschaffen.

Über die Exzellenzinitiative kann man sich hier informieren (auch ein Newsletter ist abonnierbar).

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Am 22. Juli 2013 standen Ausführungen zu den aktuellen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Exzellenzinitiative der TU Dresden an und man konnte gespannt sein.

Rektor Prof. Hans Müller-Steinhagen begrüßte an einem mehr als sonnigen Nachmittag die ca. 80 Anwesenden im Dülfer-Festsaal der Alten Mensa mit den Worten, "… heute möchte ich Ihnen einige sonnige Informationen mitteilen."

Auch wenn in den vergangenen Monaten die Presse über die TU Dresden eher von holprigen Projekten, wie der Einführung von SAP geprägt waren, ist nicht zu verkennen, dass die Veränderungen seit dem Erlangen des Exzellenztitels sich mehr als unauffällig positiv entwickeln.  So sind z.B. die Drittmittel um mehr als 30 Mio € im Jahr auf 230 Mio € in 2012 gestiegen. Die Mitarbeiterzahl der TU Dresden ist von ca. 6.700 in 2009 auf ca. 7.900 in 2012 gestiegen.  70 laufende Professurausschreibungen (Neubesetzungen und Nachfolgen) sind ohne die noch on Top kommenden Open Topic und speziell im Rahmen der Exzellenzinitiative Ausschreibungen zu verzeichnen.

Wie die DNN und die Sächsische Zeitung in der vergangenen Woche berichtet hatten ist die TU Dresden in zwei der im Projekt Zwanzig20 ausgewählten Projekte für die Umsetzung neuer zukunftsweisender Technologien direkt als Projektpartner involviert (in den Bereichen Textilbeton und Mobilkommunikation), was wiederum Gelder und Wirtschaftskontakte an die TU Dresden bringt. Besonders erhöhen die anstehenden Projekte die öffentliche Sichtbarkeit des Standorts Dresden und der TU Dresden insbesondere.

Auch die aktuell laufenden Baumaßnahmen auf dem Campus wie z.B. die Sanierung des Fritz-Förster-Baus, der Rechenzentrumneubau an der Nöthnitzer Straße, der Erweiterungsriegel für das Cfaed am Barkhausen-Bau und weiterer bringen die Voraussetzungen für exzellente Forschung auf einen höheren Stand als er bislang bereits ist.

Neben diesen aufgrund der schieren finanziellen Größe öffentlich wahrnehmbaren Entwicklungen in den einzelnen Bereichen, die im Rahmen der Exzellenzinitiative Unterstützung erhalten, zahlreiche positive Veränderungen und Erfolge zu vermelden, die für die Zukunft wegweisend sein werden. So sind z.B. an der DIGS-BB zahlreiche Programme aufgelegt worden, um den medizinischen Nachwuchs für die Forschungsaktivitäten an der TU Dresden zu binden. Das Cfaed kann u.a. mit der Entwicklung des weltweit ersten chemischen Mikrochip aufwarten.

Prof. Hans Müller-Steinhagen betonte, dass das Zukunftskonzept der Synergetischen Universität das "strategische Zugpferd" darstellt indem die Potenziale der Volluniversität umfangreich erschlossen werden und durch Kooperationen mit außeruniversitären Forschungsinstituten die künftige übergreifende Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor verstanden wird. DRESDENconcept, Kernbestandteil der synergetischen Universität ist nicht nur ein Zusammenschluss Dresdner außeruniversitärer Forschungsinstitute sondern inzwischen ergänzt um kulturelle Einrichtungen wie dem Deutschen Hygienemuseum Dresden, der SLUB und weiteren Partnern. Grundgedanke ist es Kunst und Wissenschaft enger zu verzahnen und nach den Worten des Rektors ist die "Zusammenarbeit in DRESDENconcept keine Kür. Sie ist eine Pflicht."

Alles in allem gute Aussichten die Ziele der Exzellenzinitiative des Bundes und der DFG in Dresden zur Umsetzung zu bringen und den Universitätsstandort vom gegenwärtigen Rankingplatz in internationalen Rankings von knapp unter 300 (z.B. Rang 288 im 2012 Report QS World University Ranking) weiter nach oben zu ziehen. Noch kennt die Welt Dresden und seine wissenschaftlichen Fähigkeiten nicht in dem Maße, wie es einmal der Fall war.

