Saturday, April 2, 2011

Barock in Dresden - Insolvent. Wie es dazu kam.

Quelle: Barock Dresdner Tintenmanufaktur
Gestern war bereits der DNN (Dresdner Neueste Nachrichten) zu entnehmen, dass es die Firma Barock bald nicht mehr geben könnte. Heute dann auch in der SZ (Sächsische Zeitung).

Haben wir es hier mit einem Einzelfall zu tun, oder doch mit einem sich ausweitenden Phänomen?

Zwanzig Jahre ist die Wende her und damals übernahmen aus den untergehenden VEBs pfiffige Manager derselben oder aus anderen Teilen des Landes, Teile dieser Konglomerate, und führten sie auf den unternehmerischen Weg, der ihnen jahrzehntelang verwehrt war.

20 Jahre auf der Erfolgsspur und immer älter werdend führt unweigerlich zu einem "Blinden Fleck", die Veränderungen um einen herum und im Geschäftsumfeld wahrzunehmen.

Ähnlich erging es der jahrzehntelang äußerst erfolgreichen Firma DEC Digital Equipement Corporation, die in den 50er Jahren aus einem Computer Science Labor des Massachusetts Institute of Technology (MIT) mit dem charismatischen Gründer Ken Olsen hervorging.

Edgar Schein, den ich 2009 während eines Seminars kennenlernte, hat DEC über 30 Jahre als Process Consultant begleitet, und "Aufstieg und Fall von Digital Equipment Corporation" geschrieben. Da auch er sächsische Wurzeln (seine Oma kam aus der Nähe von Bad Schandau) hat schließt sich hier der Bogen.

Was sind unausgesprochenen Annahmen der Gründer oder Geschäftsführer, die ein Abgleiten in den wirtschaftlichen Abgrund oft unausweichlich machen? Welche Gesprächsumgebung öffnet Horizonte für das adaptive Verändern an neue Marktgegebenheiten?

PS.: Artikel zu aktueller Entwicklung in der DNN, und eine ähnliche Geschichte in Sachsen-Anhalt (SPEE)
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