Dies zu verändern ist Ziel des Handelns.

Doch was haben die lokalen Akteure in den Fakultäten (bald Bereiche/Schools genannt) davon? Die anschließende Fragerunde machte einige Bedenken im Publikum deutlich, nach den Erfahrungen mit dem ERP-System von SAP für die Verwaltung der Universitätsabläufe nicht verwunderlich.

Wie in jedem Verbesserungsprozess in einer Organisation und Unternehmen wird es unabänderbar zu "fühlbaren" Verschlechterungen kommen bevor die gewünschten Verbesserungen auch für jeden Systembeteiligten merkbar werden. Auch wird es sich nicht vermeiden lassen, dass es einige Akteure geben wird, die beim Status Quo bleiben möchten, wie gegenwärtig die Prozesse laufen (und möglicherweise sogar einen Vorteil im gegenwärtig funktionierenden System haben).

Gewonnen haben alle, nicht nur Unileitung, Verwaltung, Professoren, Fakultäten, Unternehmen der Region, die Landeshauptstadt Dresden wenn die "Kunden" der Technischen Universität Dresden - die Studierenden oder StudentInnen wie es noch zu meiner Studienzeit an der Uni Mainz 1988 hieß - die Chance dieser Exzelleninitiative für sich und ihren späteren Werdegang erkennen und selbst aktiv werden, um diesen Lern- und Wissenschaftsstandort in Europa zu etwas ganz Besonderem machen. Die Verschlankung der Verwaltungsprozesse, die durch den Gewinn des Exzellenzstatus erst richtig an Fahrt gewonnen hat, wird eines der maßgeblichen Erfolgsfelder sein als TU Dresden nicht nur international zu punkten, sondern auch weitere Impulse für hiesige Wirtschaft und Verwaltung bringen. Denn wenn eine Organisation mit über 7.000 Mitarbeitern über einen mehrere Quadratkilometer sich erstreckenden Campus inmitten der Stadt und über 35.000 Studenten aller Fachrichtungen diesen Kraftakt der Verschlankung und Vereinfachung von Geschäftsprozessen bewerkstelligt, dann ist das Exzellenzvorbild auch außerhalb der Wissenschafts-, Forschungs- und Lehrlandschaft des kommenden 21. Jahrhunderts.

Dem Rektorat und seinen visionären Köpfen und Unterstützern sei unbegrenzte kreative Energie gewünscht, auch den künftigen Herausforderungen in der Entwicklung zur Exzellenzuniversität innovativ und sächsischem Entrepreneurspirit zu begegnen. Auf dem Laufenden kann man sich hier über die Exzellenzinitiative informieren.

Ralf Lippold


Sunday, January 20, 2013

Exzellenz und Nutzung künftiger Möglichkeitsräume


Heute am dritten und letzten Tag der Karrierestart, einer der größten Messen zu Karrierethemen in Deutschland, hieß es ab 11 Uhr: "Unternehmerfrühstück". Nachdem im vergangenen Jahr Vorträge von Referenten aus München und Hamburg zu erleben waren, stand diesmal Lokales auf dem Programm.

Der Bürgermeister für Wirtschaft der Landeshauptstadt Dresden, Dirk Hilbert, führte in den Morgen ein bevor der Rektor der TU Dresden, Prof. Hans Müller-Steinhagen über die "Exzellenzuniversität TU Dresden, Ursache und Auswirkung" berichtete.

Einige Zitate von Herrn Prof. Müller-Steinhagen, die viele der anwesenden rund 200 Gäste aufhorchen ließen (nicht vollkommen O-Ton): "Alles was wir haben ist hier zwischen unseren Ohren", "Vorsprung vor unseren Wettbewerbern - wenn wir den nicht halten verlieren wir unseren Lebensstandard", "Wenn Sie einmal nach Asien schauen. Bildung ist dort ein Top-Thema, das mit wesentlich höherem Einsatz vorangetrieben wird, als das bei uns der Fall ist."

Was also ist zu tun? Sachsen seit Jahrhunderten stets bekannt für unkonventionelle Lösungen sollten auch auf diesem Gebiet einige umsetzbare Ideen bereits in der Umsetzung haben.

Es folgte ein kurzer Abriss über die Geschichte der TU Dresden:

Vergangenheit: 185 Jahre alt • 80% der TU im Febr. 1945 zerstört • seit 1990 Volluniversität • 50% Mitarbeiter entlassen in 1990 (!)

Gegenwart: Fünftgrößte Universität Deutschlands • "TU Dresden wächst und wächst" • 126 Studiengänge • Patentanmeldungen: 116 (2011)

Zukunft:  Kultur und Wissen - wenn nicht in Dresden, wo dann? • Rang 100 (288 (2012), 340 in 2011) Ranking Top Universities • "Das Wissen darf nicht für die Schublade erarbeitet werden, sondern muss wirtschaftlich nutzbar gemacht werden!" • 15 Ausgründungen, an denen TU Dresden Anteile hält (und es sollten mehr werden)

In einem Satz zusammengefasst. "Die ganz großen Herausforderungen der Menschheit können wir nur im Zusammenspiel der unterschiedlichen Disziplinen lösen" und dazu kann (auch) die TU Dresden, wie auch andere Bildungsinstitutionen in der Landeshauptstadt Dresden eine gewichtige Rolle im internationalen Wirtschafts-konzert spielen.

Life Science • Information Technology • Intelligent Materials • Kultur & Knowledge • Energy & Sustainability - the five pillars of the TU Dresden, clearly setting a tone for the future of #Abundance

Dass Dresden und die TU Dresden auch in der Welt ankommen sind zeigt der Artikel in der NY Times vom  2013-01-14 - ein Beginn auf den sich mit vielen kleinen, mittleren und großen Steinen der Zusammenarbeit ein globales Netzwerk der gemeinsamen Kooperation zur Lösung der ganz großen Herausforderungen der Menschheit aufbauen lässt.

Der "Dresden Spirit", man spürte ihn heute morgen und auf einem anschließenden Rundgang auf der Messe. Nun heißt es "lediglich" die vielen Einzelsteine und Aktivitäten für das große Ziel zusammenzufügen:

The World being Drawn to Saxony - as August the Strong made it already happen   


Sunday, June 10, 2012

UNI-TAG 2012 - Serendipität, beschleunigt durch Neugier

Am 09. Juni 2012 veranstaltete die TU Dresden, sich bereits in den letzten Stunden der entgültigen Bekanntgabe ob Exzellenz-Universität, oder nicht, befindend den Tag der Offenen Tür, auch UNI-TAG genannt.

Fast unmachbar scheinend der Umfang der Vorträge und Ausstellungen. Dankbarerweise unterstützt durch einen Shuttle-Bus der Dresdner Verkehrsbetriebe AG, der die verteilt gelegenen Veranstaltungsorte verband.

Die Frage steht im Raum: alles anschauen, einen genauen Plan machen oder sich auf Neues einlassen?

http://turmlabor.de
Dass man mit Überraschungen rechnen muss, wenn man sich ohne fixe Vorstellungen einem solchen Besuch öffnet und über die Ausstellungsstände schlendert zeigte sich im HSZ gegenüber der Neuen Mensa, als ein aktiver 3D-Drucker plötzlich ins Sichtfeld rückte. Turmlabor, ein studentischer Hackerspace im Barkhausen-Bau auf dem Campus, stellte sich als der Kreator desselben heraus. Im sich dann über Peter Diamandis, x Prize und Abundance entwickelnden Gespräch war noch über Hackaday, einer Website über open-source-basierte Hacks zu erfahren. Doch wie wir einige Meter weiter merken sollten war dies erst der Anfang von Mehr.

Dass Dresden mehr mit Raumfahrt zu tun hat als es auf den ersten Blick zu vermuten gilt zeigte ein Gespräch mit Vertretern der Fakultät Maschinenwesen Institut für Luft- und Raumfahrttechnik. Geht doch der erste sächsische Satellit im Rahmen des Studentenprojekts CubeSat in Kürze ins All. Bald vielleicht schon mit SpaceX, die vor wenigen Tagen erfolgreich die erste private Cargo-Mission zur ISS absolviert hatten. Prof. Martin Tajmar ist nicht nur Experte für neuartige Feldemissions-Antrieb für Weltraumfahrzeuge sondern auch Lecturer an der International Space University, ISU, die u.a. von Bob Richards und Peter Diamandis (beides Mitgründer von Singularity University) 1986 gegründet worden ist.

Alles in Allem - ein mehr als positiv überraschender Nachmittag im HSZ der TU Dresden mit der Möglichkeit mehr über die Internationalität, überraschende Verbindungen und neue Einblicke (so auch in das Kajak aus Textilbeton mit einem Gewicht von ca. 25 kg) zu gewinnen.

Mitglieder von @Turmlabor, 3D-Drucker & Abundance

.... weiterhin Daumen drücken für die Exzellenz Initiative und die (hoffentlich) weitergehenden Möglichkeiten für den Hotspot in Art, Science, and Technology über  - DRESDEN (Deutsch/English)

PS.: Four short questions (to include international readers) about the above experience, AKA called PresencingStatus.

  1. What was good? Learning about hackerspace @Turmlabor, and their projects; Faculty of Civil Engineering had material in English (thanks a lot to Anett Joerß for grabbing some)
  2. What was tricky? Information on departments, and lectures mainly in German (due to rules by ministery, which I have to investigate more, as more people are interested to come to Dresden from my global networks)
  3. What have I learned? ISU and Singularity University are stronger with Dresden connected than originally thought)
  4. Next action? Posting the above in various networks, and pitching more about the startup accelerator that is connecting ISU, Singularity Universty, TU Dresden, HTW Dresden, TU Bergakademie Freiberg, and connect Saxony even further with the global community (also via connecting the findings of UNI-Tag 2012)

Saturday, August 13, 2011

Mitteldeutschland - Die Entdeckung

Nicht dass wir nicht bereits wüssten in welch grandioser Gegend wir leben hier in Mitteldeutschland, doch nun ist es auch deutschlandweit bekannt. DIE ZEIT brachte es mit ihrer Sonderbeilage 'Wie geforscht  wird in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt'  auf den Punkt - auf 12 (!) Seiten.

Nur einige Zitate, die sich besonders auf Dresden und Sachsen beziehen:

Quelle: Wikipedia, Himmelscheibe Nebra
"Frühe Forscher - Die Himmelscheibe von Nebra, ausgestellt im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, gilt mit mehr als 3.600 Jahren weltweit älteste konkrete Darstellung des Himmels", S. 1 [Nebenbemerkung (NB).: Nachhaltigkeit wurde erstmals in der Kursächsischen Forstordnung vor mehr als 450 Jahren etabliert]

"An einem einzigen Tag werden in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt im Schnitt mehr als fünf neue  Patente angemeldet", S. 1 [NB.: Wieviele neue Produkte, die Weltmarktrelevanz haben gehen monatlich aus Sachsen an den Start?]

Quelle: Wikipedia
"Am "Center for Regenerative Therapies Dresden (CTRD)" arbeiten Biowissenschaftler und -wissenschaftlerinnen der Technischen Universität Dresden mit einer Reihe von Unternehmen an stammzellbasierten Verfahren zur Gewebeherstellung.", S. 3 [NB.: Wäre es nicht grandios Dresden bzw. Sachsen bei FutureMed 2012 vertreten zu sehen?; nebenstehend Axolotl, mexikanischer Schwanzlurch, der Gliedmaßen nach Verlust regenerieren kann] 


TU Dresden - Fakultät Informatik | Raum für Neues
"In zehn Jahren möchten wir zu den 100 besten Universitäten weltweit gehören" (Rektor der Technischen Universität Dresden Prof. Hans Müller-Steinhagen), S. 7 [NB.: Wie können dabei bereits ab 01. September (Abgabetermin für die nächste Runde der Exzellenzinitiative) Initiativen innerhalb der Dresdner Kreativ- und Kulturwirtschaft, der Wirtschaftsförderung, sowie internationaler Netzwerke wie Verbindungen zum Silicon Valley in Verbindung mit DRESDEN-concept nutzbar gemacht werden?]

Warum nicht gleich am kommenden Montag zwei Veranstaltungen in Dresden, links- und rechtselbisch nutzen? OpenCoffeeClubDresden (19 Uhr, Starbucks Altmarkt) und Forum Kreative Neustadt (19 Uhr, Scheune, Alaunstraße) and up in Denmark there is the bi-annual design conference ICED11.org starting with livestreaming from Monday on.